- „Pädagogen bezeichnen mit einer konstruktiven Fehlerkultur … das Lernen aus Fehlern stattfindet.
- Qualitätsmanager verstehen unter einer optimalen Fehlerkultur vor allem Fehlervermeidung….
- Innovationsmanager hingegen streben nach Neuerungen und betrachten Fehler als Chance. Darum treten sie für eine starke Fehlerfreundlichkeit ein….
- Vertreter der Lernenden Organisation sprechen demgegenüber vor allem von Fehleroffenheit und innovativem Lernen….“
Manchmal sind es die kleinen Dinge, auf die wir achten sollten, weil sie großes bewirken, im positiven, wie im negativen. Oft genug sind es dabei Worte, Bilder und Taten, die rational und emotional einen Unterschied ausmachen.
Für mich ist ein solches Wort „Fehlerkultur“. Wenn ich den Begriff höre, stellen sich mir automatisch die Nackenhaare hoch. Nicht, dass ich keine Fähler machen würde und deshalb darauf so heftig reagiere. Im Gegenteil, auch mir passieren zu oft Dinge, die ich gerne vermieden hätte. Einige sind Fehler, andere Irrtümer. Beide sind gut, denn sie helfen mir entweder meine Aufmerksamkeit zu schärfen oder sie gestatten mir, meine Annahmen zu überdenken und daraus zu lernen.
Was mich aber noch mehr auf die Palme bringt, als eine häufig fehlende Differenzierung und damit verpasste Chance zur Reflexion, ist, dass der Begriff allein schon schlecht gewählt ist.
Ich habe - ohne hier zu tief zu bohren - Wikipedia zu Hilfe genommen, um mehr über die unterschiedlichen Auslegungen des Begriffs zu erfahren. Siehe da, allein hier sind 4 stark unterschiedliche Interpretationen und damit auch Ansätze für „Fehlerstrategien“ aufgeführt: