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Können wir Zukunft?!

Können wir Zukunft?!

Wir leben in spannenden und zugleich so gar nicht entspannenden Zeiten, oder? Wir haben keine Zeit über alles, was uns geschieht in Ruhe nachzudenken, wir investieren weder Zeit noch Geld um aufzubauen, was wir dringend benötigen und ganz oft fehlt uns in der allgemeinen Zufriedenheit mit der Gegenwart der Mut zur Zukunft. Zumindest ist das meine Wahrnehmung, wenn ich mich so umschaue.
 
Wir sind so sehr vom Willen getrieben, wenigstens das Notwendigste in ausreichend gutem Maße zu erledigen, dass wir uns die Zeit nicht nehmen zu überdenken, ob das was wir tun, zu dem passt, was wir erreichen wollen – wobei uns noch nicht einmal klar ist, was wir denn überhaupt wirklich wirklich wirklich wollen. Wie denn auch, denn wann hätten wir darüber nachdenken sollen, wo wir mit “Leben” doch an sich schon vollständig ausgelastet sind.
 
Wir sind so darauf bedacht, das gute Alte zu bewahren, dass wir zu wenig das kommende gestalten. Wir investieren weder in Bildung noch in Breitbandausbau, nicht in eine eigenständige und selbst durchdachte Digitalisierung und nicht in den Aufbau von Staats- oder Unternehmensstrukturen, die das kommende aushalten und auf- und ausbauen können. Im Gegenteil wir streiten uns um Zuständigkeiten und rangeln um. Verantwortung, die dann doch keiner übernimmt.
 
Und wir beklagen uns darüber, dass nichts voran geht und halten zugleich an dem fest, was wir haben, weil wir ja nicht wissen, was kommt, weil wir Kontrolle suchen, wo nichts mehr kontrolliert werden kann und weil wir nicht vorausdenken wollen, was vorausdenkbar ist. Zu unglaublich, zu umwälzend, zum unvorstellbar und unbegreiflich ist das, was sich entwickelt.

Hätten die letzten 2 Generationen vor uns so gehandelt wir wir heute, wir würden wahrscheinlich noch immer in Kriegstrümmern leben. Wir hätten uns auf den Care-Paketen und dem Marshall Plan ausgeruht. Wir hätten keine Ideen entwickeln, um aus fast nichts viel zu machen.
 
Heute stehen wir in einer Zeit globaler Zusammenarbeit da und bringen selbst doch kaum wirklich neue Ideen ein. Wir haben kein Bewusstsein für den aktuellen Wandel in Technologie, in Kommunikation und das Zusammenleben auf diesem Planeten, für den weltweiten Klima- und Kulturwandel. Wir sind hängengeblieben im Erbe des Wirtschaftswunders.

Denke ich an und in die Zukunft wird mir bang  

 
Denke ich an die Zukunft, so erkenne ich was wir den nächsten Generationen hinter- und überlassen.
 
Denke ich an die Zukunft nehme ich war, dass wir Zukunft scheinbar nicht können und vielleicht auch gar nicht wollen.
 
Dabei ist es unsere Aufgabe, wie die jeder Generation vor uns, die Vergangenheit zu kennen, die Gegenwart zu nutzen und die Zukunft zu erschaffen.
 
Es ist unsere Aufgabe nicht nur zu sollen und zu müssen, sondern auch zu wollen, weil wir können und dürfen! Und das in einem stärkeren Maß als jede Generation vor uns!
 
Sind wir vielleicht zu klein für die Zukunft? Fehlt es uns an Phantasie? Fehlt uns der Glaube daran, Chancen in Möglichkeit und Möglichkeiten in Erfolge verwandeln zu können?
 
Wir sollten beginnen zu Fragen, was wir für die Zukunft tun können, statt abzuwarten, was die Zukunft uns bringt. Wir sollten beginnen zu Fragen, wie wir uns gegenseitig unterstützen können, um den morgigen Tag, das nächste Jahr und die Zukunft bestmöglich anzugehen, uns gut vorzubereiten und gerüstet zu fühlen.
 
Wir können noch immer zu viel Wettbewerb und immer noch zu wenig Gemeinschaft.
 
Wir können noch immer zu viel Ich und zu wenig wir.
 
Wir können noch immer zu viel Vergangenheit und zu wenig Zukunft.
 
Doch: Die Zukunft ist „wir“ und jeder von uns ist Teil dieser Zukunft. 
Wir verharren noch immer zu viel, statt aufzubrechen, unsere Komfortzone in einen kleinen Schritt zu verlassen, zu lächeln und zu sagen: Lass uns das zusammen angehen, lass uns unsere Kompetenzen, unsere Fähig- und Fertigkeiten zusammenbringen, neues gestalten und die Herausforderungen meistern.
 
Denn: Ja – wir könn(t)en Zukunft, wenn wir woll(t)en!
P.S. Und es gibt sie doch! Es gibt die 2% bis 3% bis 4% die Zukunft können und wollen. Die Mut machen und Vorbild dafür sind, wie es gehen kann – wie wir gehen können. Dennoch sind es die 10% bis 15% die wir brauchen, um den Tipping Point zu erreichen. Um gemeinsam und stark in die Zukunft gehen zu können. Wir brauchen die 10% bis 15%, die Mut machen und Vorbild sind. Wenn Sie können und wollen, dann machen Sie einfach mit. Zeigen Sie, was Ihnen Ihre Zukunft bedeutet und gestalten Sie sie. Die Zukunft birgt unendlich viele unglaubliche Möglichkeiten.

Strategische Planung? Zeitverschwendung!

Weihnachten und der Jahreswechsel. Wahrhaft himmlische Zeiten, allerdings keine Zeiten der Ruhe, sondern Zeiten der hektischen Betriebsamkeit.
Und Zeit der Besinnung und Planung. Zeit der Rückblicke, der Analysen der Vergangenheit und der Projektionen in die Zukunft. Zeit der IST-SOLL Vergleiche, der Benchmarks und der Definition neuer Ziele, neuer Pläne und neuer Umsatzverläufe.
Mal eine rhetorische Frage: Welcher, in den letzten drei Jahren prognostizierte, sorgfältig in vielen Stunden detailliert geplante, langfristig strategische Umsatz-, Kosten-, Renditeverlauf ist bei Ihnen mit mehr als 75% Genauigkeit so eingetreten?
Wenn eine dieser Planungen gepasst hat: Mein ausdrücklicher und sehr ernst gemeinter Glückwunsch. Wenn Sie einen halben Tag Zeit haben, komme ich gerne vorbei, um zu verstehen, wie sie das gemacht haben!
Wenn nicht, wieviel Zeit und sonstige Ressourcen haben Sie in dieses Ergebnis investiert? War es ein lohnender Invest?
 

