Die Weihnachtszeit ist traditionell die Zeit der Ruhe, der Besinnung und des Rück- und Ausblicks. Es ist die Zeit, in der wir versuchen zu verstehen, was war und was sein wird und die Zeit einen Schritt zurückzutreten, um kritisch zu hinterfragen und (vielleicht) ein wenig besser zu verstehen, was uns an- und umgetrieben hat und worauf wir uns vorbereiten können und sollten.
Mit unserem Verstand, mit unserem Gefühl, unseren Emotionen und zugleich als Teil und damit zugleich als Gefangene, Bewacher und Befreier der Systeme, in denen wir agieren, können wir wahrnehmen, was uns gutgetan und was uns geschadet hat. Manches scheint dabei unausweichlich gewesen zu sein, manches gewollt. Manches hat uns erfreut, manches uns erzürnt.
Weihnachten ist zugleich das Symbol für das Neue. Für einen Neubeginn geboren aus der Hoffnung auf das Kommende, für den sich zur Realität wandelnden Wunsch, für die Ablösung unliebsamer Begleitumstände und die Neugestaltung einer besseren Zeit. Es ist die Zeit, auf der die Propheten gewartet haben, um aus den vorherigen wagen Vermutungen der Vordenker, Vorbilder und Vormacher nun neue, inspirierende Geschichten zu entwerfen.
Ein Neubeginn den ich gerne, endlich, mit mehr Geschichten von mehr Vordenkern, mehr Vorbildern und mehr Vormachern beschrieben sehen möchte, ist der Neubeginn dessen, was wir als Arbeit bezeichnen.
Arbeit in der Welt, die wir kennen, ist Arbeit, die Macht verleiht, die Steuerung und Effizienz ins Zentrum ihres Denkens stellt. Es ist Arbeit, die das Ziel hat Profite zu erzielen, die oft nur wenigen dienen und dabei (immerhin) vielen soviel gibt, dass es (mehr oder weniger) gut zum Leben reicht (zumindest in unserer westlichen Welt). Es ist Arbeit, die oft als Pflicht (und Broterwerb) empfunden wird und weniger als Chance.
Andere sehen Arbeit schon heute als etwas, das Anerkennung, Wirkung und Effektivität ins Zentrum der gemeinsamen Aktivität stellt. Es ist Arbeit, die das Ziel hat, Dinge in die Welt zu bringen, die diese Welt (er)lebenswerter macht. Dinge, die vielen nützen und wenigen, oder gar nicht schaden. Es ist Arbeit, die als Wertbeitrag und Chance empfunden wird und weniger als Pflicht.
Es ist ein fundamentaler Wandel im Verständnis des Wofür und Wie der Arbeit. Ein Wandel, der sich in dem Modellen der Gestaltung der Zusammenarbeit (Management, Führung und Organisationsgestaltung) und in seinen Ergebnissen für die Gesellschaft und die Zukunft unseres Planeten ausdrückt. Ein Wandel, der den Weg von der Idee eines „Shareholder Value“ über die des „Stakeholder Value“ zu der des „Sustainable Value“ beschreibt. Ein Wandel, der vom Fokus auf die Investoren, über den Fokus auf den Kunden schließlich den Fokus auf die Gesellschaft und das Wohl des Planeten richtet. Nicht als frommer Wunsch, sondern als fundamentale Notwendigkeit.
Es ist ein Wandel, der jenseits von singulären Lösungen für singuläre Problemstellungen, das Große im Blick hat. Es ist ein Wandel, der statt Einzelkonzepten wie Agilität, Holo- oder Soziokratie, wie Meritokratie oder Adhoccracy, wie Selbstorganisation oder organisationaler Demokratie mit übergreifenden Metakonzepten die großen Fragen in den Blick nimmt. Fragen wie: „Welche Wirkung wollen wir (als Unternehmen Gesellschaft und Menschheit) erzielen?“, „Wie schaffen wir den Arbeits-Entscheidungs-Gestaltungs-FreiRaum, den jeder einzelne für diese ZusammenArbeit braucht?" oder „Wie binden wir das Wissen und die Potenziale aller ein?“. Wie kommen wir zu den Antworten auf die Kernfragen: „Wer sind und woher kommen, heute und in Zukunft, die ‚powerful people‘?“ und „Was können wir diesen Menschen geben, um ihr volle Wirkung zu erzielen?“ ?
Für mich sind es diese großen Fragen, die mich antreiben - auch wenn ich auf dem Weg weiterhin meine Wirksamkeit an den kleinen (und großen) Themen und Problemstellungen meiner Kunden entfalte. Denn: es fehlt (mir) etwas, um die große Wirkung zu erzielen, die wir alle, die globale Gesellschaft, jedes Land, jedes Unternehmen und jeder von uns braucht: Die Möglichkeit von den besten zu lernen.
