09.08.16 | Allgemein, Blog |
Wir leben in einer Zeit der „Hypes“, und immer schnellerer Entwicklungen. Ideen und Unternehmen kommen… und gehen. Die HalbWissensWertZeiten werden immer kürzer. So gab es viele Unternehmen, über die heute zumindest viele in der jeweiligen (jüngeren) Zielgruppe viele sprechen, vor einem Dutzend Jahren noch gar nicht, wie etwa: Facebook, Twitter, YouTube, Uber, Airbnb, Snapchat, Instagram, Spotify, Dropbox, WhatsApp und Pinterest.
Ebenso sind viele BuzzwordHypeThemen erst in den letzten Jahren in den Fokus gerückt, wie etwa: Agilität, Industrie 4.0, Arbeiten 4.0 VUCA, Komplexität, Dynamik und auch Digitalisierung.
Die Frage, die sich stellt ist: Was bleibt?
Welche Parameter und Maßstäbe legen wir an die Entwicklungen an, die wir in Zukunft ohne Frage weiter sehen werden? Was gewinnt an tatsächlicher tiefer Relevanz für unser Leben, was bleibt nur kurzer Hype?
Ich glaube – ohne in die Zukunft schauen zu können – dass zumindest das Digitale, das Globale und die sich weiter beschleunigende technische Entwicklung Konstanten in unserem Leben bleiben werden, zumindest für die nächsten 10 Jahre.
Was denken Sie: Was bleibt? Was soll sich verändern? Was werden Sie vermissen?
Vielleicht investieren Sie heute einfach mal die Zeit einer Kaffeepause in ihre ganz persönliche Antwort auf diese Frage?!
05.08.16 | Allgemein, Blog |
Im Grunde ist es verblüffend, wie einfach wir alle (und unsere Organisationen) strukturiert sind. Aus dieser alten Erkenntnis heraus wurde (vermute ich) viele der heutigen Managementtechniken entwickelt. Sie bestimmen noch heute vielfach unser Handeln und unsere Zusammenarbeit.
Aus der Systemtheorie aber insbesondere auch aus dem Leben wissen wir, dass wir selbst und unsere Beziehungen zueinander unendliche Komplexität in sich tragen. Die, das zeigen die weiterhin oftmals wenig erfolgreichen Veränderungsinitiativen in Unternehmen, Schwierigkeit liegt darin, diese Komplexität zu erkennen und bestmöglich zu nutzen.
Aus fünf Beobachtungen über Menschen und Organisationen kann man erste hilfreiche Erkenntnisse identifizieren, die man im Hinterkopf behalten sollte, wenn man einen wie auch immer gearteten, Veränderungsprozess bezüglicher der Zusammenarbeit starten möchte.
- Menschen agieren in dynamisch veränderlichen Netzwerken.
Beziehungsstrukturen lassen sich nicht in Hierarchien abbilden. Auch persönliche Entscheidungen folgen keinen vordefinierten Prozessen, sondern entspringen der individuellen Kombination aus Ratio und Intuition und damit der Erfahrung, Wissen und Kompetenz, sowie mit einer gesunden Prise Menschengefühl. Jede intensivere zwischenmenschliche Interaktion stärkt oder schwächt das persönliche Netzwerk, zumeist ohne die Folgen absehen zu können.
- Soziale Interaktion ist komplex.
Jeder Mensch in der Kombination seines Bewusstseins und Unterbewusstseins, seiner Persönlichkeit und seiner Emotionen ist in sich ein komplexes Wesen. Jede Kombination komplexer Strukturen erhöht die Komplexität der Gesamtstruktur. Gemeinsam sind wir (ein oft liebenswertes) Chaos, das imstande ist gemeinsam grandiose Dinge zu tun.
- Die Qualität der Beziehungen steuert die soziale Interaktion.
Die Intensität und Qualität der Beziehungen beruht in hohem Maße auf der Intensität und Qualität der Zusammenarbeit. Diese wird stark durch die Art, Qualität und Quantität der Aufgaben und Rollen aller Beteiligten im Gesamtsystem mitbestimmt.