Der Blick in die Zukunft ist Zeitverschwendung

Die “strategische Planung” ist ein Thema, dass anders, als in Zeiten in denn Geschäft sich als lineare und stetige Weiterentwicklung des bislang erlebten und erarbeiteten vorausberechnen ließ, heute, IMHO, reinste Zeitverschwendung geworden. Sie entbehrt in Zeiten komplexer, globaler, dynamischer Entwicklungen, Interaktionen und Kommunikation jeder “nur komplizierten” und ausreichend trägen, absehbaren Grundlage.
 
Dabei ist weniger die strategische Komponente dieses Oxymorons das Problem. Strategien, um die große Zielsetzung in kleine absehbare Schritte herunterzubrechen und diese dann anzugehen, sind damals wie heute sinnvoll. Doch der Planungsprozess, der Blick über einen abseh- und vorbereitbaren Zeitraum von ein paar Monaten bis hin zu einem Jahr (je nach Branche und Struktur des Marktes), ist inzwischen tatsächlich obsolet geworden. Er entbehrt relevanter Grundlagen und steht schlimmstenfalls Entscheidungen im Weg, die ein sinnvolles Abrücken aufgrund neuer Erkenntnisse bedeuten könnten.
 

Der Blick in die Zukunft ist notwendig

Andererseits: natürlich ist es wichtig als Unternehmen in die Zukunft zu blicken. Wie sonst kann man die eigene Zukunftsfähigkeit sicherstellen. Wie sonst kann man von Ideen zu Produkten gelangen, neue Teilbereiche im Unternehmen aufbauen und andere zielführend verändern.
 
Die Zukunftsfähigkeit sicherzustellen ist weiterhin eine der vornehmsten und vor allem auch wichtigsten Aufgaben von Führung und Management, gerade in so komplexen, dynamischen, kontinuierlichen, agilen, digitalen Transformationszeiten wie heute.
 
Was also kann man tun, um einerseits den Stakeholdern wie Investoren, Mitarbeitern, Kunden und Partnern Zukunfts-“Sicherheit” zu geben und andererseits Flexibilität zu bewahren und damit “agil” Anpassungsfähig zu bleiben? Wie kann man die Vorbereitungen auf einen absehbaren Zeitraum optimieren und zugleich Offenheit für das bewahren, was so sicher wie das Amen beim Weihnachtsgottesdienst, an unplanbarem Neuem, teils zuvor undenkbarem auf das Unternehmen zukommt?
 

“Strategierevision ist jetzt immer.”

Den Blick in die Zukunft richtungsweisend gestalten

Die Antwort ist, Sie ahnen es, komplex und lang und in der Kurzfassung schnell gesagt: “Es gibt ihn nicht (mehr), den planbaren Weg durch die Ungewissheit.”
 
Die komplexe und lange Antwort kann – als Versuch in einer Zeit multidimensionaler Lösungsräume einen einzelnen Ansatz als “geeignet” zu beschreiben – wie folgt lauten:
 
“Es geht darum, die strategische Zielrichtung zu identifizieren, die auf der Basis der aktuellen Erkenntnisse am geeignetsten erscheint, um auf eine mögliche Umsetzung der Vision des Unternehmens hinzuführen.”
 
Dazu sollten Sie auf breite Unterstützung bauen und die Strategie (ja, die gibt es bei all dem noch immer(!)) auf eine breite Basis stellen. Klären Sie zum Beispiel, welche Ressourcen Sie dabei unterstützen, wie weit “purpose & meaning” Ihrer Mitarbeiter und Partner dazu passen und wie Sie mit kommunikativer Breite weitere Informationsquellen nutzen können.
 
Geben Sie dem Unbekannten, dem unplanbaren Neuen, den Trends und Innovationen Raum!
 

Vier Grundfertigkeiten 

Bevor Sie mit den genannten Punkten anfangen können, sollten Sie ein paar Grundfertigkeiten im Unternehmen aufbauen:

  1. Stichwort: “Kompetenzwissen“: Sie sollten die vorhandenen Fähigkeiten, Potenziale, Erfahrungen und das vorhandene Wissen bewusst erkannt und aktiviert haben.
  2. Stichwort: “dynamische Fähigkeiten“: Sie sollten die Fähigkeit entwickeln sich proaktiv den Veränderungen äußerer Rahmenbedingungen anzupassen (soweit notwendig und nicht beeinflussbar).
  3. Stichwort “Reflexionsbereitschaft“: Sie sollten die Fähigkeit besitzen neue “strategische” Optionen schnell zu erfassen, zu analysieren und zu reflektieren.
  4. Stichwort “Entscheidungsbewusstheit“: Sie sollten die Fähigkeit aufbauen rasch zu entscheiden und dabei die Entscheidungen (immer wieder) bewusst zu reflektieren und zu hinterfragen OHNE sie damit zu torpedieren oder die Umsetzung zu blockieren.

 
Beim ersten Punkt geht es darum sich der vorhandenen die Makro- und Mikrokompetenzen bewusst zu werden. Oft steckt im Unternehmen, in den Menschen und Akteuren mehr, als die Stellenbeschreibung und Aufgabenzuordnung erkennen lässt.
 
Beim zweiten Punkt geht ganz konkret darum, Trends frühzeitig zu identifizieren, zu erkennen was hilft, schadet oder für das eigene Unternehmen dauerhaft irrelevant ist. Es geht aber auch darum ggf. mit einem begrenzten und bewussten Ressourceneinsatz Dinge zu verfolgen und auszuprobieren, die Relevanz gewinnen könnten. Dabei darf es nicht zu sehr blockieren, wenn diese Dinge Angst machen, das tun Sie immer, wenn sie Unsicherheit oder Instabilität der bestehenden Verhältnisse bedeuten. Im Gegenteil, dieses (niedrige) Angstniveau kann helfen, den notwendigen Mut und die Neugier zu entwickeln, um die neuen Themen mit offenen Augen und (von) jenseits des eigenen Tellerrands zu betrachten.
 
Wie Roger L. Martin es beschreibt: “Eine gute Strategie findet immer jenseits der Komfortzone statt.” oder anders gesagt: “Jede Strategie ist eine Wette.”
 
Der dritte Punkt betrifft die offenen Augen und die bewusste Öffnung für neue, von der vereinbaren Zielrichtung abweichende Chancen. Kein Fluss fließt in gerade Linie von seiner Quelle ins Meer. Keine Straße führt auf direktestem Weg von A nach B und auch Flugzeuge fliegen zwischen zwei Flughäfen selten entlang der Luftlinie. Wie jeder Weg wird auch Ihr weg in Richtung Vision, mäandrieren, Schleifen drehen und sich als länger als gedacht erweisen.
 
Der vierte Punkt stellt viele Managementteams vor größere Herausforderungen. Nicht, weil sie alleine und auf sich gestellt nicht schnell genug entscheiden könnten, sondern weil sie bei Entscheidungen nicht mehr allein sein sollten. Die umfassende Betrachtung von Trends, und neuen Optionen bedingt, dass sich mehr Menschen, als nur ein strategisches Kernteam, mit den Dingen befassen. Es bedeutet auch sich (zusätzliche) Kompetenz ins Unternehmen zu holen, die sich bereits intensiv mit diesen Trends befasst hat – alles andere verzögert nur die Entscheidung.
 
