Brauchen wir ein Management Re-framing….weil der alte Rahmen Zukunft (zer)stört!?
Management ist märchenhaft - in manchen Unternehmen zumindest. Aber, unter „märchen“haft kann man ja auch etwas anderes verstehen.
Kennt ihr den Muhtiger?
„Der Muhtiger war schon kurz nach seiner Geburt zum Waisen geworden. Seine Mutter wurde von Wilderern getötet, weshalb ihn ein paar Kühe zu sich aufgenommen hatten, um ihn aufzuziehen. In den ersten Monaten dachte sich der Muhtiger nichts dabei, dass seine Adoptiveltern und seine Spielkameraden so anders aussahen als er. Er dachte sich auch nichts zu seinem Namen, den die Kühe ihm gegeben hatten, weil er zwar ein Tiger war, aber eben auch versuchte, sich wie die Kühe zu artikulieren. Er dachte sich auch nichts dabei, sich, wie die Kälber, vornehmlich von der Milch der Kühe zu ernähren und fraß, wie die anderen auch, ab und zu einen Büschel Gras. Das schmeckte ihm zwar anfangs nicht wirklich, aber er gewöhnte sich an dieses Ritual.
Nach einem halben Jahr jedoch wuchs sein Appetit auf etwas anders als Milch. Er konnte sich das auch nicht erklären und behielt diesen abnormen Wunsch für sich. Er fühlte ab jetzt immer mehr, dass die natürlichen Grenzen, die das Leben bei den Kühen für ihn mit sich brachten, nicht zu dem passt, was er tun wollte und konnte.
Mit der Zeit wurde er stärker und stärker. Er veränderte sich und ihm wurde bewusst, das er ein anderes Leben führen wollte, ja, musste. Zu dieser Zeit wurde es im Lebensraum der Kühe zunehmend ungemütlich. Es regnete öfter und die Weiden, die die Kühe normalerweise nutzten, standen immer häufiger unter Wasser. Was zunächst noch wie ein auskömmliches Stück Land aussah, wurde immer mehr zu einer Schlammwüste, die nicht mehr das an Nahrung und Schutz hergab, was die Herde braucht. Doch niemand in der Herde war bereit, dass angestammte Gebiet zu verlassen. Niemand dachte auch nur daran, dass es woanders besser sein könnte. Die Herde hatte schließlich schon immer in diesem Gebiet gelebt. Seit Generationen war es nie nötig gewesen, den eigenen Dank- und Handlungsrahmen zu verlassen.
Doch der Muhtiger wusste, dass es an der Zeit war, seine und die Grenzen, die die Kühe sich selbst gesetzt hatten, zu überwinden. Er machte sich auf und erkundete die Gegend. Ihm fiel auf, dass es noch viele andere Tierarten gab, die Ihren eigenen Lebensraum gefunden, diesen klar abgegrenzt und sich darin gut eingerichtet hatten. Ihm viel aber auch auf, wie sehr sich die vielen Tiere damit beschränkten, weil es ausserhalb dieser festgelegten Gebiete so viele andere Nahrungsquellen gab. Schließlich fand der Muhtiger, gar nicht weit von der alten Wiese entfernt neue Weiden, mehr noch, er fand ganze Weidegebiete, die nach und nach durchstreift werden konnten, ohne, dass jemals das Gras für die Kühe ausgehen würde. Und er fand noch etwas: Weitere Tiger!
Er erkannte sofort, dass er sich sein Leben lang an Beschränkungen und Glaubenssätze gehalten hatte, die ihn eingeschränkt, sein natürliches Handeln begrenzt und ihm nicht erlaubt hatten, so zu leben, wie es für ihn richtig gewesen wäre. Er erkennt aber auch, das die Kühe nicht anders gekonnt hatten, als ihm zu vermitteln, was sie selbst über Generationen erlebt und gelernt hatten.
Schließlich verließ der Muhtiger seine Herde, ließ auch das „muh“ hinter sich und wurde von den Kühen nur noch "mutiger Tiger" genannt, denn auch sie haben verstanden, das es sein Mut gewesen war, der sie gerettet und ihnen neue Möglichkeiten aufgezeigt hatte.“
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