Der SelbsterHALTUNGstrieb der Organisation

Der SelbsterHALTUNGstrieb der Organisation

Das haben wir schon immer so gemacht. Warum sollen wir etwas ändern?

Schon immer mussten sich die Mitarbeitenden an die Systeme und Modelle anpassen, in denen sie gearbeitet haben. 

Doch spätestens, seitdem einige Unternehmen begonnen haben, agile Ansätze und New Work ihren Mitarbeitenden überzustülpen, heißt es immer: „Es geht um Haltung“, „Unsere Mitarbeiter müssen lernen, anders zu denken“. 

Zwar stehen wieder einmal die Mitarbeitenden im Fokus. Sie sollen wieder einmal sich, ihre Arbeitspersönlichkeit, ihr Tun verändern. Doch, wieder einmal, tut sich im „Restsystem“ wenig. Wieder einmal bleibt dort zu großen Teilen alles, wie es schon immer war. Wieder einmal bleibt die Art, wie das Unternehmen selbst agiert und funktioniert, erhalten. Never Change a running system – until it breaks.… Das Gesamtsystem muss (scheinbar) um jeden Preis erhalten bleiben. 

Auch ChatGPT sieht den Entwicklungsbedarf im Wesentlichen bei den Menschen:

„Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Haltung von Mitarbeitern nachhaltig zu verändern. Einige davon sind:

  1. Führung durch Vorbild: Eine Führungskraft, die eine positive Haltung hat und diese auch in ihrem Verhalten zeigt, kann eine große Inspiration für die Mitarbeiter sein.
  2. Kommunikation: Eine offene und transparente Kommunikation kann dazu beitragen, dass Mitarbeiter sich wertgeschätzt und gehört fühlen.
  3. Schulungen und Weiterbildung: Durch Schulungen und Weiterbildungen können Mitarbeiter die nötigen Werkzeuge und Kenntnisse erhalten, um ihre Haltung zu verändern.
  4. Belohnungen und Anerkennung: Mitarbeiter, die für ihre positiven Beiträge belohnt und anerkannt werden, sind eher bereit, ihre Haltung zu verändern.
  5. Mitarbeiterbeteiligung: Mitarbeiter, die an Entscheidungen beteiligt werden und das Gefühl haben, dass ihre Meinung wichtig ist, sind eher bereit, ihre Haltung zu verändern.

Es ist wichtig zu beachten, dass es keine “One-Size-fits-all”-Lösung gibt und dass jede Organisation andere Ansätze benötigen kann, um die Haltung der Mitarbeiter zu verändern. Eine Kombination verschiedener Ansätze kann am besten funktionieren.“

Ehrlich: Was für eine Arroganz! Was für eine beschränkte Sicht!

Auf der einen Seite stellen viele Unternehmen fest, dass sie zu langsam, zu komplex, zu zögerlich agieren. Sie wissen, dass es Veränderung braucht, sie spüren, dass das Alte nicht mehr taugt. Und was tun sie? Im Grunde nichts verändern!

Wieso soll ich flexibler agieren, wenn der Rahmen dafür nicht gegeben ist. Warum soll ich meine Arbeit priorisieren und in Sprints erledigen, wenn danach irgendwelche Entscheidungsgremien diese Arbeit ad absurdum führen, wenn sie neue Prioritäten setzen oder Anforderungen ändern? Warum soll ich Kosten sparen, wenn es so scheint, als würde das Geld an anderen Ecken mit vollen Händen raus geworfen?

Wer die Notwendigkeiten der Entwicklung auf den Mitarbeitenden ablädt, sollte sich nicht wundern, wenn die nach anderen Optionen suchen.

Wie wäre es, die Haltung der Menschen hinten anzustellen und die Haltung des Unternehmens zuerst anzuschauen und zu verändern.

Oft liegt es an den Widersprüchlichkeiten und Bremsen, die sich in den Modellen finden, an denen Arbeit ausrichten und die Strukturen und Prozesse bestimmen. Viel liegt an den Bürokratien, an den systembedingten Konflikten, an den Unverträglichkeiten der Führungsansätze, an der mangelnden Kommunikation, an der fehlenden Möglichkeit zur Partizipation in Bereichen wie Strategie, Entscheidungsprozessen, an Diskrepanzen zwischen den Erwartungen der Organisation und den Möglichkeiten, die sie den Mitarbeitenden bietet – und an so vielem anderen mehr.

Wie sehr diese die Wirksamkeit behindern, wie sehr sie auch die persönliche Arbeitsfähigkeit behindern, wie es anders aussehen könnte, all das kann man sich überlegen, man kann das alleine oder mit Kollegen reflektieren. Wer ein objektives Bild sucht und damit als Führungskraft zugleich den Startpunkt für eine größere Veränderung setzen will, der kann sich auch Hilfe holen. Hilfe, zum Beispiel im Form eines Management Zwillings, der die eigene Arbeitssituation reflektiert. Ein einfaches Tool mit enormer Aussagefähigkeit und der Möglichkeit, die optimalen Hebel für Veränderung anhand von Szenarien abzuleiten.

Wer das probieren möchte, einfach mal hier starten.

Die Zukunft jedes Unternehmens fängt mit den Menschen an, die bereit sind, sie in die Hand zu nehmen. 

So bekommst Du mehr Klarheit, Erfolg und Zufriedenheit im (neuen) Job!

So bekommst Du mehr Klarheit, Erfolg und Zufriedenheit im (neuen) Job!