Die Entscheidung regelmäßig zu hinterfragen und zu reflektieren – zumindest solange wie sie sich nicht als 100%ig zutreffend oder als 100%iger Irrtum herausgestellt hat – ist ungewohnt und erfordert oft ein Umdenken.
 

Irrtümer sind Chancen

Wer Irrtümer in diesem Sinn als Chancen versteht, dem gelingt es eine intelligente Lernkultur zu implementieren. Irrtümer als Lehr- und Lernmaterial zu verstehen statt sie als Fehler zu verdammen schafft Bereitschaft zum leichteren lernen.
Allerdings muss ein Unternehmen dann auch dafür sorgen, dass diese Irrtümer erkannt werden können. Notwendig ist, die im Vorfeld einer Entscheidung getroffenen Annahmen, die Hinter- und Beweggründe explizit, offen, klar, transparent und verständlich für die Beteiligten zur Verfügung zu stellen. Welchen Grad an Transparenz sie dabei den internen und externen Beteiligten zugestehen, sollte dabei nicht nur unter dem Aspekt der (notwendigen) Geheimhaltung bedacht werden. Die Transparenz drückt auch auch Vertrauen aus und bringt im Gegenzug maximale Partizipation und maximales “Commitment”. Hier gilt es bewusst abzuwägen und vielleicht auch mal mehr zu wagen.
 
Ohne diese Offenheit wird es nicht gelingen Korrekturen zur “richtigen” Zeit vorzunehmen und Sie lernen weniger und begehen dann echte Fehler.

Souding Boards 

Es gibt viele Möglichkeiten, die Wissensbasis des Unternehmens in diesem Sinn zu erweitern. Eine ist, ein “Sounding Board” zu gründen, d.h. Gruppen zusammenzubringen, die sich im Sinne der Vision und mit Fokus auf das Unternehmen über solche Entwicklungen austauschen. Entweder regelmäßig bei persönlichen Treffen oder ständig auf einer Onlineplattform und unterstützt durch persönliche Begegnungen.
 
Diese Sounding Boards können zugleich als Gradmesser für das bereits erreichte Interesse am Unternehmen dienen – im internen wie im externen Bezug. Wenn sie interessierten Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern der Zugang auf freiwilligen Basis einräumen, erfahren Sie schnell, wie anschlussfähig Ihre Ideen und wie akzeptiert Ihre Führungskultur (bereits) ist.
 
Wenn Sie zusätzlich Trend- und Zukunftsforscher einladen, Vor- und Querdenker dazu zu bitten und es gelingt all diese Informationen im und für das Unternehmen zu erden, sie einfließen zu lassen, schaffen Sie einen Entwicklungspool, der die Organisation wie auch die Individuen erfolgfördernd, persönlich und gemeinsam wachsen lässt.
 
Nebenbei: Auch, wenn dies eher nach einer Aufgabe für Konzerne klingt, auch KMU können dies – wahrscheinlich sogar erfolgreicher – insbesondere z.B. im regionalen Verbund.
 
Diese Soundings Boards sind zudem eine hervorragende Gelegenheit für Personalbereiche, sich mit neuen wichtigen Aufgaben zu profilieren und eine bedeutsame Rolle zu verschaffen. Eine der kommenden, wichtigen Aufgaben ist es als interner und externer Vernetzer, Menschen und Ideen im Sinne der Vision zusammenzubringen. Keine andere Organisationseinheit ist dafür besser geeignet.

Strategy builds culture

Unternehmen, die vier genannten Grundfertigkeiten aufbauen, tun damit (un)bewusst noch etwas anderes. Sie verändern ihr Managementdesign und damit die Fähigkeiten das Unternehmen in die Zukunft zu führen. Durch den verstärkten Einbezug anderer Meinungen und Impulse verankern und verbreitern sie grundlegenden dynamische Fähigkeiten – eine der wichtigsten strategischen Kernkompetenzen der Zukunft.
 
Damit entsteht eine neue Arbeitskultur – eine weitere dringende Notwendigkeit z.B. in vielen KMU, um die Digitalisierung zu meistern, wie eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung aufgezeigt hat.
 
Und, dieses Vorgehen hat noch einen weiteren Vorteil: Es bedingt den Auf- und Ausbau weiterer Partnerschaften und Vernetzung mit Geschäftspartnern und anders denkenden, die als Zugangskanäle für Erkenntnisse, Ideen und zum Teil zukünftig auch Mitarbeiter mit gestalten können. Sie schaffen (semi)permeable Unternehmensgrenzen statt strikter Abschottung. Etwas, dass zeitgemäß agierende Unternehmen noch stärker macht.
 
Strategie so anzugehen, sie sowohl bezüglich des einbezogenen Wissens, als auch in Bezug auf die mögliche Ausgestaltung auf eine breite Grundlage zu stellen, ist eine der wichtigsten langfristig (verbleibenden) Führungsaufgaben. Strategie als eines der gemeinsam genutzten Werkzeuge, um auf die Veränderungen des Umfeldes zu reagieren und proaktiv Zukunft zu gestalten und sie in dieser Form im Unternehmen zu verankern, kann und muss, Stand heute, vom Top-Management ausgehen. Dieses stellt damit nicht nur das Unternehmen besser für die Zukunft auf und auf sie sein, es gibt damit auch die notwendigen Impulse zum Aufbau einer Basis für erfolgreichere Zusammenarbeit.
 
Und, dieses Vorgehen hat noch einen weiteren Vorteil: Es bedingt den Auf- und Ausbau weiterer Partnerschaften und Vernetzung mit Geschäftspartnern und anders denkenden, die als Zugangskanäle für Erkenntnisse, Ideen und zum Teil zukünftig auch Mitarbeiter mit gestalten können. Sie schaffen (semi)permeable Unternehmensgrenzen statt strikter Abschottung. Etwas, dass zeitgemäß agierende Unternehmen noch stärker macht.
 
 
Strategie so anzugehen, sie sowohl bezüglich des einbezogenen Wissens, als auch in Bezug auf die mögliche Ausgestaltung auf eine breite Grundlage zu stellen, ist eine der wichtigsten langfristig (verbleibenden) Führungsaufgaben. Strategie als eines der gemeinsam genutzten Werkzeuge, um auf die Veränderungen des Umfeldes zu reagieren und proaktiv Zukunft zu gestalten und sie in dieser Form im Unternehmen zu verankern, kann und muss, Stand heute, vom Top-Management ausgehen. Dieses stellt damit nicht nur das Unternehmen besser für die Zukunft auf und auf sie sein, es gibt damit auch die notwendigen Impulse zum Aufbau einer Basis für erfolgreichere Zusammenarbeit.

2018 – Was wollen Sie: Agile Digitalisierung, nachhaltig "loud" oder gemeinsame Wirksamkeit?!

