05.06.26 | Blog, Management |
In den letzten Monaten haben wir ein Szenario erlebt, das bei vielen Organisationen einen Nerv trifft, weil es so vertraut wirkt: Ein groĂer Netzbetreiber strauchelt genau an der heikelsten Stelle â dort, wo Kundenerwartungen, Regulierung und betriebliche RealitĂ€t aufeinandertreffen. Betreiber von Photovoltaikanlagen berichten, dass sie seit Monaten auf ihre EinspeisevergĂŒtungen warten, in manchen FĂ€llen sogar schon lĂ€nger als ein Jahr, wĂ€hrend VerbraucherschutzverbĂ€nde und die Bundesnetzagentur eine wachsende Zahl von Beschwerden verzeichnen.
Die Regulierungsbehörde reagiert und leitet ein Aufsichtsverfahren gegen die Westnetz GmbH ein. In öffentlichen Mitteilungen werden als GrĂŒnde unter anderem ein starker Anstieg der Nachfrage nach NetzanschlĂŒssen sowie Probleme bei einer IT-Migration genannt. Medienberichte erwĂ€hnen zusĂ€tzlich Tausende von Beschwerden und ein groĂes IT-Projekt, das genau an der Kundenschnittstelle zu massiven Störungen gefĂŒhrt hat.
Wer sich mit moderner Managementforschung auskennt, ist von solchen Entwicklungen kaum ĂŒberrascht. In âUnmanagedâ beschreiben wir eine RealitĂ€t, die viele FĂŒhrungskrĂ€fte aus ihrem eigenen Alltag kennen, ĂŒber die aber selten offen gesprochen wird: Es besteht eine erhebliche Kluft zwischen dem, was als Standard fĂŒr gutes Management gilt, und dem, was in Organisationen tatsĂ€chlich praktiziert wird. Daten aus unserer Global Executive Survey zeigen, dass viele Unternehmen nur einen moderaten Reifegrad erreichen und somit auf einem Niveau agieren, das fĂŒr stabile Umgebungen ausreichend ist, in dynamischen Situationen jedoch zu wenig Reserven bietet.
Im Fall von Westnetz und Westenergie erkennen wir genau diese Muster. Als groĂer Verteilnetzbetreiber ist Westnetz Teil der Westenergie-Gruppe und damit in eine Unternehmensstruktur eingebettet, die stark auf Standardisierung und Effizienz ausgerichtet ist. Nach eigenen Angaben sieht sich Westnetz einem starken Anstieg an AnschlussantrĂ€gen fĂŒr PV-Anlagen, WĂ€rmepumpen, Ladestationen und Speichersysteme gegenĂŒber, wĂ€hrend gleichzeitig eine umfangreiche IT-Migration dazu fĂŒhrt, dass DatensĂ€tze im System hĂ€ngen bleiben und manuelle Nachbearbeitung erfordern.
In âEigentlich wussten wir dasâ (erscheint vorauss. im November 2026) beschreibe ich genau diese Art von Situation. An theoretischem oder methodischem Wissen mangelt es selten. Die Beteiligten sind sich der Risiken groĂer IT-Migrationen im laufenden Betrieb bewusst; sie kennen die Wachstumsprognosen fĂŒr die dezentrale Erzeugung; und sie wissen, dass die Kundenschnittstellen wĂ€hrend der Energiewende einer deutlich höheren Belastung ausgesetzt sein werden. Die Bundesnetzagentur weist seit Jahren darauf hin, dass Anlagenbetreiber Anspruch auf rechtzeitige VergĂŒtung haben, und warnt vor möglichen Verzugszinsen im Falle von Verzögerungen. Dennoch werden Projekte so geplant, dass âOperationen am offenen Herzenâ in einer Phase maximaler KapazitĂ€tsauslastung stattfinden, wĂ€hrend die VerarbeitungskapazitĂ€ten knapp bemessen bleiben.
Das fĂŒhrt zu âunkontrolliertenâ Situationen â nicht, weil niemand das hĂ€tte vorhersehen können, sondern weil Management so verstanden wird, dass es einmal eingerichtet wird und dann so ungestört wie möglich laufen soll. Der Fall Westnetz ist daher weniger eine exotische Ausnahme als vielmehr ein Spiegelbild fĂŒr viele Organisationen, die derzeit unter hohem Transformationsdruck stehen. Die Frage ist nicht, ob der nĂ€chste Engpass kommt, sondern wie gut wir vorbereitet sind, wenn er sich abzeichnet.
Was wirklich hinter solchen Krisen steckt
In âUnmanagedâ zeigen wir, dass solche ErklĂ€rungen zwar richtig sein mögen, aber nur einen Teil der Wahrheit widerspiegeln. Dahinter verbergen sich Managementmuster, die sich ĂŒber Jahre hinweg entwickelt haben und erst in einer Krise voll zum Vorschein kommen.
Wenn eine Organisation an der Kundenschnittstelle sichtbar versagt, neigen wir dazu, im Nachhinein nach einfachen ErklĂ€rungen zu suchen. Im Fall von Westnetz liegen diese ErklĂ€rungen auf der Hand: Die IT-Migration hat âAnlaufschwierigkeitenâ, die Zahl der NeuanschlĂŒsse ist höher als erwartet, und die regulatorischen Anforderungen haben zugenommen. Die Bundesnetzagentur verweist auf das rasante Tempo des Ausbaus erneuerbarer Energien und stellt fest, dass Zahlungsverzögerungen zwar nicht nur bei diesem Netzbetreiber auftreten, in seinem Fall jedoch auffallend hĂ€ufig. In der Unternehmenskommunikation werden ein starker Anstieg der Nachfrage und umfangreiche Digitalisierungsprozesse als HauptgrĂŒnde genannt.
Ein zentrales Muster ist das mechanistische VerstĂ€ndnis von Management. In traditionellen Infrastrukturunternehmen wurden Prozesse so gestaltet, dass sie in einem relativ stabilen Umfeld effizient und vorschriftsmĂ€Ăig abliefen. Dieses Paradigma spiegelt sich auch in der Regulierung wider, die Effizienz, Kostenkontrolle und die sichere Bereitstellung physischer Infrastruktur belohnt.
Nun, da die Energiewende dazu fĂŒhrt, dass die Kundenschnittstellen mit einer Vielzahl kleiner Anlagen, komplexen VergĂŒtungsmodellen und digitalen Anfragen belastet werden, gerĂ€t dieses Paradigma unter Druck. In den Berichten ĂŒber Westnetz sehen wir genau diese Spannung: Einerseits den Versuch, Prozesse durch ein groĂes IT-Projekt zu standardisieren und zu digitalisieren; andererseits die RealitĂ€t, dass nach der Umstellung Kernfunktionen nicht zuverlĂ€ssig laufen, DatensĂ€tze hĂ€ngen bleiben und FĂ€lle manuell bearbeitet werden mĂŒssen.
Hinzu kommt das, was wir in âUnmanagedâ als âconcentrated Managementâ bezeichnen. Strategische Entscheidungen â wie die Harmonisierung von IT-Systemen, die Priorisierung von Effizienzprogrammen oder die Auslegung regulatorischer SpielrĂ€ume â werden in VorstĂ€nden und Konzernzentralen getroffen, wĂ€hrend die lokalen Abteilungen vor allem mit der Umsetzung beschĂ€ftigt sind. In diesem Zusammenhang berichtet der SPIEGEL ĂŒber ein IT-Projekt, das innerhalb des E.ON-Konzerns unter dem Namen âSPACEâ lief und in dessen Rahmen Westnetz die Migration durchfĂŒhrte. Gleichzeitig ist Westnetz als Tochtergesellschaft der Westenergie AG in eine Unternehmensstruktur eingebettet, deren FĂŒhrungsebenen in den letzten Jahren starken Wert auf Standardisierung und Harmonisierung gelegt haben.