- Organisationen basieren auf der Interaktion aller Beteiligten.
Beziehungen zwischen den an der Organisation mittelbar und vor allem unmittelbar Beteiligten bilden die operative Basis für jede Aktivität. Jedes Unternehmen lebt durch die Kommunikation mit seinem Umfeld und innerhalb der Strukturen. Sie ist Teil jeder Wertschöpfung und beinhaltet immer wieder neues Wissen, neue Erfahrungen und beeinflusst so das Arbeitsklima, die Kultur und die Arbeitsergebnisse.
- Organisationen sind lebendig und damit hinreichend instabil.
Sie verändern sich stetig durch neue Impulse von außen, neue Mitarbeiter, angepasste Prozesse und neue Zielsetzungen. Sie sind damit Teil einer sich verändernden Welt in der Mitarbeiter dennoch immer auch Stabilität und Sicherheit suchen. Sie sind damit der sich stetig weiter bewegende Fels in der Brandung.
Erfolgreiche Veränderungsinitiativen schaffen in Organisationen intensive, stabile, Interaktion und Beziehungen, um in einem dynamischen Umfeld agil aktiv werden zu können. Auch wenn das Umfeld, und manchmal die Investoren, auf einen kurzfristigen Fokus der Geschäftstätigkeiten beharren, so lohnt es gerade in Bezug auf eine Verbesserung der Zusammenarbeit langfristig zu denken und zu handeln.

Dazu einige Tipps für Führungskräfte und vor allem Personalmanager und Geschäftsführer. Aber auch als Otto-Normal-Mitarbeiter können Sie persönlich und für die Gesamtorganisation ihre Arbeitssituation damit aufwerten.
- Identifizieren und nutzen Sie aktiv die internen und externen Netzwerke in und mit denen Sie arbeiten.
Denken Sie darüber nach, wer in Ihrem Umfeld welche Rolle spielt, wer wen kennt, wer besondere Fähigkeiten besitzt. Fragen Sie sich wer von Ihren Fähigkeiten, Erfahrungen und Kompetenzen weiß und verbreiten Sie dieses Wissen aktiv. Bringen Sie, ganz nebenbei, Menschen zusammen, die gemeinsame Interessen haben und lassen Sie ihr Netzwerk und das der Organisation wachsen und sich verstärken.
- Betrachten Sie die Gesamtstruktur in der Sie arbeiten und identifizieren Sie die Haupteinflussnehmer und tatsächlichen Entscheider.
Diese Multiplikatoren sind die wichtigsten Elemente im Netz und gewinnen immer dann zusätzlich an Bedeutung (für Sie), wenn es darum geht neue Ideen in die Organisation zu tragen.
- Wenn Sie in einer Führungsposition sind, regen Sie eine Selbstreflexion der Mitarbeiter und ihres Arbeitsumfeldes an.
Nutzen Sie dazu Reflexionstools, Team- oder Peer-Coaching. Bei größeren Organisationen sollten Sie externe Hilfe in Anspruch nehmen, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten. Sie werden mit einem klareren Blick auf die Beziehungs- und Interaktionsmuster in der Organisation belohnt, erkennen Potenziale und Störfelder besser und erleichtern mit einfachen Maßnahmen ganz enorm die Zusammenarbeit und damit das Gesamtergebnis.
- Gerade als leitende Führungskraft sollten Sie ganz genau hinhören, welche Ideen und Impulse aus dem Netzwerk an ihr Ohr dringen.
Hören Sie bewusst hin, achten Sie jedoch darauf nicht gezielt manipuliert zu werden. Je breiter aufgestellt ihr Netzwerk ist, desto klarer werden die Botschaften sein. Wenn die Botschaften mit ihrem Bauchgefühl übereinstimmen, gehen sie in den Dialog mit den Einflussnehmern im Netzwerk.
- Sorgen Sie für Stabilität und Sicherheit indem Sie bewusst kommunizieren und Zeichen setzen.