Und schon wieder, plötzlich und unverhofft, ist Weihnachten. Die Zeit der Einkehr und Besinnung. Ja, wirklich, so hat man das früher bezeichnet, als es noch nicht die große Zeit des hektischen Jahresendgeschäfts, der multimedialen Weihnachtsgrüße usw. war, die wir heute rund um das (h)eilge Fest wahrnehmen, jenseits jeder Ruhe und Entspannung.
 
Und mit Weihnachten nähert sich auch das neue Jahr mit großen Schritten. Der regelmäßige Neuanfang, den wir so gern mit den so schnell wieder verworfenen guten Vorsätzen beginnen. Guten Vorsätzen, die, wie Strategien mit einem enorm kurzen ROI, uns schnell ernüchtern, weil wir erkennen, dass sie überfordern oder wir die erhofften Ziele doch nicht erreichen werden.
 
Und noch etwas steht (uns) bevor: die Zeit der Zwangspause “zwischen den Jahren”, die sogar Top-Managern Raum gibt, zum Beispiel über sich, die Zielrichtung ihrer Tätigkeiten und Rollen im nächsten Jahr und die veränderten Rahmenbedingungen ihrer Arbeit nachzudenken. Es ist die Pause, in der sich theoretisch die Gelegenheit ergibt, dem Puzzle des “Big Picture” neue Steine hinzuzufügen und es weiter zu vervollständigen.

Puzzeln wir zu wenig?

Blickt man in die Medien, so kann man den Eindruck gewinnen, dass “wir Deutschen” dieses puzzeln in den letzten Jahren vernachlässigt haben. Es scheint als hätten wir ein anderes Bild im Kopf gehabt, und versäumt, die Teile zusammenzusetzen. Es war wohl ein Puzzle aus vergangenen, glorreichen Tagen, aus den Zeiten der großen, generalistischen Dichter, Denker und Ingenieure.
 
Wenngleich viele Konzerne aktuell einen “jump start” hinlegen, sich von innen heraus neu aufstellen und ihren Mitarbeitern zuvor ungeahnte Freiheiten geben (wie Daimler, Bosch, die Telekom und einige andere), lassen sich viele andere, (leider auch) oft im Mittelstand, weiterhin von der guten Situation im “Jetzt” bremsen, wie eine Studie der Bertelsmann Stiftung mit Fokus auf die Digitalisierung belegt.

Das Schlagwort: “Digitalisierung” (und zwei weitere)

Die Digitalisierung ist dabei nur ein Element, “nur” eines der Schlagworte die wachrütteln (müssen). Sie (er)fordert sich endlich mit Dingen wie Blockchain, Internet of Things, Augmented und Virtual Reality, Bots oder den vielen, vielen anderen, vermeintlich einfacheren Themen ernsthaft zu befassen. Technologien, die in der Masse schon seit Jahren verfügbar sind und die jetzt mehr und mehr ihre Marktreife erlangen. Technologien, für die dennoch schon jetzt viele Unternehmen zu spät unterwegs sind, weil sie sie in der Vergangenheit ausgeblendet hatten.
 
Doch selbst, wenn Unternehmen bereits lange auf dem Weg sind, gilt es stetig weiterzugehen und sich insgesamt neu aufzustellen. Digitale Geschäftsmodelle, so man sie denn findet und aufbauen kann, verändern nicht nur die Produktpalette oder singuläre Abläufe. Sie greifen tief in die Betriebs- und Managementlogiken ein. Sie verändern zwangsläufig und in großem Maße, wie miteinander Ergebnisse erzielt, wie Entscheidungen getroffen werden und wie Zusammenarbeit insgesamt geregelt wird.
 
Doch das Ausblenden betrifft nicht allein technologische Trends. Das verschlafen anderer, weniger technischer Bereiche, wird ebenso tiefgreifende Folgen für eine Vielzahl von Unternehmen haben. Allen voran sind es die Themen “Agilität” und “Nachhaltigkeit” die besondere Beachtung (er)fordern.
 
Agil muss heute werden, wer mit der Komplexität und Dynamik, die vielfach das Geschäft bestimmt, aktiv statt reaktiv umgehen möchte. Agil ist, wer in der Lage ist, sich neuen Entwicklungen bedarfsgerecht anzupassen. Fast immer müssen dazu in Tiefe Strukturen und Abläufe auf eine neue Basis gestellt werden.
 
Nachhaltig(er) muss agieren, wer langfristig (oft lukrative) Kunden an sich binden will, die mit einem Blick auf die eigene Zukunft zunehmend Unternehmen und Produkte auswählen, die sich ökologisch und sozial für ein „besseres“ Zusammenleben und den Erhalt eines lebensbefähigenden Planeten einsetzen. Im Gegenzug entwickeln solche Kunden ein hohes Maß an Loyalität und Markenbindung.
 
Das Bewusstsein für die immer spürbareren Auswirkungen des Klimawandels wächst und mit ihm die Ansprüche und Anforderungen der Kunden an das ökologische Gewissen von Unternehmen. Genauso wachsen die Anforderung in Bezug auf deren soziale Nachhaltigkeit, das soziale Engagement oder Investitionen in (Weiter)Bildung zum Wohle aller. Gemeinsam sorgt dies für eine Steigerung von Komplexität, Dynamik und damit für eine wachsende Notwendigkeit die Digitalisierung zu verstärken was wiederum….

Ein neuer Kreislauf tut sich auf

Die Digitalisierung, der Drang zu mehr Agilität und der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit sind drei Ausprägungen derselben Entwicklung die sich gegenseitig stark bedingen und beeinflussen.
und
[clickandtweet handle=”” hashtag=”” related=”” layout=”” position=””]Die Digitalisierung, der Drang zu mehr Agilität und der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit bedingen für ALLE Unternehmen einen Wandel im Kern der Organisationen: den Wandel der Kultur der Zusammenarbeit.[/clickandtweet]
 
Um als Unternehmen eines dieser drei Themen angehen zu können und damit den Kreislauf der Entwicklungen zu starten, um etwa neue Geschäftsmodelle zu etablieren, bedarf es also mehr als nur technischer oder agiler oder Nachhaltigkeitsexpertise. Es bedarf des Gesamtverständnisses für das Gesamtbild, und, drin enthalten, den Willen und die Fähigkeit zum Beispiel so “banaler” Dinge wie das (eigene) Führungsverständnisses und die eigene Haltung und das Verhalten zu reflektieren. Im Gesamten Unternehmen, bei allen! Wie wenig “banal” dies ist, ist sicherlich jedem bewusst, der schonmal gute Vorsätze für das neue Jahr gefasst hatte.

Das Big Picture vor Augen

Dieser erste Blick auf das “Big Picture” macht klar, dass jede Arbeit an Themen wie Digitalisierung, Innovation, schnelleren Entscheidungen, Informationstransparenz, etc. gleichzeitig immer auch Arbeit am Fundament der Zusammenarbeit benötigt. Immer geht es, unter anderem, um die Wahr-Nehmung von Vertrauen, systemischer Verbundenheit, Vernetzung, um Entscheidungs- und Verantwortungsräume und vor allem oft auch um den Ausbruch aus alten “Mindsets”. Das derzeit in Deutschland so populäre Konzept des “Working out Loud“, das dem Wunsch der Vordenker und Vorkämpfer entspringt sich stärker zu vernetzen und intensiver Erfahrungen auszutauschen, setzt, als ein Beispiel für eine mögliche Umsetzung, hier an.
 
