In einem anderen aktuellen Beitrag habe ich über „die Zukunft der CxOs“ geschrieben. Hier geht es mir um "die CxOs der Zukunft" - die etwas vollständig anderes sind. Lassen Sie sich überraschen!
Wenn Unternehmen erkennen, dass es Zeit ist sich (von innen heraus) weiter zu entwickeln geht es oftmals auch darum, neue Rollen zu finden, sich mit diesen zu arrangieren, sie auszufüllen und zu leben. Denn, das kristallisiert sich langsam heraus: in Organisationswelten, die zukünftig in maximaler Sicherheit und Stabilität gedeihen wollen, geht es darum den Fokus der Aufmerksamkeit auf die Themen „digital und sozial“ zu richten und mehr Flexibilität und Wahlfreiheit einzuräumen und (er)lebbar zu machen. Es geht hier viel mehr darum Vertrauen zu geben und zu vermitteln. Denn nur hier entsteht die Offenheit zur kontinuierlichen Weiterentwicklung, Raum für einen gemeinsamen, beseelenden Sinn und damit die Energie den aktuellen Turbulenzen eine veränderte Logik entgegenzusetzen.
Am Ende geht es darum, sich alle (alten und neuen) Rollen und Aufgaben anzusehen und zu schauen, was sich warum verändert und wie man sie zeitgemäß neu fassen und zuordnen kann.
Die CxO Chancen
Denkt man im einem solchen Szenario weiter, entstehen eine Vielzahl von neuen CxO Rollen, also Bereichen in denen temporär jemand den lead übernimmt und die Organisation so weiter in die Zukunft trägt. Dies reicht- vom CAO (Chief Agility Officer - der die Adaptionsfähigkeit der Organisation im Blick hat, sie fordert und fördert),
- über den CBO (Chief Belonging Officer - der das Zusammengehörigkeitsgefühl der Belegschaft und insbesondere auch des Netzwerks um die Organisation herum betrachtet und gezielt verstärkt),
- den CCO (dem Chief Chances Officer - der die Chancen und Risiken, die die Zukunft für die Organisation bereithält aufzeigt und hilft daraus Entwicklungsmöglichkeiten zu gestalten),
- den CDO (Chief Dialoge Officer - der die vielfältigen Dialoge, die Klarheit bei der Zusammenarbeit und Kommunikation vergrößern, anstößt und moderiert),
- den CEO (Chief Ecology Officer - der sich auf die Umwelt(schutz)belange und den Ressourcenverbrauch der Organisation fokussiert),
- den CMO (Chief Meaning Officer - der die individuelle Bedeutung der Aufgaben und Rollen der Mitarbeiter mit diesen reflektiert und in Kongruenz mit dem gemeinsamen Ziel bringt),
- den CNO (Chief Network Officer - der die Netzwerke im Unternehmen und vor allem auch die nach außen gerichteten aufbaut und pflegt),
- den COO (Chief Openness Officer - der für Offenheit für bzgl. neuer Aufgabenfelder und Rollen - aber auch neuer Entwicklungen und Veränderungen Sorge trägt),
- den CPO (Chief Purpose Officer der den tieferen Sinn der Organisation für die Mitarbeiter, die Umwelt und die Gesellschaft regelmäßig hinterfragt und diskutiert),
- den CRO (Chief Respect Officer - der beobachtet, wie miteinander umgegangen wird und z.B. auch kulturübergreifende Unterschiede aufmerksam macht),
- den CSO (Chief Sustainability Officer - der sich um die Nachhaltigkeit der Aktivitäten der Organisation kümmert),
- den CTO (Chief Transparency Officer - der für die Transparenz und Verständlichkeit von Ereignissen und Zahlen in der Organisation sorgt),
- den CTO(2) (Chief Trust Officer - der die Basis gegenseitigen Vertrauens betrachtet und dafür sorgt, diese kontinuierlich zu verbessern)
- bis hin zum CVO (Chief Values Officer - der sich mit dem Wertefundament auseinandersetzt)
- und dem CZO (Chief Zeitgeist Officer - der die Organisation aus einer Innen- und Außenbetrachtung heraus auf der Höhe der Zeit hält - in Bezug auf die Produkte, die Kommunikation, den ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Beitrag)