âPatterns of Masteryâ ergĂ€nzt diese Perspektive durch die Untersuchung typischer Branchenprofile. In unseren Daten weisen Infrastrukturunternehmen oft eine Kombination aus soliden technischen FĂ€higkeiten, mĂ€Ăiger organisatorischer Reife und schwĂ€cheren Werten bei AgilitĂ€t und Innovation auf. Sie arbeiten nach einem Betriebsmodell, das auf KapazitĂ€tsauslastung und Effizienz ausgelegt ist, und verfĂŒgen ĂŒber ein Betriebssystem, das VerĂ€nderungen eher kontrolliert als gestaltet. Genau das sehen wir in den Reaktionen auf die Probleme bei Westnetz: Es bedarf eines formellen Aufsichtsverfahrens durch die Bundesnetzagentur, einer umfangreichen Medienberichterstattung und spĂŒrbaren Drucks seitens der Kunden, bevor ein struktureller Schritt â wie die Einrichtung einer eigenen âKundenâ-Abteilung innerhalb der GeschĂ€ftsfĂŒhrung â unternommen wird.
âEigentlich wussten wir das schonâ knĂŒpft dort an, wo viele Analysen aufhören. Die Muster sind bekannt: GroĂprojekte, die in Spitzenlastzeiten in Betrieb gehen, Kundenschnittstellen, die als Nebensache betrachtet werden, und ein Managementteam, das sich auf engagierte Einzelpersonen innerhalb des Systems verlĂ€sst, um die LĂŒcken zu schlieĂen.
Schon vor Einleitung des Verfahrens hatte die Bundesnetzagentur darauf hingewiesen, dass Netzbetreibern bei Verzögerungen Verzugszinsen drohen und dass die RechtsansprĂŒche der Anlagenbetreiber klar geregelt sind. Gleichzeitig machten regionale Medien und VerbraucherschutzverbĂ€nde monatelang auf die konkreten Auswirkungen aufmerksam: Haushalte, die seit 2021 auf ihr Geld warten, fehlende oder unklare Kommunikation sowie groĂe Frustration bei Kunden und Installateuren.
Der Wert des Westnetz-Beispiels fĂŒr andere Organisationen liegt nicht darin, mit dem Finger auf âdie anderenâ zu zeigen, sondern darin, die eigenen Muster zu erkennen. Wo planen wir IT-Migrationen oder gröĂere ProzessĂ€nderungen genau in Zeiten, in denen wir bereits an der KapazitĂ€tsgrenze arbeiten? Wo definieren wir Erfolg in erster Linie anhand von Budgeteinhaltung und technischen Meilensteinen, wĂ€hrend die Belastbarkeit der Kundenschnittstellen und die QualitĂ€t der Entscheidungsprozesse im Hintergrund bleiben? Und wo beruhigen wir uns mit der Annahme, dass wir im Notfall reagieren werden, obwohl unsere eigenen Daten etwas anderes nahelegen?
Was FĂŒhrungskrĂ€fte in Ă€hnlichen Situationen tun können
FĂ€lle wie der von Westnetz sind unangenehm, weil sie den Ruf schĂ€digen und das Vertrauen untergraben; gleichzeitig sind sie wertvoll, weil sie deutlich zeigen, worauf das Management â als Handwerk und Systemgestaltung â seine Anstrengungen konzentrieren muss. Die Bundesnetzagentur sah sich gezwungen, ein formelles Aufsichtsverfahren einzuleiten, nachdem die Beschwerden ĂŒber verspĂ€tete EntschĂ€digungszahlungen in mehreren BundeslĂ€ndern deutlich zugenommen hatten und Medienberichte Kunden in den Fokus rĂŒckten, die seit vielen Monaten oder sogar Jahren auf ihr Geld warteten. Gleichzeitig betont Westnetz in eigenen Stellungnahmen, dass man intensiv an Verbesserungen arbeite, und verweist auf Ăberlastung, IT-Probleme und die dynamische Entwicklung der Energiewende.
âUnmanagedâ fordert, Management nicht als statische FĂ€higkeit zu verstehen, die man durch einen Titel oder eine Position erlangt, sondern als bewussten Lernprozess. Dieser Prozess beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme. Tools wie der Global Executive Survey, das Performance Triangle und die Leadership Scorecard bieten die Möglichkeit, die eigene Organisation systematisch zu untersuchen. Sie zeigen auf, wo hochmotivierte und kompetente Menschen arbeiten, aber durch Systeme ausgebremst werden, wo die Kultur weiter ist als die FĂŒhrung und wo Strukturen fĂŒr ein Umfeld entworfen wurden, das sich von dem unterscheidet, in dem wir heute agieren.
FĂŒr FĂŒhrungskrĂ€fte, die derzeit fĂŒr groĂe Transformationsprogramme verantwortlich sind, bieten die drei BĂŒcher und Beobachtungen im Energiesektor mehrere konkrete Ansatzpunkte: âEigentlich wussten wir das schonâ erlĂ€utert, dass all diese VorschlĂ€ge nicht dazu dienen, Schuld zuzuweisen, sondern Handlungsspielraum zu schaffen. Die Bundesnetzagentur, Medienberichte und Kundenbeschwerden liefern schon lange Hinweise darauf, dass sich an den Kundenschnittstellen der Energiewende systemische Spannungen aufbauen. Wer diese Signale ernst nimmt und sie mit den Erkenntnissen aus âUnmanagedâ und âPatterns of Masteryâ kombiniert, kann seine eigene Organisation so positionieren, dass sie aus frĂŒhen Signalen lernt und es vermeidet, grundlegende VerĂ€nderungen erst unter dem Druck einer behördlichen Untersuchung umsetzen zu mĂŒssen. Die drei BĂŒchern bieten konkrete Ansatzpunkte:
- Betrachte deine eigene Organisation mit Hilfe des âOrganization Twinâ. So werden nicht nur formale Strukturen und Prozesse sichtbar, sondern auch FĂŒhrungsstile, vorherrschende Muster in FĂŒhrung und Kultur sowie die Art und Weise, wie Entscheidungen tatsĂ€chlich getroffen werden. Angesichts der Erfahrungen mit Westnetz wĂ€re es sinnvoll, IT-Umstellungen, regulatorische Anforderungen und Kundenschnittstellen gemeinsam in einem solchen Zwilling zu modellieren, bevor im realen System der erste Schalter umgelegt wird.
- Verankere menschenzentriertes Management als Teil des Transformationsprogramms. In âPeople-Centric Managementâ und in den entsprechenden Kapiteln von âUnmanagedâ und âPatterns of Masteryâ beschreiben wir, wie Verantwortung dort verankert werden kann, wo die relevante RealitĂ€t erlebt wird â also in Teams, die mit Kunden, Installateuren, Behörden und Partnern zusammenarbeiten. FĂŒr Netzbetreiber bedeutet dies, Schnittstellen zu Einspeisekunden, Handwerkern und Dienstleistern als zentrale Wertschöpfungszone zu behandeln und Managementsysteme entsprechend auszurichten.