Es ist ein Beispiel wie in kleinen Gruppen, bottom-up Veränderung vorangetrieben wird. Manchmal mit Zustimmung der Geschäftsführung, manchmal ohne und manchmal gegen deren ausdrücklichen Wunsch – aus reiner Not. (Befassen Sie sich dazu einmal mit dem Haufe Quadranten und der Situation der Schattenorganisationen.)

Alle Macht geht vom Menschenbild aus

Der anderer Weg zu einem Umdenken innerhalb der Organisation startet mit einer Reflexion des bestehenden Menschenbildes. Die Frage nach dem bestehenden Menschenbild, dem gegenseitigen Verständnis, ist dabei eine, die nur wenige direkt beantworten können. Zu tief ist es in unser Verhalten eingewoben, zu unbewusst agieren wir hier. Ist hier mehr Klarheit über die unbewussten Folgen von veralteten Menschenbildern geschaffen kann man in einem zweiten Schritt beginnen die Wertschöpfungs-, Wertbeitrags-und Wertschätzungsbeziehungen im Licht eines ggf. anderen und neu etablierten Menschenbildes zu betrachten.
 
Wobei – natürlich lohnt es verschiedene Maßnahmen zu kombinieren, denn “one-size-fits-all” ist schon lange kein gangbarer Weg mehr. Dies anzunehmen wäre auch Ergebnis eines verschrobenen Menschenbilds.
 
Die Wirkung solcher Schritte auf die Grundlagen der Interaktion in den Unternehmen ist markant. Sie machen bewusst, wie die bestenfalls gemeinsam getragene Vision mit dem “Purpose” und “Meaning” des einzelnen zusammenhängt. Sie machen Entscheidungen einfacher, schneller, bewusster, nachhaltiger und damit klarer. Sie eröffnen Entwicklungs-, Verantwortungs- und Entscheidungsraum der zuvor nicht vorhanden war. Dies allein ist ein unglaublich wichtiges Element in einer immer mehrdeutigeren Welt, in der neue multidimensionale Lösungsräume die früheren eindeutigen Lösungspunkte längst abgelöst haben und in der richtungsweisende Entscheidungen daher einen enorm hohen Stellenwert besitzen.
 
Dies sorgt nach innen, wie nach außen für eine höhere Glaubwürdigkeit, die gemeinsame innere Klarheit strahlt als natürliches (Employer) Brandig wiederum zurück nach außen. Ein perpetuum mobile besserer Zusammenarbeit und wachsender Zufriedenheit bis zur Begeisterung.
 
Last but not least: Solche Schritte ermöglichen es neue Denk- und Handlungsrahmen aufzuspannen und erlauben den Ausbruch aus alten Gewohnheiten und Mustern, auch, um so den lange angesammelten Ballast abzuwerfen.

Eine irre Investition?

Nach den Jahrzehnten in denen Effizienz, Kostensenkung etc. im Fokus standen, in denen aus dem Bestand rausgeholt wurde, was möglich war, erscheint die Investition in diese nicht direkt fass- und planbaren Konzepte wie irre. Nachdem so lange mit großer Akribie gespart wurde, erscheint schon alleine die Idee das Geld in so unsichere Entwicklungen, in “irgendwas mit Menschen” zu stecken wie Hohn. Und doch ist dies die wohl notwendigste und sinnvollste Investition in eine sicherere Zukunft in diesen eben doch instabilen Zeiten.
 
Lag der Anteil der ungenutzten Potenziale bislang bei ca. 30%, so wird ein Verharren in altem Handeln und Denken, ein Festhalten an alten Managementstrukturen diesen Anteil weiter erhöhen, etwa weil die psychischen Belastungen der Mitarbeiter damit weiter zunehmen, die internen Reibungsverluste sich potenzieren und, mit Blick auf die Nachhaltigkeit, zunehmend Kunden zu anderen Anbietern wechseln werden. Wer nachhaltige Wirksamkeit erreichen und damit zugleich eine stabile Basis für einen Wandel in Richtung Digitalisierung und Agilität aufbauen möchte, der kommt nicht umhin, auch in diese Entwicklung zu investieren. Der muss seine Mitarbeiter und vielleicht auch seine regionales und soziales Umfeld dabei unterstützen, fehlende Kompetenzen zu entwickeln, die Vernetzung zu verbessern, der muss insbesondere die eigenen (Management)Strukturen unter die Lupe nehmen und anpassen und vieles andere mehr.
 
Wenn sich diese, zur Zeit noch verlorenen Potenziale damit nur zu einem Viertel heben lassen, dann sollte sich eine solche Investition durchaus lohnen.

Mein Fazit und Rat

Die drei Themen Digitalisierung, Agilität und Nachhaltigkeit sind die zwei Seiten plus der Rand derselben Medaille. Sie dürfen nicht voneinander getrennt betrachtet werden. Im Kern wirken alle unmittelbar auf die Art, wie Zusammenarbeit funktioniert. Dies erfordert, bei aller zusätzlichen Belastung, die eine solches Vorgehen mit Blick auf das “Big Picture” bedeutet, zugleich die Geschäftsmodelle UND das Managementdesign zu reflektieren und anzupassen. Wer hier zu kurz greift, lädt sich, den Mitarbeitern und dem Unternehmen mittelfristig deutlich höhere Belastungen auf.
 
Wer sich auf den Weg begibt, sollte in diesem Bewusstsein starten und schrittweise beginnen die Kultur, das Menschenbild, die Glaubenssätze sowie die Betriebs- & Managementlogiken zu durch- und überdenken.
 
Dieses Verständnis für den gemeinsamen Angang von Transformationen erzeugt eine solide Basis für zukünftige Entwicklungen, nachhaltig und langfristig!
 
Auch wenn manche sagen, wir stünden am Anfang der zweiten Hälfte der Digitalisierung, so glaube ich dass das Spiel noch gar nicht begonnen hat. Wir sollten die kurze, kostbare Zeit nutzen, noch einmal das Zusammenwirken des Kaders, des Trainer- und Betreuerstabs inklusive aller Regeln und Rahmenbedingungen in Ruhe zu betrachten und zu optimieren. Dann erst kann man mit guten Aussichten ins Spiel gehen.
 
Zwischen den Jahren ist sicher ein wenig Zeit, um damit zu starten.


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Können wir Zukunft?!

Warum (n)ich?

Dieser Text ist anders als meine üblichen Beiträge. Er ist ein Dank und ein Appell zugleich. Ein Dank dafür als einer der LinkedIn Top Voices ausgezeichnet worden zu sein und es ist ein Appell den Worten immer öfter auch Inspiration und Taten folgen zu lassen.  
Kennen Sie Bodo Wartke? Dieser Klavierkabarettist hat ein Lied geschrieben, dass er mit “Warum nich?” betitelt hat. Darin geht es um Mut, eine Romanze …. und verzagen.
 