Jeder gibt durch sein Verhalten und seine Haltung ständig Beispiel für die anderen. Seinen Sie sich ihrer Bedeutung für eine möglichst hemmungslose Zusammenarbeit bewusst – egal ob Sie für Sauberkeit der Toiletten sorgen oder die Vision und Zielsetzungen direkt beeinflussen dürfen.
Lassen Sie die Tipps doch einfach ein paar Tage wirken und hören Sie in sich hinein, welcher Tipp vielleicht zu Ihnen und Ihrem Umfeld passt. Probieren Sie aus, reden Sie, hören Sie hin.
Gute Zusammenarbeit ist eine Chance gemeinsam viel (mehr) zu erreichen.
03.08.16 | Allgemein, Blog |
Ich möchte Sie zu einem kleinen Experiment einladen: Stellen Sie sich vor, Veränderungen an der Produktpalette oder in der Kundenkommunikation würden so umgesetzt wie interne Change Initiativen. So wie ich „Change“ in meinem Angestelltenleben als persönlich Betroffener, aber auch aus der Außenperspektive als Unternehmensmentor wahrnehme, würde dann jemand, wahrscheinlich ohne eine explizite Marktbeobachtung, ohne Design Thinking Verständnis, ohne kundennahe Review- und Feedbackschleifen irgendwie und irgendwo die Notwendigkeit einer Veränderung entdecken. Dieser „große Planer“ würde diese dann gemeinsam mit einem vergleichsweise kleinen Team und im besten Fall mit Kommunikation an die Kunden im Gesamtmarkt ausrollen. Die Kunden würden zwar vielleicht manches nicht verstehen, sie würden sich nicht abgeholt fühlen, einige würden sich sogar vielleicht dagegen sperren, aber welche Wahl hätten sie denn schon. Was sollten Sie schon tun, außer vielleicht dem Unternehmen das Vertrauen zu entziehen und ggf. den Anbieter zu wechseln. Aber das wäre ja mit einem gewissen Aufwand verbunden, raus aus der „sicheren und vertrauen Umgebung“, rein ins Marktgeschehen, eine Neuorientierung mit einem unsicheren Ausgang wäre notwendig.
Ihr Marketing und ihr Vertrieb wären dann sicherlich enorm im Stress und unter Druck um die Veränderungen zu erklären, den Schaden zu begrenzen und auch die das Customer Relation Management hätte einiges zu tun, um das Abwandern der Kunden zu verhindern…..
Danke – Ende des Gedankenexperiments! Schließlich gehen Unternehmen mit Kunden ja ganz anders um, oder?
Kunden brauchen mehr Aufmerksamkeit, der Bedarf sollte genau verstanden werden um ihn optimal zu befriedigen. Langfristig gute Kundenbeziehungen sind schließlich (und tatsächlich) Gold wert. Zudem ist der Markt komplex und nicht nur kompliziert, wie Unternehmen. Die Kunden im Markt sind extrem heterogen, es lohnt sich, sowohl Unterbewusstsein als auch Ratio anzusprechen und Empathie auszudrücken. Zum Glück werden Unternehmen immer besser darin ihre Kunden zu verstehen – oft auch schon ohne big data. Das geht bis zu extrem individuellen Anforderungen mit Losgröße 1. Da werden Bedarfe und Anforderungen reflektiert und Prototypen mit Hilfe regelmäßiger Reviews immer weiter verfeinert. Da bestimmen Teams selbst in welcher Reihenfolge sie Ideen implementieren um schnell ein möglichst gut funktionierenden Produkt zu erschaffen. Konzepte wie Design Thinking, Agile Development und SCRUM sind heute State-of-the-Art wenn es darum geht neues zu entwickeln und in den Markt zu bringen. Unternehmen gelingt es immer besser neben dem Massenmarkt den „long-tail“ ihrer Kunden, ob im B2B oder im B2C, zu identifizieren, zu verstehen und perfekt zu bedienen.