- Ein dynamisches Betriebssystem etablieren. âPatterns of Masteryâ zeigt, dass Organisationen, die in dynamischen Umgebungen erfolgreich sind, duale Betriebsmodelle entwickeln, in denen klassische hierarchische Strukturen mit agilen Netzwerken interagieren. Auf Westnetz angewendet bedeutet das: Kritische Systeme wie Abrechnung und VergĂŒtung werden schrittweise eingefĂŒhrt, mit klaren Ausweichmöglichkeiten, begleitet von zeitlich straff abgestimmten Feedbackschleifen an der Kundenschnittstelle, anstatt in einem âBig Bangâ komplett umgestellt zu werden. Berichte ĂŒber ausstehende DatensĂ€tze, manuelle Nachbearbeitung und monatelange Verzögerungen deuten darauf hin, dass dieser Ansatz bislang unzureichend umgesetzt wurde.
Managementinnovation als FĂŒhrungsaufgabe ernst nehmen. âUnmanagedâ beschreibt Managementinnovation als bewusste Aufgabe fĂŒr VorstĂ€nde und Aufsichtsgremien: Die Gestaltung von Entscheidungsarchitekturen, Governance-Modellen und Kontrollsystemen darf nicht dem Zufall ĂŒberlassen werden. Westnetzâ Schritt, auf FĂŒhrungsebene einen eigenen GeschĂ€ftsbereich âKundenâ zu schaffen und Gudrun Alt mit dessen Leitung zu betrauen, ist ein sichtbares Beispiel fĂŒr eine solche Anpassung. In der BegrĂŒndung nennt das Unternehmen ausdrĂŒcklich die wachsenden Anforderungen der Energie- und Digitalwende, die zunehmende KomplexitĂ€t an der Kundenschnittstelle und sich verĂ€ndernde regulatorische Rahmenbedingungen. Entscheidend wird sein, ob dieser Schritt mit einer echten Weiterentwicklung des Management-Betriebssystems einhergeht oder ob er lediglich eine strukturelle Reaktion bleibt.
Letztendlich lĂ€uft es auf eine einfache, aber herausfordernde Frage hinaus: Wollen wir warten, bis uns die RealitĂ€t zu einem Kurswechsel zwingt, oder nutzen wir die Zeit, in der wir sagen können: Das wussten wir eigentlich schon â und handeln jetzt.
Wenn du diese Muster in deinen eigenen Projekten wiedererkennst und einschĂ€tzen möchtest, wie âunmanagedâ dein Unternehmen in entscheidenden Bereichen ist, begleite ich dich gerne durch eine strukturierte Bestandsaufnahme â von der ersten Analyse bis hin zu konkreten Management-Innovationen.
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Quellenliste / Kurze Leseempfehlungen
Diese Auswahl deckt den konkreten Fall Westnetz/Westenergie, den regulatorischen Kontext sowie die Management- und Organisationsperspektive ab.
VollstÀndige Quellenliste
1. Konkreter Fall Westnetz / Westenergie / Regulierung
2. Energiewirtschaft, Digitalisierung und Kundenservice
3. WeiterfĂŒhrende Literatur
- Michel, Lukas; Nold, Herb; Bosbach, Guido: Unmanaged â How mastery in management replaces muddling through leadership. LID Publishing, (MĂ€rz 2026).
- Michel, Lukas; Nold, Herb; Anzengruber, Johanna: Patterns of Mastery. LID Publishing, (Juni 2026).
- Bosbach, Guido: Eigentlich wussten wir das. (Vorauss. Nov 2026).
03.02.26 | Blog, Leadership / FĂŒhrung, Management |
Warum gute Absichten in Politik und Organisationen ihre Wirkung verlieren â und wie FĂŒhrung echte Verbesserung ermöglicht
Wir erleben eine paradoxe Zeit, sowohl in der Politik als auch in Organisationen. Noch nie war so viel Wissen verfĂŒgbar, noch nie wurde so viel entschieden, reguliert und kommuniziert. Und zugleich war der Eindruck nie verbreiteter, dass diese Entscheidungen ihre Wirkung verfehlen. Gesetze werden beschlossen und versanden in der Umsetzung. Strategien werden verabschiedet, nicht an verĂ€nderte Umwelten angepasst und bleiben folgenlos. FĂŒhrung ist allgegenwĂ€rtig â ihre Wirkung dagegen zunehmend unsichtbar.
Die gĂ€ngige ErklĂ€rung, die Welt sei komplexer geworden, scheint plausibel. Globale AbhĂ€ngigkeiten, geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Risiken und gesellschaftliche Polarisierung verlangen nach Vorsicht, Ausgleich und Moderation. Verantwortung zeige sich im Balancieren, im Vermeiden klarer BrĂŒche und im Versuch, niemanden zu ĂŒberfordern oder zu verĂ€rgern.
Doch genau diese Logik fĂŒhrt immer hĂ€ufiger in die Wirkungslosigkeit.
Ein klassisches Beispiel hierfĂŒr sind der Klimawandel und die Nachhaltigkeit. Die wissenschaftliche Lage ist seit Jahrzehnten eindeutig. Ziele wurden formuliert, Abkommen geschlossen und Programme verabschiedet. Dennoch steigen die Emissionen weiter, Kipppunkte rĂŒcken nĂ€her und einige wurden bereits ĂŒberschritten. Das Vertrauen erodiert zusehends. Das liegt nicht daran, dass nichts beschlossen wurde, sondern daran, dass MaĂnahmen selten so konsequent umgesetzt werden, dass sie Systeme tatsĂ€chlich verĂ€ndern. ZustĂ€ndigkeiten werden verteilt, Belastungen vertagt und Nebenwirkungen entschĂ€rft. ZurĂŒck bleibt ein kollektives âWir wollten ja, aber …â.
Dieses Muster findet sich auch in Organisationen. Es werden Nachhaltigkeitsstrategien, ESG-Ziele, Purpose-Statements und Transformationsprogramme formuliert, wĂ€hrend Investitionslogiken, Steuerungskennzahlen, Machtstrukturen und operative PrioritĂ€ten weitgehend unangetastet bleiben. Die FĂŒhrung appelliert an die Verantwortung der Mitarbeitenden, ohne die Entscheidungsarchitektur zu verĂ€ndern. Mitarbeitende spĂŒren diese Diskrepanz sofort. Was offiziell wichtig ist, zĂ€hlt im System oft nicht. Das erzeugt Frustration â und Zynismus.
Das Kernproblem liegt weder in fehlendem Wissen noch in mangelnder Moral oder Kommunikation. Es ist die Annahme, dass âguteâ Ziele automatisch Wirkung erzeugen. Doch Wirkung entsteht nicht durch Absicht. Sie entsteht durch Systeme. Durch Regeln, Anreize, Routinen und Entscheidungslogiken, die Verhalten formen â explizit wie implizit.
Solange politische MaĂnahmen Klimaschutz versprechen, aber keine klaren Anreize, ZustĂ€ndigkeiten und Durchsetzungsmechanismen schaffen, stabilisieren sie den Status quo. Solange Organisationen VerĂ€nderung fordern, ihre Zielsysteme und Machtlogiken aber unangetastet lassen, produzieren sie genau das Verhalten, das sie offiziell kritisieren.
Verhalten folgt dem System.
Wer Verhalten ermöglichen will, das mit zukĂŒnftigen Anforderungen zurechtkommt, muss also die Systeme verstehen. Es gilt, Durchblick und Klarheit zu gewinnen, damit Wirkung folgen kann.
Durchblick bedeutet dabei, die eigene Steuerungslogik ehrlich zu betrachten. Welche Entscheidungen erzeugen welches Verhalten? Welche Nebenwirkungen nehmen wir in Kauf? Welche Strukturen schĂŒtzen wir, wĂ€hrend wir VerĂ€nderung verkĂŒnden?