Trotz all unserer virtuellen Verbundenheit, trotz (oder wegen) einer Kommunikation, die es in dieser Größenordnung nie gab und die in ihrem Ausmaß weiterhin exponentiell steigt, fehlt der direkte und umfängliche Zugang zu den wirklich großen Vordenkern, den Vorbildern und den Vormachern den Menschen also, die Impulse und Hinweis geben können, wie wir gemeinsam (!) die großen Themen angehen können.
Darum möchte ich mit (m)einem Weihnachtswunsch schließen, den wir alle in 2020 ausgestalten können:
Lasst uns die 10 x 10 Vordenker, Vorbilder und Vormachen finden, die uns inspirieren können. Lasst uns diesen 10 x 10 eine Plattform, einen Raum und viele Gelegenheiten geben, sich zu finden und auszutauschen und uns alle partizipieren zu lassen.
10 Menschen aus 10 Bereichen, die alle wichtig sind für unsere Zukunft.
Lasst und 10 x 10 Perspektiven, 10 x 10 x 10 Kooperationen und 10 x 10 x 10 x 10 Ideen entwickeln, um die Zukunft von (unserer) Arbeit so zu gestalten, dass wir das Ergebnis gerne unseren Kindern empfehlen und uns freuen, ihnen eine Basis geschaffen zu haben, die uns und ihnen würdig ist.
Das ist allerdings ein Wunsch, dem ich alleine niemals näher kommen kann, als ihn hier auszusprechen. Um ihn zu realisieren braucht es mehr, als mich. Es braucht Vernetzer und Organisationen, bestehende Netzwerke und Medienpartner. Es braucht die Weisheit und die Ideen der Vielen, den Austausch und die gegenseitige Inspiration und Unterstützung. Es braucht einfach viel Kraft, viel Energie und viel Leistung. Es braucht dich, dich, dich, dich und dich.
Aber: Wie so vieles, beginnt auch dies im Kleinen: Es beginnt, wenn jeder für sich damit startet, die 10 Menschen zu finden und anzusprechen, die ihn/sie inspirieren die eigene Zukunft zu gestalten. Sagt ihnen, was sie für euch bedeuten und inspiriert sie, sich mit euren anderen Favoriten zu vernetzen.
Vielleicht ist ja Gelegenheit, jetzt zu Weihnachten in der Zeit der Ruhe, der Besinnung und des Rück- und Ausblicks diese ersten 10 Menschen für dich zu finden.
Ich wünsche dir eine frohe, gesegnete, inspirierende und erholsame Zeit.
- Juni 2026
- Februar 2026
- Januar 2026
- Oktober 2025
- August 2025
- Juni 2025
- Mai 2025
- April 2025
- Februar 2025
- Januar 2025
- Dezember 2024
- Oktober 2024
- September 2024
- Juni 2024
- März 2024
- Februar 2024
- Januar 2024
- Dezember 2023
- November 2023
- Oktober 2023
- September 2023
- August 2023
- Juni 2023
- Mai 2023
- April 2023
- März 2023
- Februar 2023
- Januar 2023
- Dezember 2022
- November 2022
- Oktober 2022
- September 2022
- August 2022
- Juli 2022
- Mai 2022
- März 2022
- Februar 2022
- Dezember 2021
- November 2021
- Oktober 2021
- September 2021
- August 2021
- Juli 2021
- Juni 2021
- Mai 2021
- April 2021
- März 2021
- Februar 2021
- Januar 2021
- Dezember 2020
- November 2020
- Oktober 2020
- September 2020
- August 2020
- Juli 2020
- Juni 2020
- Mai 2020
- April 2020
- März 2020
- Februar 2020
- Januar 2020
- Dezember 2019
- November 2019
- Oktober 2019
- September 2019
- August 2019
- Juli 2019
- Juni 2019
- Mai 2019
- April 2019
- März 2019
- Februar 2019
- Januar 2019
- Dezember 2018
- November 2018
- Oktober 2018
- September 2018
- August 2018
- Juli 2018
- Juni 2018
- Mai 2018
- April 2018
- März 2018
- Februar 2018
- Januar 2018
- Dezember 2017
- November 2017
- Oktober 2017
- September 2017
- August 2017
- Juli 2017
- Juni 2017
- Mai 2017
- April 2017
- März 2017
- Februar 2017
- Januar 2017
- Dezember 2016
- November 2016
- Oktober 2016
- September 2016
- August 2016
- Juli 2016
- Juni 2016
- Mai 2016
- April 2016
- März 2016
- Februar 2016
- Januar 2016
- Dezember 2015
- November 2015
- September 2015
- August 2015
- Juli 2015
- August 2014