Wie einfach sind dagegen Unternehmen aufgestellt. Die Strukturen sind klar gegliedert, Prozesse eindeutig beschrieben, Innen- und Außenbeziehungen lange optimiert. Die Ziele werden regelmäßig definiert, angepasst und am Ende wird abgerechnet. Veränderungsprozesse werden gut geplant, vorbereitet, organisiert… und scheitern dann in der Umsetzung an mangelndem „buy in“ der Betroffenen und gestressten Führungskräften.
Was läuft schief?
Warum lernen wir nicht von dem was wir (im außen) bereits gelernt haben?
Und wieso behaupte ich, dass Unternehmen am „Mitarbeiter-long-tail“, also an der Masse der in Hierarchieübersichten nicht namentlich genannten Mitarbeiter, scheitern werden?
Organisationen sind bei Veränderungsprozessen oft noch ganz weit weg davon diesen „long-tail“ zu verstehen. Selten werden in Transformationsprozessen Ansätze genutzt, bei denen den Mitarbeitern bewusst eine Stimme und eine mitbestimmende Rolle zugestanden wird. In den meisten Change Projekten wir ganz schnell vergessen, was im Umgang mit Kunden ganz normal ist: das tiefe Verständnis für die Anforderungen einer extrem heterogenen, individuellen, in unterschiedlichen Geschwindigkeiten Veränderungen annehmenden Gruppe von Menschen. „Change“ folgt im Grunde denselben alten Paradigmen wie vor 30 Jahren. Alles was wir „im außen“ über Nischen im long-tail, über Plattformökonomien, Motivation, Wertschätzung, Lebenslanges Lernen erfahren haben, hat im Allerheiligsten und dem Energiezentrum von Unternehmen, der inneren Struktur, der Kommunikation und den Entscheidungsprozessen, noch keinen Einzug gehalten.
Schade – denn so ruinieren Organisationen die Basis ihrer Zukunft.
Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie viel Wissen im „internen long-tail“ ihrer Organisation steckt?
Damit meine ich das Wissen, die Kompetenz, das Marktgefühl, die Wettbewerbsbeobachtung, den direkten Kundenzugang, all diese vielen kleinen Puzzlesteine, die, bezogen auf die ganz konkrete und einmalige Situation des Unternehmens, die vielen Mitarbeiter in sich tragen, die selten oder nie am Schreibtisch des Top-Managements auftauchen? Die Mitarbeiter, die „keine“ Stimme haben, die aber Teil der (geistig oder physisch) produzierenden Masse sind.
Dieses Wissen über das weitaus meiste, was die Organisation „nach vorne bringen könnte“, über Innovationen, neue Produkte, Prozesse, Kostensenkungspotenziale aber auch Umorganisation und die Gesamtstruktur, all das ist zwar da, es geht aber jeden Tag (wieder) ungehört nach Hause, ohne auch nur eine Chance gehabt zu haben sich zu artikulieren. Zu oft lassen formale Strukturen es nicht zu, dieses Wissen anzuzapfen. Zu oft sind es am Ende, trotz aller Initiativen zum Kompetenz- und Wissensmanagement, eben doch wieder die Online-Formulare des innerbetrieblichen Vorschlagswesens, die als Feigenblatt und zugleich schwarze Löcher das Wissen und Engagement bedingungslos anziehen, aber wenig bis nichts davon wieder zum Vorschein kommen lassen.
Wie genial wäre es, dieses Potenzial aktiv einbinden zu können?!
Eine Grundstruktur dazu habe ich vor zwei Wochen hier und auf LinkedIn mit großer positiver Resonanz vorgestellt. Doch das Verständnis für diese Struktur alleine reicht, wenn der Boden nicht bereitet ist, nicht aus um in einen fruchtbareren kontinuierlichen Transformationsprozess einzusteigen. Denn selbst wenn es gelingt ein neues Verständnis für den Prozess zu schaffen, steht diesem all zu oft eine lange (erfolgreich) gefestigte Haltung, und mit diesem tief verwurzelte Grund- und Glaubenssätze, gegenüber, die das Verhalten auf allen Ebenen steuert. Dabei hängt der Erfolg eines Fortschritts am Ende – oder eigentlich bereits ganz am Anfang – eben genau von der Offenheit und in gewissem Sinne „Reife“ alle Beteiligten und Betroffenen ab.