Klarheit entsteht, wenn diese Fragen nicht rhetorisch entschĂ€rft, sondern zu echten Entscheidungen fĂŒhren. Wo Zielkonflikte nicht ĂŒberdeckt, sondern gelöst werden. Wo Verantwortung eindeutig zugeordnet wird. Wo Konsequenzen nicht vermieden, sondern bewusst getragen werden.
Wirkungsklarheit ist erreicht, wenn FĂŒhrung nicht nur sagen kann, was sie will, sondern auch, was sie bereit ist zu verĂ€ndern und wofĂŒr sie Verantwortung ĂŒbernimmt. Dies gilt fĂŒr die Klimapolitik ebenso wie fĂŒr die UnternehmensfĂŒhrung.
Oft wird dabei unterschĂ€tzt, dass Klarheit selten durch mehr Informationen entsteht. Sie entsteht durch den Mut, die eigene Perspektive zu erweitern. Jedes System erzeugt nicht nur Wirkungen nach auĂen, sondern auch blinde Flecken nach innen. Wer bereit ist, diese zu erkennen, gewinnt ein realistischeres Bild der Lage und somit Handlungsspielraum zurĂŒck. Nicht durch mehr Druck, sondern durch ein besseres VerstĂ€ndnis systemischer WirkzusammenhĂ€nge.
Das verlangt viel â von Politiker:innen wie von FĂŒhrungskrĂ€ften. Sie mĂŒssen bereit sein, das Gesamtsystem zu verstehen, Entscheidungen bewusst abzuwĂ€gen und auf symbolische SchnellschĂŒsse zu verzichten. Mit Zeit, Ăbung und einem geeigneten Rahmen lĂ€sst sich das lernen. Die ersten Schritte sind ungewohnt, weil viele nie gelernt haben, sich dieser Form von Klarheit zu stellen. Doch sie werden zunehmend unausweichlich.
Dieser Raum ist ein konzentrierter Entscheidungsraum fĂŒr Menschen in Verantwortung, die spĂŒren, dass Appelle, Programme und AnkĂŒndigungen ihre Wirkung verloren haben. Er ersetzt symbolische FĂŒhrung durch systemische Konsequenz.
FĂŒr Entscheider ist das entlastend. Klarheit reduziert zwar nicht die KomplexitĂ€t, aber sie reduziert die SelbsttĂ€uschung. Sie macht sichtbar, warum Systeme reagieren, wie sie reagieren, und zeigt, wo gezielte Eingriffe tatsĂ€chlich Wirkung entfalten.
Vielleicht ist das die zentrale Lehre aus unseren politischen und gesellschaftlichen Fehlentwicklungen. Nicht fehlende Werte bringen Systeme an ihre Grenzen, sondern fehlende Klarheit ĂŒber die Wirkung. Und diese Klarheit ist keine Haltung, sondern eine FĂŒhrungsaufgabe.
Wer heute Verantwortung trÀgt und merkt, dass Entscheidungen gut klingen, aber wenig verÀndern, steht nicht vor einem Motivationsproblem, sondern vor einer Klarheitsfrage. Sondern vor einer Klarheitsfrage.
Bei mir heiĂt die TĂŒr zu diesem Raum âKlarheitsdialogâ. Infos, wie man diese TĂŒr öffnet finden sich hier.
12.01.26 | Blog, Leadership / FĂŒhrung, Management |
Wenn du ein Projekt oder ein Team leitest, ohne disziplinarische FĂŒhrung und ohne echten Durchgriff, klingt âFĂŒhrungshaltungâ zunĂ€chst nach etwas, das andere betrifft: Bereichsleitungen, GeschĂ€ftsfĂŒhrung, die âgroĂenâ Entscheider. Gleichzeitig stehst du vor einer sehr konkreten Aufgabe: Du musst einen Weg finden, Dinge voranzubringen, Akzeptanz zu gewinnen und Wirkung zu erzielen. Also beginnst du, Meetings abzuhalten, PlĂ€ne zu machen, Entscheidungen zu dokumentieren und zu kommunizieren â in der Hoffnung, dass andere folgen, mitziehen, helfen.
Als ich noch in dieser Rolle war, hat sich in meinem Arbeitsalltag in vielen Projekten ein wiederkehrendes Muster gezeigt: Es wird viel abgestimmt, viel kommuniziert, viel âgemachtâ â und trotzdem stocken Prozesse, Entscheidungen verlieren Kraft, gute VorsĂ€tze verpuffen. Das lag (und liegt bei Dir und in Deinem Team sicherlich auch) selten an fehlendem Engagement. HĂ€ufig fehlt schlicht Klarheit darĂŒber, was gerade wirklich relevant ist, was tatsĂ€chlich passiert â und was entschieden werden mĂŒsste.
Und – dieses Problem ist keines, dass nur in kleinen Teams existiert. Die Erfahrung zeigt, dass dieses Thema beliebig skaliert, das es sich in kleinen Gruppen genauso zeigt wie in riesigen Organisationen. Bewusste Klarheit im VerstĂ€ndnis, im gemeinsamen Ziel, bzgl. des Rahmens, der GrundsĂ€tze und der Konsequenzen fehlt im Grunde fast ĂŒberall.
Meine Ansatz zur Lösung dieses Problems habe in einem âDenkrahmenâ zusammengefasst: âDurchblick â Klarheit â Wirkungâ. In den Köpfen und HĂ€nden von Menschen mit formaler Verantwortung zeigt er naturgemÀà die gröĂte Wirkung, denn sie haben die groĂen Hebel in der Hand. Aber es eignet sich auch fĂŒr Menschen, deren formale AutoritĂ€t begrenzt ist. Denn er beschreibt eine stabile Art zu arbeiten, die Orientierung erzeugt, ohne dass du dich auf Titel oder Hierarchie verlassen musst. Und er schĂŒtzt davor, sich in Aktionismus und Dauerschleifen aufzureiben.
Durchblick: die Organisation lesen lernen
Durchblick ist keine DatenĂŒbung. Durchblick entsteht, wenn man lernt, Organisationen als soziale Systeme zu lesen: im gelebten Alltag, in Routinen, PrioritĂ€ten, Entscheidungswegen â und in dem, was regelmĂ€Ăig vermieden oder verschoben wird.
FĂŒr Projekt- und Teamarbeit ist das besonders wertvoll. Denn viele âProblemeâ sind keine echten EinzelfĂ€lle (âdieses eine Meetingâ, âdieser eine Stakeholderâ), sondern wiederkehrende Mechaniken: Entscheidungen werden weich formuliert, Schnittstellen bleiben unklar, Zielkonflikte werden sprachlich entschĂ€rft, PrioritĂ€ten wechseln je nach Drucklage. Der erste Schritt ist dann nicht das nĂ€chste Tool, sondern das Erkennen des Musters.
Praktisch heiĂt das: Du gewöhnst dir an, bei Störungen kurz innezuhalten und zu fragen: Passiert das gerade zum ersten Mal â oder zum zehnten? Genau in diesem Moment wechselst du von der Ausnahme zum RegelmĂ€Ăigen: zu Mustern, Spannungen und Nebenwirkungen. Eine einfache Ăbung hilft dabei: Nimm dir am Ende einer Woche fĂŒnf Minuten und notiere drei Beobachtungen â nicht âwas passiert istâ, sondern was sich wiederholt. Diese kleine Routine senkt die Wahrscheinlichkeit, im nĂ€chsten Sprint wieder dieselben Feuer zu löschen.