Das, d.h. der Titel, nicht der Inhalt, war einer der ersten Gedanken, die mir durch den Kopf gingen, als ich von meiner Nominierung für die LinkedIn Top Voices erfuhr.

Ändern Worte die Welt?

Es ist erst ein paar Wochen her, als ich genau diese Frage in einer kleinen facebook Diskussion thematisiert habe, denn am Ende sind es, so glaube ich weiterhin mehr die Taten, die, im positiven, wie im negativen die Welt verändern. Und doch sind es die Worte und die Bilder, die davon berichten. Es sind ganz oft zuerst die Nachrichten, die wir erhalten, die Informationen auf deren Basis wir uns ein Meinungsbild machen, die unsere Wahrnehmung und irgendwann auch unsere Einstellung zu Dingen verändern.
 
Weil ich mit meinen Taten nur meine Kunden erreichen (ich bin schließlich kein hauptamtlicher Autor oder Journalist, sondern in diesem Bezug nur „aktiver Laie“ und gut vernetzte one-man-show), ich aber überzeugt bin, dass es lohnt auch andere zu interessieren und vielleicht sogar zu inspirieren, darum schreibe ich über das, was mich bewegt und beschäftigt.

Ändert Ideen die Welt? 

Das folgende Zitat kennen Sie sicherlich:

„Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.“

Es ist ein Zitat aus dem Talmud – und damit aus einer der ältesten Überlieferungen der Menschheit. 
 
Dieses Zitat ist (für mich) zentraler Ausdruck der Wahrnehmung, dass Ideen, die ihren Weg in die Öffentlichkeit finden, tatsächlich die Welt verändern – manchmal nur im kleinen, im Charakter und dem persönlichen Schicksal, aber manchmal eben auch im größeren oder auch ganz großen Zusammenhang.
 
Wie viele Gedanken liegen wohl der Welt zugrunde, die wir heute kennen? Von unserem Selbstverständnis, über unsere Gesellschaft und die Technologien, die wir nutzen, bis hin zu der Art, wie wir miteinander und zusammen arbeiten – alles hat in der grauen Masse zwischen unseren Ohren seinen Anfang begonnen. All diese Gedanken sind dabei einen großen Teil des Wegs gegangen, der der Talmud beschreibt. Sie sind mindestens alle Handlungen geworden, Taten, die nach außen getragen haben. Und sie waren am Anfang “nur” die Gedanken eines einzelnen um dann zunehmend zu dem gemeinsamen Denken zu werden.

Ändern Impulse die Welt?

Die Zeit heute zeigt mehr denn je, dass es darauf ankommt, dass die Worte (geschrieben, im Audio, im Video oder Live) den Weg vom einen zum anderen finden und jeweils an die Gedankenwelt anknüpfen können. Nur so entsteht Neues, neue Ideen, neue Impulse und aber am Ende auch (im Idealfall: kontinuierliche) Veränderung. Veränderung, die es uns ermöglicht wieder Neues zu entdecken, zu denken und zu tun.
 
Und darum: Ja klar verändern Worte die Welt (auch). Sie sind der Anfang von Kommunikation, von Austausch und von gemeinsamem Lernen. Sie sind ein ganz zentrales Element, wenn es darum geht uns alle voran zu bringen, uns unsere Leben zu erleichtern und Lebenszeit wertvoller zu gestalten.

Ändert Zusammenarbeit die Welt?

Ich habe Zusammenarbeit als etwas kennengelernt, dass in unglaublichem Maß motivieren kann und so viel Energie gibt, dass man gerne (im Wortsinn) tagelang durcharbeitet. Genauso habe (Zusammen?)arbeit als etwas kennengelernt, dass demotiviert und Energie raubt. Meist waren diese negativen Erfahrungen den Strukturen und/oder einzelnen Führungskräften geschuldet.
 
Beides sind Erfahrungen mit denen ich nicht alleine stehe und zugleich sind die negativen solche, von denen wir damit auch wissen, dass sie im Grunde nicht notwendig sind, dass es auch anders geht. Das ich damit nicht alleine stehe, zeigen mit die vielen Unternehmen (und Kollegen) denen es gelingt die positive Energie zum Fliessen zu bringen und damit große Erfolge feiern – für jeden individuell, wie auch gemeinsam und nicht zuletzt finanziell.

Ändern Worte die Welt? 

Und hier beginnt mein Dilemma. Ich bin keine „Evangelist“ und niemand, der als Prediger durch die Lande zieht. Das liegt mit einfach nicht. Ich möchte niemanden bekehren, der nicht auf dem Weg der Erkenntnis erste Kontakte mit einem leichteren, einfacheren, schöneren, gesünderen gemeinsam- und zusammen-arbeiten hatte. Aber ich möchte meine Erfahrungen, meine Erkenntnisse, mein Wissen im besten „Working out Loud“-Stil teilen, mich austauschen und so jeden gerne unterstützen, der mehr erfahren möchte. Dies ist der Grund warum ich neben der Arbeit als Berater und Arbeits-Weg-Weiser mit Worten versuche Impulse und Ideen zu verbreiten.

Warum(?) nich?!

Manchmal lese ich als Reaktion auf meine Artikel Dinge wie: „Warum schreiben Sie solche Banalitäten, das ist doch alles ganz einfach.“ Und, es stimmt. Im Grunde brauchen wir „nur“ „gesunden“ Menschenverstand und „gesundes“ Menschengefühl. Doch ich stelle, auch an mir und im Grunde bei jeden fest, dass es nicht klar ist, was „gesund“ ist. Den meisten ist so viel IQ und EQ gegeben, dass sie als soziale Wesen in dieser Welt hervorragend interagieren können. Doch unsere Sozialisation, beginnend mit Kindergarten und Schule, hat uns zu etwas gemacht, was, solange es nicht bewusst ist, kaum auffällt und sobald es bewusst ist, zugleich er- und abschreckt: Wir sind zu Industriefutter erzogen! Wir sind getaktet wie Maschinen und trennen Denken und einzelne Blöcke, statt die Dinge in ihren systemischen Zusammenhängen zu verstehen.
 
Uns stehen zu viele lange gewachsene, stark verinnerlichte Strukturen und Glaubenssätze im Weg, um schnell und einfach aus diesem Konstrukt aufzustehen und es abzuschütteln.
 
Wir sind Gefangene unserer selbst und der Gesellschaft. Wir sind Gefangene unserer Ohnmachtsempfindung und des wachsenden Mangels an gefühlter, weil immer schwerer erkennbarer, Selbstwirksamkeit.
 
Insbesondere in Unternehmen ist es enorm schwer sich, ohne Impulse von außen den dem bremsenden Ballast zu befreien. Aus dem Alten auszubrechen ist nicht leicht, wenn die Umwelt in der man lebt aus mehr als niemandem besteht.
 