Abb.4 : Organisations-Entwicklungsstufen / © ZUKUNFTheute 2016
Die Wahrnehmung, dass es lohnt alle frühzeitig einzuladen das Boot zu besteigen, sich gemeinsam Gedanken dazu zu machen an welchen Stellen die gemeinsame Weiterentwicklung notwendig und hilfreich ist oder an welchen Stellen sich nur Teile der Organisation bewegen sollten, sich dieser Reflexion gemeinsam zu stellen und sie zu durchlaufen, das ist der blinde Fleck, den es gibt zu einem „sweet spot“ zu machen.
Je größer eine Organisation ist, je mehr Beteiligte es gibt, je mehr diese in einzelnen Strukturen verankert und verhaftet sind, desto schwieriger ist dieser Prozess. Und ebenso sind, besonders in großen Strukturen, oft kulturell bedingt Ansichten und Haltungen vertreten, die es schwer machen schnell ein (notwendig) hohes Maß an Transparenz, Offenheit, Vertrauen und den Willen zur (Selbst-)Reflexion zu entwickeln. Der Effekt wird noch verstärkt, wenn sich in der Organisation – wie so oft – informelle Netzwerke gebildet haben, die zwar auf der einen Seite oft den Laden am Laufen halten, auf der anderen Seite aber planvolle Prozesse schwieriger erscheinen lassen. Hier entsteht gerade ein neues Arbeitsfeld für das Management und insbesondere Human Resources bzw. in diesem Verständnis „People & Network Operations“.
Das ist der Grund, warum gerade große Unternehmen, aber auch viele mittlere und kleine, dem Scheitern viele Schritte näher sind, als dem Erfolg. Der Erfolg der anstehenden Transformationen, insbesondere der Digital-sozialen, hängt davon ab, wie intensiv und engagiert alle Mitwirkende, Beteiligte und Betroffene sich einbringen können und wollen.
Wie also lässt sich ein solcher kontinuierlicher Veränderungsprozess starten, wenn die Grundstruktur und das Denken der Mitarbeiter und vieler Führungskräfte noch ein ganz anderes ist?
Einfach… und logisch
Der Ansatz ist so logisch, wie er einfach ist. Es sind (wieder einmal) die kleinen Schritte, die gegangen werden sollten. Wenn Mitarbeitern die Berufspubertät (also die Erfahrung mit mehr SelbstVerantwortung) noch bevorsteht und Führungskräfte es eher gewohnt sind ihre Zeit in Zielvorgaben und Leistungsbewertungen statt die aktive Entwicklung der Leistungspotenziale der Mitarbeiter zu investieren, dann sollte man ganz einfach und ganz langsam damit starten, den Grad der Partizipation am gemeinsamen Entwicklungsprozess zu erhöhen.
Auch wenn es auf den ersten Blick der Zielsetzung oben genannten neuen Transformationsprozesses widerspricht, ist es dann doch sinnvoll und notwendig aus dem Top-Management heraus die Reflexion zu starten und zunächst nur Mitarbeiter einzubringen, denen man den Umgang mit diesen neuen Rechten und Pflichten zutraut. Dann kann es helfen die Ideenfindung zunächst in einem kleineren Rahmen ggf. mit internen und externen Kräften gemeinsam anzugehen. Dann kann es richtig sein die Teams vorzugeben, statt sie sich selbst finden zu lassen. Und ganz wichtig ist es dabei die auch die genannten informellen Strukturen nicht zu verdammen, sondern im Gegenteil sie einzubinden und die Multiplikatoren und „hubs“ dieser Netze von der Richtigkeit der eigenen Idee zu überzeugen.