Klarheit: Entscheidungen, die Orientierung schaffen
Klarheit ist keine Kommunikation. Kommunikation kann erklĂ€ren und Vertrauen stĂŒtzen â aber sie ersetzt keine Entscheidung. Klarheit entsteht durch Entscheidungen, die auf SystemverstĂ€ndnis basieren: Entscheidungen, die Festlegungen enthalten, PrioritĂ€ten setzen und InterpretationsrĂ€ume reduzieren.
Wahrscheinlich kennst du das aus deinem Alltag: Du moderierst, fasst zusammen, schreibst Memos â und am Ende geht jede:r mit einer leicht anderen Vorstellung heraus, was eigentlich besprochen, beschlossen oder gemeint war. Am nĂ€chsten Tag kommt die RĂŒckfrage. Dann die Ausnahme. Dann die nĂ€chste Abstimmungsrunde.
Klarheit bedeutet: festlegen, was gilt â und was nicht mehr gelten kann. Und das geht auch ohne Disziplinarmacht. Nicht als âAnordnungâ, sondern als saubere, ĂŒberprĂŒfbare Verdichtung im richtigen Moment.
Ein typisches Beispiel aus Projekten: Nach einem Workshop sind alle âalignedâ, aber niemand weiĂ, was als NĂ€chstes wirklich PrioritĂ€t hat. Deine Klarheitsleistung ist dann nicht die nĂ€chste PrĂ€sentation, sondern ein kurzer Satz im Raum: âDamit wir handlungsfĂ€hig sind: Was gilt ab jetzt als PrioritĂ€t â und was stellen wir dafĂŒr zurĂŒck?â Du zwingst damit keine Entscheidung herbei. Aber du machst sichtbar, dass ohne Entscheidung die Organisation trotzdem entscheidet â informell, zufĂ€llig, situationsgetrieben.
Wichtig ist auch der Teil, den viele ĂŒbersehen: Klarheit hat einen Preis. Auswahl bedeutet Verzicht. Und genau dieser Verzicht macht PrioritĂ€ten glaubwĂŒrdig. Als Projektleiter:in kannst du das in den Alltag holen, indem du nicht nur To-dos sammelst, sondern regelmĂ€Ăig fragst: Was lassen wir bewusst weg â damit das hier wirklich gelingt?
Wirkung: nicht das Protokoll zÀhlt, sondern der Alltag danach
Wirkung ist der RealitĂ€tstest. Nicht im Moment der Entscheidung zeigt sich, ob etwas trĂ€gt, sondern in der Zeit danach â in Routinen, impliziten Erwartungen und dem Verhalten, das fĂŒr alle plausibel erscheint.
Das ist eine enorme Entlastung, wenn du ohne formale Macht arbeitest. Du musst nicht gewinnen. Du musst beobachten. Wenn eine Entscheidung im Alltag neutralisiert wird, ist das kein persönliches Scheitern â es ist Feedback aus dem System. Und dieses Feedback ist verwertbar: Was hat die Entscheidung unterlaufen? Welche Rahmenbedingung passt nicht? Welche Nebenwirkung ist entstanden?
Dabei ist entscheidend: Klarheit ist keine einmalige Intervention, sondern eine Routine. Wirkung entsteht ĂŒber Zeit â deshalb braucht sie Wiederholung, Reviews und NachschĂ€rfen. FĂŒr Projektarbeit ist das ideal, weil du ohnehin in Zyklen arbeitest (Sprints, Reviews, Retros). Du musst keine neuen Formate erfinden. Du nutzt bestehende RĂ€ume nur anders.
Wie du den Ansatz im Alltag integrierst â ohne groĂes Programm
Du brauchst keine groĂe Transformation. Drei kleine Routinen reichen oft, um spĂŒrbar mehr Orientierung zu erzeugen.
Die erste ist der Durchblick-Moment: Bevor du eine Lösung baust, nimm dir zwei Minuten und formuliere das Muster in einem Satz. Zum Beispiel: âWir haben gerade kein Ressourcenproblem â wir haben ein PrioritĂ€tsproblem.â Oder: âWir haben kein Kommunikationsproblem â wir haben eine unentschiedene Schnittstelle.â Diese Disziplin â nicht sofort handeln, sondern zuerst verstehen â ist oft der wirksamste Schritt.
Die zweite ist eine Klarheitsformel am Ende jedes wichtigen Meetings: ein Satz, der festhĂ€lt, was gilt. Am besten mit einem GegenstĂŒck: was nicht mehr gilt. Das klingt klein, ist aber eine der stĂ€rksten MaĂnahmen gegen Interpretationsdrift.
Die dritte ist ein kurzer Wirkungscheck nach 10 bis 14 Tagen. Nicht âStatusâ, sondern RealitĂ€t: Was hat sich wirklich durchgesetzt? Wo wurden Ausnahmen gebaut? Wo ist Orientierung wieder verblasst? Genau diese Haltung â hinschauen, prĂŒfen, nachschĂ€rfen â bildet den Kern verantwortungsvoller FĂŒhrung. Und die funktioniert genauso gut in Projekten.
Wenn du diese drei Dinge konsequent machst, entsteht etwas, das viele Teams vermissen: weniger Dauerabstimmung, weniger Projekt-Theater, weniger AktivitĂ€t ohne Richtung. Nicht, weil alle plötzlich âbesser kommunizierenâ, sondern weil Entscheidungen und Alltag wieder zusammenfinden.
FĂŒhrung ohne Titel heiĂt nicht ânett moderierenâ, sondern Orientierung ermöglichen
Orientierung bedeutet auch: möglichst wenig unnötige InterpretationsrĂ€ume zu lassen. Denn LeerrĂ€ume bleiben nicht leer â sie werden gefĂŒllt, durch Gewohnheit und informelle Regeln.
Genau deshalb ist DurchblickâKlarheitâWirkung fĂŒr Menschen ohne formale FĂŒhrungsrolle so relevant. Du kannst vielleicht nicht alles entscheiden. Aber du kannst helfen, dass Entscheidungen klarer, tragfĂ€higer und im Alltag ĂŒberprĂŒfbar werden.
Und oft ist genau das der Unterschied zwischen âProjekt lĂ€uftâ und âProjekt bewegt sichâ.
Wenn dich dieser Impuls anspricht, teile ihn nicht nur im Team, sondern auch nach oben. Denn viele Klarheitsprobleme entstehen nicht im Projekt selbst, sondern an den Stellen, an denen PrioritÀten, Entscheidungsrechte und Rahmenbedingungen gesetzt werden.
Schick den zugrundeliegenden Essay gern an deine Top-Entscheider (hier der Link: http://dkw.guidobosbach.com) â natĂŒrlich nicht als âPflichtlektĂŒreâ, sondern als kurzen Impuls. Eine gute Einstiegsfrage dazu ist:
âWelche Entscheidung vermeiden wir gerade â und was kostet uns das im Alltag?â
20.10.25 | Blog, Leadership / FĂŒhrung, Management |
Die Zukunft?
Das ist wohl die wichtigste klassische Frage im Management. Auf sie eine valide und „richtige“ Antwort zu geben ist eine echte Herausforderung. Dennoch ist und bleibt sie die Grundlage fĂŒr alles, was folgt.
Ist die Richtung klar, stellt sich die zweite Frage: Welche Kompetenzen braucht die Organisation, welche die FĂŒhrung und welche die Mitarbeitenden? Welche Werte und Kultur sollen diese Zukunft gestalten?
Wie soll das (Arbeits)Leben in dieser Zukunft aussehen? Was macht die Organisation wirklich stark?