Und darum ist auch die Liste der Themen und Werte, die man sich anschauen muss, um zu einer einfacheren und erfolgreicheren Zusammenarbeit zu gelangen immer wieder anders und zugleich lang. Sie besteht aus Elementen wie (Selbst)Vertrauen, Offenheit (auch für den Zufall und das Ungeplante), Verbundenheit, Respekt, Toleranz, Transparenz, Vernetzung, Verbindlichkeit, (Selbst)Reflexion (und dem Willen sich selbst und die gesamte Organisation immer mal wieder im Spiegel zu betrachten), Bewusstheit (auch für den eigenen und gemeinsamen „Purpose“ und „Meaning“, Mut & Neugier (und damit der Überwindung von Ängst und dem Verlasen der Komfortzone) und für das gleichzeitige persönliche Empfinden von Sicherheit und Stabilität. Ein wahrlich individuell wie organisational umfassender und komplexer Mix.

Warum jetzt?

Bei all dem was an Themen jetzt zu bearbeiten ist und lohnt stellen sich viele kluge Unternehmenslenker die Frage: Warum jetzt? Warum in einer Zeit, die ohnehin dynamisch und komplex bis zum Umfallen ist? Warum soll ich meine Mitarbeiter und mich zusätzlich damit belasten?
 
Nun – ich glaube wir sind zwar noch weit davon entfernt, dass ein energiegeladenes, einfach & erfolgreiches Zusammenarbeiten in den Unternehmen Standard ist, aber ich weiß zugleich, dass wir uns dem nächsten „großen Ding“ einer noch agileren-digitaleren-“new”eren WorkWelt mit Riesenschritten nähern. Die allgegenwärtigen Smartphones waren vor 10 Jahren noch der „heiße Scheiß“. Und in 10 Jahren werden wir müde drüber lächeln. Wir werden „künstliche Intelligenzen“, Virtual und Augmented Reality ganz natürlich für uns nutzen. Wir werden auf dem Weg lernen und lernen müssen und wir werden zunehmend gemeinsame Lern-Erfahrungen machen müssen, um mit der weiter zunehmenden Dynamik und Komplexität klar zu kommen.
 
Das heißt auch: Klar können wir warten – aber das macht’s nicht besser, sondern nur schwieriger!
 
So – und all das ist mein Grund, warum ich schreibe, warum ich regelmäßig versuche Impulse zu setzen, warum ich manchmal drängle und mir die Hutschnur platzt – und warum ich mich nach der Nominierung, die ich schon als Ehrung empfunden habe, um so mehr freue tatsächlich als einer der Top Voices wahrgenommen zu werden.

Dank ändert die Welt – immer !!

Doch nach all dem „über mich“ ist dies hier ja auch ein Dank! Ein Dank an die Menschen die mich unterstützen und ermutigen, und die mit mir an diesen Themen arbeiten (wie die Kollegen der freiKopfler (Heiko und Christoph) oder das gesamte AgilityInsights Netzwerk mit Lukas Michel als zentralem Element), aber es sind noch viele, viele mehr, die wiederum mich mit Ihren Impulsen und Gedanken inspirieren weiter an mir und den Themen zu arbeiten. Fühlt euch einfach alle angesprochen! DANKE!
 
Der größte DANK gebührt allerdings meinen Lesern und Followern. Denn ohne Sie alle, den Zuspruch, die manchmal kritischen Kommentare aber auch die Likes, hätte ich mich nicht motiviert gefühlt mich hier in diesem Maß einzubringen. Ihr Feedback ist mein Lohn und Ansporn.
 
Zum Dank gehört mein ganz herzlicher Glückwunsch an die anderen im doppelten Sinn “ausgezeichneten”, die genauso mit ihren Ideen, Gedanken und eben Worten dazu beitragen, dass wir alle immer mehr erfahren. Wobei ich einen besonders erwähnen möchte: Glückwunsch & Dank Dir lieber Winfried, denn ohne Dich und Dein Netzwerk hätten meine Beiträge nicht den Weg hierhier gefunden.
 
Wer mich auch auf andern Social Media Kanälen erleben und lesen möchte, den lade ich herzlich ein Twitter und facebook zu nutzen oder direkt auf meine website zu gehen, mit mir Kontakt aufzunehmen und/oder meinen Newsletter zu abonnieren.
 
Ein zweites Lied von Bodo Wartke ist in diesem Zusammenhang vielleicht auch noch interessant, insbesondere, wenn sie sich auf den Weg in Richtung einfach erfolgreicherer Zusammenarbeit machen möchten (oder auch nur, um den Kontakt mit mir aufzunehmen): Ich trau mich (nicht)! Starten Sie einfach, bevor Sie am Ende des Liedes….. 😉
 


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Können wir Zukunft?!

10+1 zeitlose Herausforderungen und Wahrheiten zu "Führung"

Es ist manchmal erschreckend, welche Ergebnisse zu finden sind, wenn die Kollegen der großen Beratungen Zeit finden, in Ihren Datenbanken zu stöbern.
 
Ende letzter Woche habe ich in einen Podcast von McKinsey reingehört. Thema: “What every leader needs to know about organizational management.“ Das war beruhigend, aber es war vor allem auch ernüchternd!
 
Beruhigend (wenn auch nicht neu) war, dass auch “die großen” meiner Zunft an den gleichen Problemen arbeiten, wie wir kleinen. Beruhigend war auch, dass sie im Allgemeinen keine besseren Lösungen haben – und im Speziellen hängt es ohnehin von der jeweiligen Konstellation, der Chemie zwischen Berater und Kunden ab… soweit so gut.
 
Ernüchternd (wenn auch nicht neu) war, dass auch “die großen” meiner Zunft an den gleichen Problemen arbeiten, wie wir kleinen….
 
Der Vorteil, den eine Beratung die seit 1926 im Markt ist nutzen kann, ist der Umfang der vorhandenen Datenbasis. Das bei einem solchen „data mining“ zutage getretene dramatische Element ist, dass sich in dieser langen Zeit so unglaublich wenig getan hat.

“10 zeitlose Wahrheiten” in Buchform

Die Autoren Mary Meaney und Scott Kelle des im Podcast thematisierten Buches haben „10 zeitlose Wahrheiten“ in Bezug auf Führungsthemen in Organisationen identifiziert und in drei Themenbereichen kategorisiert:

  1. Talente und Teams
  2. Entscheidungsfindung
  3. Kultur und Wandel

 
Im ersten Teil geht es darum, die “richtigen” Talente zu finden, fördern und die Teams so zusammenzusetzen und ihnen Rahmenbedingungen zu ermöglichen, dass ergebnisorientierte und zugleich gute Zusammenarbeit ermöglicht wird. (“1. How do I attract and retain the right talent? 2. How do I develop the talent we need to win?3. How do I manage performance to unlock our full potential? 4. How do I create a high-performing leadership team?“)
 
Im zweiten geht es um die Rahmenbedingungen für gute und zeitgemäß schnelle Entscheidungen (“5. How do I improve the quality and speed of decision-making? 6. How do I reorganize to capture maximum value quickly? 7. How do I reduce overhead costs sustainably?“) und im dritten darum, wie die Basis für eine Kultur geschaffen werden kann, die intern wie extern als Attraktor für das Unternehmen wirkt und den heutzutage notwendigen kontinuierlichen Entwicklungsprozesse bestmöglich unterstützt – auf der organisationalen, wie auf der individuellen Ebene (“8. How do I make culture a competitive advantage? 9. How do I lead organization-wide transformational change? 10. How do I successfully transition into a new leadership role?“).

