Tragfähig. Menschlich. Zukunftsfähig.

 

Was Organisationen aus 800 Jahren Verfassungsgeschichte lernen können

Sieben Essays. Ein Gedanke: Wer Werte nur appelliert statt sie zu verankert, verliert sie im Ernstfall.

Kostenlos – als E-Book – ganz ohne Anmeldung.

 

 

Mir wird in diesem Jahr beim Zeitunglesen öfter mulmig, als mir lieb ist.

Ich kann kaum glauben, wie  schnell Institutionen kippen, die ich für stabil hielt, wie normal Sätze inzwischen klingen, bei denen ich vor drei Jahren noch gestutzt hätte.

Ich beschäftige mich seit 15 Jahren beruflich mit der Frage, wie Organisationen halten. Was mich gerade umtreibt: Diese Frage stellt sich längst nicht mehr nur für Unternehmen. Sie stellt sich für ganze Staaten.

Washington, 2025.
Institutionen, die Jahrzehnte gehalten haben, lösen sich in Monaten auf. Per Ernennung, Erlass, per ignoriertem Gerichtsurteil. Schritt für Schritt, jeder für sich beinahe legal. Aus einer Demokratie wird eine Autokratie. Dekret für Dekret.

Berlin, 2025.
Der politische Diskurs verschiebt sich Woche für Woche in Richtung derer, die die liberale Demokratie am liebsten ganz loswürden. Der Raum des Sagbaren wandert, bis Sätze normal klingen, die vor Kurzem noch unmöglich waren.

Der Schutz einer Demokratie ist dünner, als die meisten glauben, wenn er auf die Anständigkeit der gerade Mächtigen setzt. Das Grundgesetz hat diese Lehre 1949 in die härteste Form gegossen, die es gibt: die Ewigkeitsklausel. Bestimmte Prinzipien darf keine Mehrheit mehr ändern, egal wie groß. Die Väter des Grundgesetzes hatten erlebt, wie sich eine demokratische Verfassung demokratisch selbst abschafft. Das wollten sie kein zweites Mal zulassen.

Was für Staaten gilt, gilt für Organisationen genauso.

Die meisten verlassen sich auf dieselbe brüchige Grundlage: dass die richtigen Menschen am richtigen Platz schon das Richtige tun werden. Das hält, solange der Druck klein bleibt. Der Druck bleibt selten klein.

Genau darüber hab ich diesen Essay geschrieben. Er nimmt Dich mit auf eine Reise durch 800 Jahre Verfassungsgeschichte, und zeigt, warum sie heute so aktuell ist wie nie. Du liest darin, wieso …

→ Zappos sich 2013 an seinem eigenen Organisationsmodell zerlegte, mit einer der größten freiwilligen Kündigungswellen der Firmengeschichte.
→ Valve, gefeiert als Vorbild für „keine Chefs", intern über ein ungeregeltes Peer-Ranking Gehalt und Kündigung entscheidet.
→ ein einziger Satz im Eigentumsvertrag von Patagonia die Nachhaltigkeit der Firma für immer unumkehrbar gemacht hat.

Vier Verfassungstraditionen, ein gemeinsames Muster, und eine Frage, die am Ende bei Dir landet: Worauf verlässt sich Deine Organisation gerade wirklich?

„Tragfähig. Menschlich. Zukunftsfähig." Kostenlos, ohne Anmeldung, zum Lesen direkt hier oder als PDF zum Mitnehmen.

Fang einfach an.