Was sich abzeichnet: Die Zeit der klassischen Chefrolle ist vorbei â FĂŒhrung funktioniert heute bereits anders: Sie setzt auf Vertrauen, Klarheit und Beziehungsarbeit. Top-down-Entscheidungen und Kontrolle sind kaum noch gefragt. Wichtiger sind Leader, die Orientierung bieten, echte NĂ€he schaffen und auf Augenhöhe kommunizieren.
Was sich ebenfalls abzeichnet: Wer Mitarbeitende finden und halten will, muss individueller auf sie eingehen, breiter denken und handeln und sich auf Personengruppen einlassen, denen frĂŒher vielleicht der Makel des Alters, der Herkunft oder des Geschlechts anhaftete. Egal, welche Branche, egal, welches Arbeitsumfeld. Organisationen, die sich eine Zukunft schaffen wollen, mĂŒssen Vielfalt leben und erlebbar machen.
Ein Hinweis auf die Notwendigkeit dieses Perspektivwechsels sind die sich Ă€ndernden Erwartungen und Bedarfe der (neuen) Mitarbeitenden. Wer als FĂŒhrungskraft noch an starren Regeln oder Anwesenheit festhĂ€lt, merkt schnell, dass dies im Team nicht wirkt. Mitarbeitende wollen persönliche Entwicklung, echtes Feedback und Raum fĂŒr Eigenverantwortung. FĂŒhrung bedeutet in erster Linie, FreirĂ€ume fĂŒr Leistung und Entwicklung zu schaffen, statt eine Einheitskarriere zu verwalten.
Dabei spielt die Beziehung eine zentrale Rolle. Vertrauen ersetzt Kontrolle, aufeinander einzugehen ersetzt Instruktion und Inspiration ersetzt das bloĂe Durchreichen von Aufgaben. Die FĂŒhrungskraft der Zukunft kennt die eigenen StĂ€rken und Begrenzungen, reflektiert sich regelmĂ€Ăig und fördert die SelbstfĂŒhrung im Team. Psychologische Sicherheit, gegenseitige WertschĂ€tzung und der Mut, Fehler zuzulassen, sind ebenso wichtig wie digitale Kompetenz und Know-how.
Organisationen sollten Klarheit schaffen. Umfassende, verstĂ€ndliche, offene und ehrliche Klarheit ist gefragt. Sie sollten Menschen miteinander verbinden und ein Klima etablieren, in dem Lernen, VerĂ€nderung und Innovation zur Haltung und zum Verhalten werden. Gerade im digitalen Wandel wird es immer wichtiger, menschliche Verbindungen zu stĂ€rken und eine Kultur zu formen, in der sich alle gesehen und gefordert fĂŒhlen. So werden Organisationen und Management selbst zum Erfolgsfaktor einer Entwicklung, die auch morgen noch Talente begeistert und nachhaltig am Markt besteht.
Dazu noch 5 SelbstverstĂ€ndlichkeiten zukunftsgerichteter FĂŒhrung mit denen Du sofort beginnen kannst:Â
– Vertrauen ist das neue Kapital: FĂŒhrung basiert heute auf Offenheit, ehrlichem Feedback und klarer Zielorientierung. Wer Kontrolle loslĂ€sst und echte NĂ€he schafft, legt den Grundstein fĂŒr starke Teams und nachhaltige Entwicklung .
– Kompetenzen fĂŒr SelbstfĂŒhrung fördern: Mitarbeitende brauchen Raum zur Entfaltung. RegelmĂ€Ăige Lernzeiten, Coaching und gezielte Trainings stĂ€rken Reflexion und Eigenverantwortung â auf allen Ebenen der Organisation .
– Vielfalt sichtbar machen und leben: Die Zukunft gehört Unternehmen, die Unterschiede wertschĂ€tzen, inklusive Zusammenarbeit gestalten und neue Perspektiven aktiv in Entscheidungen einbinden â ĂŒber Hierarchien und Generationen hinweg .
– Psychologische Sicherheit als Basis: Innovation entsteht dort, wo Fehler zugelassen und gemeinsam reflektiert werden. RegelmĂ€Ăige Retrospektiven, Beziehungsarbeit und Mut zu Offenheit machen Organisationen resilient und leistungsfĂ€hig .
– Klarheit und Sinn stiften Orientierung: Werte und Vision werden gemeinsam entwickelt, Kommunikation ist offen und verstĂ€ndlich. FĂŒhrung schafft Raum fĂŒr Dialog und Sinn â und wird zum echten Erfolgsfaktor fĂŒr Begeisterung und nachhaltigen Markterfolg.
04.06.25 | Blog, Management |
Arbeit und GlĂŒck â fĂŒr manche eine logische Kombination, fĂŒr andere fast undenkbar. Nicht zuletzt befeuern die aktuellen Diskussionen rund um die Frage, ob wir mehr arbeiten mĂŒssen, um uns auch weiterhin alles leisten zu können, die Debatte darĂŒber, wie viel Arbeit notwendig ist und welche Verschwendung von Arbeitsenergie wir uns leisten wollen oder auch noch können.
Die Diskussion zeigt auch: Wir halten an alten Erfahrungen und Gewohnheiten fest, auch wenn wir wissen, dass sie nicht (mehr) zeitgemÀà sind.
Neue Erkenntnisse und Erfahrungen haben es schwer, selbst wenn sie in jeder Hinsicht positiv sind. Die Wissenschaft zĂ€hlt nicht mehr, eine Nachricht ist nur dann wahr, wenn sie den Erwartungen entspricht. âFakeâ ist der neue Standard, und im Zweifel war ohnehin KI am Werk.
Doch was wĂ€re, wenn wir wieder selbst darĂŒber nachdenken wĂŒrden, was gut und richtig sein könnte? Was hilft uns, gute Arbeit abzuliefern und uns gut zu fĂŒhlen? Was hilft uns, in der Gemeinschaft von Organisationen zu performen? Es sind vor allem sehr subjektive Dinge wie Sinn, Wohlbefinden und WertschĂ€tzung.
Die Psychologin Sonja Lyubomirsky definiert GlĂŒck als âdie Erfahrung von Freude, Zufriedenheit oder positivem Wohlbefinden, kombiniert mit dem GefĂŒhl, dass das eigene Leben gut, sinnvoll und lohnenswert istâ. Kann man das tatsĂ€chlich auch auf die eigene Arbeit ĂŒbertragen?
Es ist möglich, es ist erlaubt und es ist empfehlenswert, ĂŒber die meist flĂŒchtigen positiven Emotionen hinauszugehen und eine tiefere, kognitive Bewertung des eigenen Arbeitslebens durchzufĂŒhren.
Denn nur, wenn wir erkennen, was uns Wege eröffnet, motiviert in den Arbeitstag zu starten, was uns langfristig aktiv hĂ€lt und was dazu fĂŒhrt, dass wir möglichst lange Teil genau dieser Organisation sein wollen, können wir die LeistungsstĂ€rke entwickeln, die unsere Aufgaben sinnvoller erscheinen lĂ€sst und uns zufriedener macht.
Die (selbst!)Wahrnehmung von GlĂŒck ist dann aus individueller und vor allem auch aus organisationaler Sicht ein wichtiges Element fĂŒr die langfristige LeistungsstĂ€rke.