Zeitloses Beharrungsvermögen

Was man daran erkennt ist tatsächlich echte, wahre, ungeschminkte Zeitlosigkeit – bzw. ein unglaubliches Beharrungsvermögen in alten Zuständen. Die Themen spiegeln die Herausforderungen, nach deren Lösungen Generationen von Führungskräften bereits gesucht haben. Und heute sind wir von den Lösungen genauso weit weg, wie schon immer und zugleich ihnen heute so nah wie nie zuvor.
 
Mein Eindruck, der sich beim Blick in das Buch „Leading Organizations: Ten Timeless Truths“, dass den Aufhänger für den Podcast lieferte, bestätigt. Wir scheitern noch immer an dem in der Industrialisierung richtigen, jetzt aber gefährlichen Glaubenssatz, der verbietet, die Fähigkeiten und das Wissen hierarchisch Untergeordneter als werthaltig und wertvoll zuzulassen. Ganz banal tun wir uns noch immer schwer damit, Zusammenarbeit mit gesundem Menschenverstand UND gesundem Menschengefühl anzugehen. Immer noch treibt uns die Angst zu unterliegen, blicken wir neidvoll und/oder mit Ablehnung auf andere. Noch immer lernen wir von klein auf, dass wir alleine für uns kämpfen müssen.

Eine neue Abhängigkeit

Doch zugleich verlangt das, was wir als technologische Entwicklungen in die Welt gebracht haben, einen anderen Ansatz. Wir sind heute nicht mehr abhängig von dem Wissen von Führung. Wir haben diese Abhängigkeit gegen die Notwendigkeit eingetauscht gemeinsame gute Arbeit zu leisten. Niemand kann heute mehr im Elfenbeinturm sitzen und sich seine eigene Welt malen. Wir alle wollen, wenn wir können und den Raum dafür erhalten, als (reflektierte) Erwachsene sinnvoll gemeinsam mit anderen etwas Wichtiges, Sinnvolles, Großes, „Richtiges“ erreichen.
 
Ob wir dies „digital“ oder „agil“ tun ist dabei zunächst Nebensache. Manchmal müssen wir die Ansätze vermischen, manchmal separieren. Immer muss “die Führung” sich allerdings klar werden, was sie will, dass Sie noch immer mit entscheidet, wohin die Reise guter (Zusammen)Arbeit geht. Wie viel Rahmen sie (frei)geben will. Wie sie sich selbst versteht.
 
Vorausschauende Führungen, die neuen „Colaborative Leader“ entlasten sich dabei, indem sie sich und anderen Raum geben, sich mit Menschenverstand und Menschengefühl, mit IQ, EQ und WeQ einzubringen. Andere wissen, dass sie den Weg bewusst gestalten müssen, um möglichst viele mitzunehmen, wieder andere schränken sich ein und die übrig gebliebenen, weniger offenen, werden (so meine Prognose) bald mit den Folgen leben müssen.
 

Die neue Wahrheit

Die zusätzliche „neue“ Wahrheit, die ich wahrnehme ist, dass es bei dem, was wir in Zukunft im Bezug auf Arbeit vor uns haben, immer mehr um immer weniger geht. Es geht um mehr Qualität und weniger Masse. Es geht darum gemeinsam optimale Ergebnisse zu erzielen, idealerweise in weniger Arbeitszeit. Es geht um mehr Top-Produkte und begeisterte Kunden und weniger Verschwendung von Ressourcen wie (Lebens)Zeit.
 
Um das zu erreichen, geht es um mehr Zufriedenheit und mehr Sinn und um weniger Stress und Belastung. Es geht um mehr besseres Arbeiten und nicht um bessere Mehrarbeit.
 
Damit schließt wieder der Kreis, denn auch hier geht es „ganz einfach“ um die Verbindung von IQ, EQ und WeQ.
 
Das Management, die Führung ist dabei der Motor, der die (Zahn)räder in Bewegung und zugleich den Rahmen setzt, im Positiven wie im Negativen. Bei allen Bottom-up Aktivitäten wie dem WOL, das enorme Auswirkungen auf den WeQ, das Gemein(schafts)verständnis hat, braucht es diesen Rahmen, um zukunftsgerichtet – und dann auch mehr miteinander – agieren zu können.
 
Die Kollegen von McKinsey haben dazu in den letzten Jahren den Organizational Health Check entwickelt – der natürlich auch Thema im Podcast ist. Ein Tool, dass stark an die Reflexionsinstrumente erinnert, die ich seit Jahren in meinem Portfolio habe und die seit 10 Jahren in über 150 Unternehmen weltweit hervorragende Einblicken liefern: Die Management- und Organisation-Design Checks von AgilityInsigts.
 
Wenn Sie herausfinden wollen, wie die Chancen für die Nutzung von IQ, EQ und WeQ bei Ihnen stehen, können Sie also entweder die Kollegen von McKinsey bemühen, oder einfach auch bei mir oder meinen Verbundpartnern bei AgilityInsights anfragen. Denn nur Sie als Führungskraft entscheiden, wann und wie sie zu Ihren zeitlosen Wahrheiten langfristig erfolgreiche Antworten und die besten Lösungen für Ihre Organisation finden.

Meine Tipps

  • Versuchen Sie den Kollegen und Mitarbeitern Raum für IQ, EQ und WeQ zu geben. Selbst wenn eines der Elemente mal weniger oder mal mehr vorhanden ist, in der Summe der Gemeinschaft ist meist alles ausreichend vorhanden. Und gehen Sie als Beispiel voran.
  • Werfen Sie einen Blick in die Zukunft und versuchen in mehr Qualität bei gleichzeitig weniger Quantität zu denken. Wie können Sie Ihr Geschäft hochwertiger positionieren, um dem Massenanbietern eine Schritt voraus zu sein.
  • Machen Sie sich bewusst, welchen Einfluss die Arbeitsstrukturen, Prozesse und eben auch die Führung hat. Betrachten Sie alle Elemente in ihrem Zusammenspiel und beseitigen Sie alle Hemmnisse für gute Zusammenarbeit.

 
Und der letzte Tipp ist nach diesem Artikel ohnehin klar. Wenn Sie Unterstützung suchen, dann nehmen Sie Kontakt zu mir oder einem meiner Verbundpartner auf. Sie an dieser Stelle optimal beraten können auch wir „ganz kleinen“ – vielleicht sogar besser und persönlicher.
 
Ich wünsche Ihnen einen entspannte und erfolgreiche Weg in die Zukunft Ihrer (Zusammen)Arbeit!