2. Weihnachtstag, 18:20 Uhr. Um diese Zeit erwartet niemand wichtige e-mails. Schon gar nicht eine lieblose Standardmail mit der Absage auf eine Bewerbung. Es gibt wohl nur wenige Zeitpunkte, die ungeeigneter gewesen wären, die Erwartungen und Hoffnungen dieses engagierten Bewerbers krasser zu enttäuschen. 

Ich finde es erschreckend, wie auch modern wirkende, sich selbst als innovativ klassifizierende Unternehmen im Kontext Candidate Experience versagen. Und, nein, es geht mir hier nicht nur im diese eine mail, die, aus welchen Gründen auch immer, zu einer Unzeit kam. In diesem konkreten (und realen) Fall, war auch schon zuvor einiges passiert, bei dem ich die Beraterkollegen, die sich intensiver mit dem Recruiting befassen, die Hände über dem Kopf zusammenschlagen sehe.
Das Online Formular war zu 100% auf den Bedarf des Unternehmens, aber nur in minimalem Maße auf eine sinnvolle Benutzer Bewerberfreundlichkeit ausgelegt. Sei es die fehlende Einbindung von Business Social Media Plattformen (um z.B. den Lebenslauf zu übernehmen), die mangelhafte Information zum Ablauf und Prozess nach der Bewerbung bis zur maximalen Gehaltsintransparenz… Echten Talenten kommt man heute entgegen, statt ihnen das Leben schwer zu machen oder sie so herb zu enttäuschen…. 

Ich hatte zu dem Thema bereits im August einen Blogpost geschrieben, auf den ich jetzt gerne noch einmal verweise. Hier hatte ich ein größeres Paket mit Reflexionsimpulsen zusammengestellt, das enorm dabei hilft die individuell bester Richtung einzuschlagen. Um es ganz einfach zu machen kannst Du den „Careerhack (mini)“ als kostenfreies Angebot auf meiner website anfordern und erhältst ein PDF mit allen Fragen und weiteren Hinweisen.  

Auch hier empfehle ich, nicht alle Fragen zugleich beantworten zu wollen. Auch hier reicht es jede Woche einen Block in den Fokus zu rücken, zu diskutieren, die Antworten zu verschriftlichen und zu visualisieren. 

Sei(d) aber nicht zu kritisch, wenn du/ihr später feststellt, dass Dinge doch anders gelaufen sind, als geplant. Das Leben nimmt oft unerwartete Wendungen. Wenn es Abweichungen gibt, klärt, welche systematischen oder zufälligen Ursachen diese hatten, welche Wirkung die Veränderungen hatten und wie weit diese Abweichung vom Plan tatsächlich Einfluss hatte oder welche Vorteile sich daraus vielleicht auch ergeben haben. Wechsel(t) auch hier gerne mal die Perspektive.

Wenn Du nach mehr Reflexionsimpulsen suchst, auf lead42.de warten ca. 300 weitere Fragen auf Dich.  

Aus dem Nähkästchen: Wie sich in meinem Job gerade tut?! 

Bei (m)einem aktuellen Entwicklungsprojekt dreht sich alles um die Frage, wie es Organisationen gelingen kann, ihre neuen Geschäftsmodelle und die gewachsenen Organisationsstrukturen optimal aufeinander einzustellen. Oder andersherum gefragt: Wie sollten Geschäftsmodelle aussehen und funktionieren, die zur Organisation passen. Wo diese Passung nicht existiert, entsteht erfahrungsgemäß zu viel Ablehnung, Widerstand, Konflikte verfestigen sich und am Ende stehen Misserfolg, Kosten und Frust.

Wenn Du dies in Deiner Organisation vermeiden möchtest, melde Dich bei mir. Ich biete Dir neben der Führungs- & Organisationsberatung, wirksamen Tools und Ansätzen auch objektive Analysen zur (tatsächlichen und eigentlichen) Leistungsfähigkeit Deiner Organisation an. Ganz neu biete ich via Management Insights „Management Twins“ an, dynamisch virtuelle Kopien von Organisationen der realen Welt. Sie helfen bestehende Zustände zu bewerten, Chancen zu antizipieren, Veränderungen zu planen, Entscheidungen zu testen und diese Erfahrung für Spitzenleistungen in die reale Welt mitzunehmen.

Und auch sonst lohnt vielleicht ein Blick auf mein Angebot, das ich in den nächsten Wochen sukzessive überarbeite. Oder sprich mich einfach per mail auf Lösungen für Deine/Eure Problemstellungen an. 

Ich wünsche Dir in jedem Fall viel Erfolg auf Deinem Weg durch Dein Arbeitsleben und freue mich, wenn Dir mein Impuls dabei hilft.  

Und der Jobsucher/Potenzialanbieter vom Anfang…. 

… der sucht weiter, aber mit einem klareren Blick darauf, wie sich ein potenzieller neuer Arbeitgeber von Anfang an, von der Ausschreibung, über die Online Formulare bis hin zu den Gesprächen verhält und darstellt. Denn eine Zusammenarbeits- und Innovationskultur, die Menschen zu begeisterten Mitarbeitenden macht, fängt nunmal ganz vorne an. 

Wenn Du meinen Gedanken und Impulsen zur Weiterentwicklung von Organisationen und der Entwicklung von Führung langfristig folgen möchtest, dann abonniere meine Blognews. Du erhältst dann als erster den Hinweis auf neue Blogposts in Dein Email Postfach, noch vor der Veröffentlichung auf den Social Media Plattformen.