Darum habe ich euch gefragt, was fĂŒr euch am meisten dazu beitrĂ€gt, bei der Arbeit glĂŒcklich zu sein. (https://www.linkedin.com/posts/guidobosbach_arbeit-erwartungen-job-ugcPost-7333197607571218432-gtHJ?utm_source=share&utm_medium=member_desktop&rcm=ACoAAAAX86MBg6XBtqwhU15BOipz50MVjipfklU)
Das Ergebnis ist spannend und sagt viel ĂŒber den aktuellen Zeitgeist aus. Work-Life-Balance ist zwar wichtig, reicht aber nicht mehr aus, um Menschen wirklich zu begeistern. Ein gutes Team ist schön, aber es ist nicht der Hauptgrund, warum jemand morgens mit Freude ins BĂŒro (oder ins Homeoffice) geht. Stattdessen wollen die Menschen wissen, warum sie das tun, was sie tun. Sie wollen das GefĂŒhl haben, mit ihrer Arbeit einen echten Unterschied zu machen und dafĂŒr auch gesehen und gewĂŒrdigt zu werden.
So ist fĂŒr 45 % der Befragten die Sinnhaftigkeit der Aufgaben der wichtigste GlĂŒcksfaktor bei der Arbeit. 42 % geben an, dass Anerkennung und WertschĂ€tzung das entscheidende Kriterium sind. FlexibilitĂ€t und Work-Life-Balance landen mit 11 % auf Platz drei, wĂ€hrend kollegiale UnterstĂŒtzung mit 3 % erstaunlich weit hinten rangiert.
Sinn, Wohlbefinden und WertschĂ€tzung â das neue Dreigestirn am Arbeitsplatz?
Genau hier kommen die Themen Sinn, Wohlbefinden und WertschĂ€tzung (SWB) ins Spiel. In âre:Think 2035â habe ich bereits betont, wie wichtig die Intention einer Organisation ist, um die Leistungsbereitschaft und ZukunftsstĂ€rke ihrer Mitarbeitenden zu fördern. Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden echten Sinn bieten, eine klare Intention verfolgen und diese auch leben, schaffen eine ganz andere ArbeitsatmosphĂ€re. Es geht darum, klar zu zeigen, dass es nicht (nur) darum geht, Profit zum Nutzen der Gesellschafter und AktionĂ€re zu erzielen, sondern dass es auch immer darum gehen sollte, einen Beitrag zur Gesellschaft, zur Umwelt oder zur Gemeinschaft zu leisten. Wenn Menschen spĂŒren, dass ihre Arbeit einen höheren Zweck hat, steigt ihre Motivation, ihr Engagement und ihr Wohlbefinden.
Und das ist kein Luxus, sondern ein echter Wettbewerbsvorteil. Wer heute gute Mitarbeitende finden und halten will, muss mehr bieten als ein gutes Gehalt und flexible Arbeitszeiten. Er muss eine Kultur der WertschĂ€tzung schaffen, in der Leistung gesehen und anerkannt wird. Das bedeutet: regelmĂ€Ăiges Feedback, echte Anerkennung, Entwicklungsmöglichkeiten und eine offene Fehlerkultur. Kurz gesagt: Menschen wollen sich bei der Arbeit wohlfĂŒhlen â und das ist nur möglich, wenn sie sich respektiert und wertgeschĂ€tzt fĂŒhlen.
Was bedeutet das?
FĂŒr Arbeitnehmer und Arbeitssuchende bedeutet das: Achtet darauf, was euch wirklich wichtig ist. Arbeitet fĂŒr (und sucht euch) Unternehmen, die euch nicht nur einen Job, sondern auch einen Sinn bieten. Fragt nach, diskutiert und klĂ€rt miteinander, welche Intention das Unternehmen verfolgt, wie mit Feedback und Anerkennung umgegangen wird und welchen Raum es fĂŒr persönliche Entwicklung gibt. Ihr wollt euch bei der Arbeit nicht nur beschĂ€ftigen, sondern auch gebraucht und gesehen werden.
Arbeitgeber sollten sich nicht nur auf ein sinnvolles Gehalt und ein paar âNew-Work-Annehmlichkeitenâ verlassen, sondern sich mit der Bedeutung der angebotenen und verrichteten Arbeit befassen. WertschĂ€tzt die Arbeit eurer Mitarbeitenden expliziter, zeigt auf, wie ihr euch fĂŒr das Gemeinwohl einsetzt und wie ihr euch als Organisation weiterentwickelt. Schafft eine Kultur, in der Menschen ihre StĂ€rken einbringen können und wollen, in der Fehler als Lernchancen gelten und in der jeder das GefĂŒhl hat, einen wertvollen Beitrag zu leisten.
Mein Buch âre:Think 2035â beschreibt diesen Wandel: Unternehmen mĂŒssen sich neu erfinden â weg von der reinen Gewinnmaximierung, hin zu einer Organisation, die Sinn stiftet, Verantwortung ĂŒbernimmt und das Gemeinwohl in den Mittelpunkt stellt. Das bedeutet nicht, dass Profit unwichtig ist, aber er ist nicht mehr das einzige Ziel. Im Zentrum steht die Frage: Was ist der Sinn unserer Arbeit? Was bewirken wir damit? Und wie können wir dazu beitragen, eine bessere, nachhaltigere und menschlichere Welt zu schaffen?
Diese Haltung schafft nicht nur zufriedene Mitarbeitende, sondern auch widerstandsfĂ€hige und innovative Unternehmen. Denn wenn Menschen das GefĂŒhl haben, dass ihre Arbeit sinnvoll ist, sind sie kreativer, engagierter und bleiben dem Unternehmen lĂ€nger treu. Sie bringen sich ein, ĂŒbernehmen Verantwortung und tragen dazu bei, dass die Organisation erfolgreich ist â nicht nur finanziell, sondern auch in Bezug auf Nachhaltigkeit, Innovation und gesellschaftliche Verantwortung.
Sinn, Wohlbefinden und WertschĂ€tzung sind keine Nice-to-haves, sondern die Grundlage fĂŒr zukunftsfĂ€hige und zukunftsstarke Unternehmen.
Wer heute noch denkt, dass Geld und Karriere allein ausreichen, um Menschen zu motivieren, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Die Umfrage zeigt es deutlich: Sinn, Wohlbefinden und WertschĂ€tzung sind mindestens ebenso wichtige SchlĂŒsselfaktoren fĂŒr ArbeitsglĂŒck. Unternehmen, die das verstehen und leben, werden im Wettbewerb um die besten Talente vorne liegen. Sie schaffen eine Arbeitswelt, in der Menschen gerne und mit Energie ihr Bestes geben â und das ist am Ende fĂŒr alle ein Gewinn.
Arbeit muss, in Zukunft noch viel mehr als heute, mehr sein als nur ein Job. Sie sollte als sinnvoll wahrgenommen werden, Wohlbefinden fördern und WertschĂ€tzung ermöglichen. Wer das versteht und umsetzt, schafft glĂŒckliche Mitarbeitende und eine lebenswerte Zukunft â fĂŒr sich selbst, fĂŒr das Unternehmen und fĂŒr die Gesellschaft. Und genau das ist die klare Botschaft von âre:Think 2035â. Wir mĂŒssen Arbeit neu denken â und zwar jetzt.
22.04.25 | Blog, Management, Organisationsgestaltung, Zusammenarbeit |
Heute ist der 22. April 2025 â Earth Day. Ein Tag, der uns innehalten lassen sollte und der uns die Verletzlichkeit unseres Planeten, aber auch unsere Verantwortung dafĂŒr vor Augen fĂŒhrt. Wir sehen es fast jeden Tag in den Nachrichten oder erleben es hautnah: Das Klima verĂ€ndert sich, Ressourcen werden knapper, die Natur leidet. Dies ist keine isolierte Krise, sondern Teil eines komplexen Geflechts â der âPolykriseâ, wie ich es in meinem neuen Buch nenne â, die auch unsere Wirtschaft und Gesellschaft zutiefst herausfordert.
