Durchblick · ohne Befragung

Prüflast-Befund

Was Ihre Systeme erzeugen, und wer es prüft. Zwei Zahlen, die in Ihrem Unternehmen noch nie nebeneinanderstanden, und eine Liste der Funktionen, über die niemand entschieden hat.

Worum es geht

In den letzten achtzehn Monaten ist in den meisten Organisationen etwas passiert, das niemand beschlossen hat. Software hat mit einem Update Funktionen bekommen, die vorsortieren, bewerten oder in eine Reihenfolge bringen. Das stand in den Versionshinweisen, und Versionshinweise liest kaum jemand.

Gleichzeitig kommt an den Prüfstellen mehr an, also dort, wo im Ablauf jemand prüft und freigibt. Die Stunden dort sind gleich geblieben. Die Differenz verschwindet nicht. Sie landet bei einer Person, die sie weder bestellt noch bemerkt hat, meistens bei der, die am Ende unterschreibt.

Der Prüflast-Befund macht diese Differenz zu einer Zahl. Er arbeitet nur mit Daten, die ohnehin anfallen, und befragt niemanden. Das ist Absicht: In einer Befragung räumt kaum jemand ein, eine Prüfung nicht mehr leisten zu können.

Für wen

  • Geschäftsführungen und Inhaber von Unternehmen mit 40 bis 600 Beschäftigten, die wissen wollen, was ihre Systeme tatsächlich entscheiden.
  • Unternehmen mit einer Management-Standortbestimmung, die die Selbstauskunft gegen Systemdaten halten wollen.
  • Aufsichtsräte, Beiräte und Compliance, die vor einer Entlastung wissen müssen, worauf Freigaben tatsächlich beruhen.
  • Betriebsräte, die die Mitbestimmung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG beurteilen und dafür wissen müssen, welche Systeme überhaupt bewerten.

Typische Anlässe: vor einer KI-Richtlinie, nach einem Beinahe-Vorfall bei einer Freigabe, vor einer Investition in weitere Werkzeuge, bei der Vorbereitung einer Betriebsvereinbarung.

So läuft es ab

  1. Klarheitsdialog und Zuschnitt, 45 Minuten. Wir legen fest, welche Entscheidungsstrecken gemessen werden. Zwei bis vier reichen, typisch sind Beschaffung, Eingangsrechnungen, Bewerbungen und Servicetickets.
  2. Datenübergabe, ein halber Tag auf Ihrer Seite. Exporte aus Systemen, die Sie ohnehin betreiben: Freigabeprotokolle, Ticketsystem, Beschaffung, Änderungshistorien der Fachsysteme. Ausgewertet werden Vorgänge und Prüfstellen, keine Personen. Wo ein Betriebsrat besteht, klären wir den Zuschnitt vorher mit ihm.
  3. Auswertung ohne Ihre Beteiligung. Gemessen werden der Durchsatz vor jeder Prüfstelle, heute und vor achtzehn Monaten, die rechnerische Zeit je Vorgang bei sechs konzentrierten Stunden am Tag und die Änderungsquote, also der Anteil der Vorgänge, bei denen die Prüfung etwas verändert hat. Parallel werden achtzehn Monate Versionshinweise Ihrer Fachsysteme auf eine Frage gelesen: Welche Funktion, die vorsortiert, bewertet oder in eine Reihenfolge bringt, ist unbemerkt dazugekommen?
  4. Meine Lesezeit, im Bericht ausgewiesen. Die Maschine liefert Kandidaten. Welche davon stimmen, entscheide ich, und der Bericht nennt die Stunden dafür und das, was ich verworfen habe.
  5. Standortdialog, 90 Minuten. Wir halten die Zahlen gegen Ihre Zuständigkeiten: Wo gehört eine Entscheidung einem Menschen, dem das Tempo keine Zeit dafür lässt?

Dauer: zwei bis drei Wochen. Ihr Aufwand: ein halber Tag und zwei Termine.

Was Sie am Ende in der Hand haben

  • Das Zahlenpaar je Prüfstelle: was ankommt, gegen die Zeit, die dafür vorgesehen ist, verglichen mit dem Stand vor achtzehn Monaten.
  • Die Änderungsquote. Liegt sie nahe null, laufen diese Vorgänge faktisch unbeaufsichtigt, gleich, was Ihre Freigaberegelung sagt.
  • Die Liste der eingebauten Funktionen mit dem Datum, an dem sie erschienen sind, und der Entscheidung, die sie berühren.
  • Die Konfliktzeilen, in denen Zuständigkeit und Tempo nicht zusammenpassen.
  • Einen Bericht, den Sie einem Aufsichtsgremium vorlegen können, mit ausgewiesener Datengrundlage und ausgewiesener Prüfzeit.

Preise

Kompakt: 3.400 €
Zwei Entscheidungsstrecken, Inventur der Fachsysteme, Bericht und Standortdialog.
Erweitert: 5.900 €
Vier Entscheidungsstrecken, dazu ein Vergleich der durchgekommenen mit den abgelehnten Fällen und eine Vorlage für die Gefährdungsbeurteilung nach § 5 Abs. 3 Nr. 6 ArbSchG.
Im Turnus: ab 2.200 € je Durchgang
Dieselbe Messung jedes Quartal. Ab dem zweiten Durchgang steht die Datenanbindung, und auf Ihrer Seite fällt fast kein Aufwand mehr an.

Alle Preise zzgl. MwSt. Ein vorliegender Report aus der Management-Standortbestimmung wird auf den Zuschnitt angerechnet.

Abgrenzung

  • Management-Standortbestimmung: Sie misst über Selbstauskunft, wie der Führungskreis die Organisation einschätzt. Der Prüflast-Befund misst, was die Systeme tun. Nebeneinander gelesen zeigen beide den Abstand zwischen berichteter und gebauter Lage.
  • IT-Audit oder Software-Inventar: Es listet, welche Systeme laufen und wie sie lizenziert sind. Hier geht es um die Entscheidungen, die sie berühren.
  • KI-Readiness-Assessment: Es fragt, wie weit ein Unternehmen mit KI ist. Die Antwort kommt zuverlässig aus der Projektliste und übersieht den größten Teil dessen, was tatsächlich läuft.

Was dieses Angebot nicht kann

Der Befund zeigt, wo die Differenz landet. Ob Ihr Unternehmen sie tragen will, ist eine Wertentscheidung, und die nimmt er Ihnen nicht ab.

Und er hängt an dem, was protokolliert wird. Wo eine Entscheidungsstrecke keine Spur hinterlässt, findet die Messung nichts. Diese Leerstelle ist selbst ein Befund, nur selten der, den Sie bestellt haben.

Woher die Methode kommt

Die Rechnung dahinter beschreibe ich in Wer prüft, zahlt. Die Rechnung hinter der KI-Ersparnis (tredition 2026), dem ersten Band der Reihe „Organisation unter KI“. Zehn Fragen für die Einführung von KI, jede mit einer Messgröße, stehen im freien Whitepaper „Was KI an Ihrer Ordnung prüft“.

Nächster Schritt

Der Einstieg ist ein Klarheitsdialog. Dort klären wir, welche Entscheidungsstrecken sich lohnen und ob die Datenlage reicht. Wenn Sie vorher allein prüfen wollen, ob das Thema Ihre Lage beschreibt: Die Situationsanalyse aus „Wer prüft, zahlt“ dauert fünfzehn Minuten und liegt frei auf der Reihenseite.