Warum âre:Think 2035â â und warum gerade jetzt?
In den letzten Jahren habe ich in meiner Arbeit als Berater und in vielen GesprĂ€chen immer intensiver gespĂŒrt: Ein einfaches âweiter soâ ist keine Option mehr. Die alten Rezepte funktionieren nicht mehr in einer Welt, die sich so rasant verĂ€ndert und in der die Krisen so eng miteinander verwoben sind. Das GefĂŒhl der Unsicherheit, manchmal auch der Ohnmacht, wĂ€chst.
Genau aus dieser Gemengelage heraus ist âre:Think 2035: Mit neuem (Unternehmens)Denken raus aus den Krisenâ entstanden. Es ist mein Versuch, nicht nur die Probleme zu analysieren (das tun viele), sondern vor allem konstruktive Wege aufzuzeigen. Es ist ein PlĂ€doyer dafĂŒr, dass wir die Zukunft aktiv gestalten können â und dass Unternehmen dabei eine entscheidende Rolle spielen. Sie verfĂŒgen ĂŒber die Ressourcen, die Innovationskraft und den Einfluss, um wirklich etwas zu bewegen.
Was erwartet Dich im Buch?
âre:Think 2035â ist in fĂŒnf Teile gegliedert, die Du auch unabhĂ€ngig voneinander lesen kannst:
- re:Analyse: Eine ehrliche Bestandsaufnahme der Polykrise â Klima, Ungleichheit, Wirtschaft, Technologie, Vertrauensverlust und mehr. Wir mĂŒssen verstehen, wo wir stehen.
- re:Imagine: Ein Blick ins Jahr 2035 â kein utopisches Luftschloss, sondern ein motivierendes âLust-Szenarioâ, das zeigt, wie eine lebenswerte Zukunft aussehen könnte, wenn wir jetzt handeln.
- re:Awake: Wo setzen wir an? Dieses Kapitel beleuchtet die verschiedenen Handlungsfelder â individuell, gesellschaftlich, politisch und eben unternehmerisch.
- re:Create: Warum sind Unternehmen die Motoren des Wandels? Hier zeige ich inspirierende Beispiele von Vorreitern.
- re:Think: Wie können Organisationen konkret umdenken und handeln? Hier stelle ich Modelle wie die âliving smart organizationâ (basierend auf Vertrauen, Vernetzung, Menschlichkeit) und AnsĂ€tze wie die âiterative Disruptionâ (Wandel in lernenden Schritten) vor. Es geht um eine neue Kultur und die Förderung von Lösungskompetenz.
Gerade heute am Earth Day wird deutlich: Der Schutz unseres Planeten erfordert mehr als individuelle BemĂŒhungen oder politische AbsichtserklĂ€rungen. Er erfordert einen Systemwandel. Und dieser Wandel muss maĂgeblich in und durch unsere Unternehmen geschehen. Wie wir produzieren, welche Ressourcen wir nutzen, wie wir wirtschaften, wie wir zusammenarbeiten â all das hat direkten Einfluss auf unsere Umwelt. âre:Think 2035â liefert die Argumente und AnsĂ€tze dafĂŒr, wie Unternehmen Nachhaltigkeit und Verantwortung als Kern ihrer Strategie begreifen und umsetzen können â nicht als Last, sondern als Chance fĂŒr Innovation und ZukunftsfĂ€higkeit. Es geht darum, Wirtschaft und Ăkologie endlich in Einklang zu bringen.
FĂŒr wen ist das Buch?
FĂŒr alle, die nicht resignieren wollen. FĂŒr Unternehmer*innen, FĂŒhrungskrĂ€fte, Personalverantwortliche, Mitarbeiter*innen â fĂŒr jeden, der bereit ist, Verantwortung zu ĂŒbernehmen, alte Denkmuster zu hinterfragen und aktiv an einer besseren Zukunft mitzugestalten.
Tiefer eintauchen: Workshops und Keynotes zu re:Think 2035
Das Buch ist ein Startpunkt, ein Impulsgeber. FĂŒr alle, die die Themen aus âre:Think 2035â weiter vertiefen und konkret in ihrer Organisation anwenden möchten, plane ich in den kommenden Monaten eine Reihe von Angeboten:
- Workshops (Online & Onsite/Inhouse): Hier gehen wir gemeinsam in die Praxis. Wie analysieren Sie Ihre spezifische Situation? Wie entwickeln Sie Ihre Unternehmens-Intention? Wie implementieren Sie Elemente der âliving smart organizationâ oder starten den Prozess der âiterativen Disruptionâ? Wir erarbeiten konkrete nĂ€chste Schritte fĂŒr Ihr Team und Ihr Unternehmen.
- Keynotes (Online & Onsite): Benötigen Sie einen inspirierenden Impuls fĂŒr Ihre FĂŒhrungskrĂ€fte, Ihr Team oder Ihre Veranstaltung? In meinen Keynotes beleuchte ich die Kernthesen aus âre:Think 2035â, zeige die Dringlichkeit des Umdenkens auf und mache Mut zur aktiven Zukunftsgestaltung.
Weitere Informationen zu Terminen und detaillierten Inhalten findest Du in KĂŒrze auf meiner Website www.guidobosbach.com und auf www.rethink2035.org. Bei Interesse an maĂgeschneiderten Inhouse-Veranstaltungen kannst Du mich natĂŒrlich auch gerne direkt kontaktieren.
Ein besonderes Angebot fĂŒr Dich als Newsletter-Abonnenten:
Als kleines Dankeschön fĂŒr Dein Interesse und Deine Treue habe ich ein besonderes Angebot fĂŒr Dich: Du kannst signierte Exemplare von âre:Think 2035â direkt bei mir bestellen.
- Preis: 20,35 ⏠(inkl. MwSt.)
- Versand: Innerhalb Deutschlands inklusive.
- Lieferzeit: Aufgrund der Nachfrage und der Produktion im Print-on-Demand-Verfahren bitte ich um VerstĂ€ndnis fĂŒr eine Lieferzeit von ca. 10 Tagen nach Bestelleingang.
- Bestellung: Schicke mir einfach eine E-Mail mit Deine Lieferadresse und der gewĂŒnschten Anzahl an Buchbestellung@rethink2035.de. Du erhĂ€ltst dann eine BestĂ€tigung mit den Zahlungsinformationen.
Alternativ kannst Du das Buch (oder E-Book) natĂŒrlich gerne auch direkt im Onlineshop meines Verlages (https://shop.tredition.com/booktitle/reThink_2035/W-689-431-657 – E-Book: https://shop.tredition.com/booktitle/reThink_2035/W-455-052-830) oder beim BuchhĂ€ndler Deines Vertrauens bestellen.
Lass uns gemeinsam mehr bewegen!
Ich bin ĂŒberzeugt: Wir haben das Wissen, die Werkzeuge und die KreativitĂ€t, um die Herausforderungen zu meistern. âre:Think 2035â soll Dir dafĂŒr Impulse, Mut und konkrete Ansatzpunkte geben.
Ich freue mich sehr auf Deine Reaktion, Gedanken und Diskussion zum Buch und hoffe, Dich vielleicht bei einem Workshop oder einer Keynote zu treffen! Lass uns gemeinsam die Zukunft gestalten.
Viele GrĂŒĂe und einen nachdenklichen Earth Day,
Dein Guido