Kern dieses Weges von singulären Change-Initiativen hin zu einem kontinuierlichen Prozess ist, und das ist wohl die langfristig anstrengendste und zugleich am meisten Energie in die Organisation zurückführende Aktivität, immer wieder konsequent die gemeinsame Komfortzone in Richtung einer maximal erträglichen Partizipation zu verlassen. Dieses Verständnis für die Erweiterung des vertrauten Handlungsraums, ausgehend vom Management über die Mitarbeiter bis hin zum Selbstverständnis der unterstützenden Mentoren (und Berater) ist ausschlaggebend, um zeitnah zu einer optimalen Nutzung des in der Organisation verankerten Wissens zu gelangen.
Wozu es führt, wenn Sie die Potenziale identifizieren und Nutzen (und womöglich zuvor auch noch die Störfelder in der Organisation beseitigen) können Sie nicht nur erfahren, wenn Sie sich bei ihren erfolgreichen Wettbewerbern umsehen. Sie können es auch nachlesen, z.B. in
- „work rules“ von Laszlo Bock. Der „Senior Vice President of People Operations“ bei Google beschreibt wie nicht nur „20% time“ neue Ideen produziert, sondern auch, warum es lohnt Mitarbeiter einzustellen, die klüger sind als man selbst (und dieses Potenzial dann nicht zu nutzen wäre mehr als fahrlässig).
- „work with joy“ von Dennis Bakke. Der Gründer und ehemalige Geschäftsführer von AES, eines US-amerikanischen Energieunternehmens, beschreibt wie er mit der gemeinsam mit seinem Mitarbeitern aus einem kleinen Ingenieurbüro ein globaler Energieversorger mit 20.000 Mitarbeitern wurde.
- „Employees first,customers second“ von Vinet Nayar, der als Vorstand von HCL Technologie das Unternehmen aus der Krise führte, indem u.a. 8.000 Mitarbeiter in den Strategieprozesse einbezogen wurden.
- „Reinventing organizations“ von Frederik Laloux in dem einige Organistaionen vorgestellt werden, darunter „Buurtzorg“, „Morning Star“ oder auch die „Evangelische Schule Berlin Zentrum“, in denen Mitarbeiter DIE entscheidenden Impulse geben..
Wenn Sie mehr konkrete Beispiele von kleinen und großen Unternehmen finden möchten, die in der Vielzahl ihre Mitarbeiter sehr intensiv in solche Prozesse einbinden, dann schauen Sie in diese von Juliane Kästner in ihrem Blog veröffentlichte und stetig wachsende Unternehmensliste.
Fazit
Auf die Trends Individualisierung, Dynamik und Komplexität haben Unternehmen in Bezug auf ihre Interaktion mit dem Umfeld und in Bereichen wie der Produktentwicklung neue Methoden eingeführt und Kompetenzen entwickelt.
Auf den Umgang mit internen Veränderungen haben diese neuen Erkenntnisse bislang wenig abgefärbt, obwohl klar ist, dass viel Know-How und Innovationspotenzial bei den Mitarbeitern zu verorten ist und die heute üblichen Veränderungsprozesse am Widerstand nicht ausreichend einbezogener Mitarbeitern scheitern.
Ad hoc große Schritte hin zu mehr Partizipation und der Übernahme von Verantwortung zu gehen fällt Mitarbeitern wie Führungskräften naturgegeben gleichermaßen schwer. Wenn hier, wie dringend angeraten, eine Öffnung stattfinden soll, um über ein höheres Maß an Interaktion, Kommunikation, Verbundenheit, Transparenz und Offenheit, eine höhere Beweglichkeit und mehr Energie verfügbar zu machen, sollte der Prozess mit kleinen Schritten gestartet werden. Allein die Haltung sollte von Anfang an möglichst „groß“ sein und sich auch in Bezug auf die internen und extern Beteiligten wiederfinden.
So gelingt es leichter, sich auf die weiter steigenden Herausforderungen der Zukunft flexibel einzustellen und die Basis für eine optimale Zusammenarbeit zu gestalten. Mit der Reflexion dieser unterliegenden Haltung sollte möglichst zeitnah begonnen werden, da aufgrund der exponentiellen Beschleunigung der externen Veränderungen ein Abwarten die Menge an zu erwartenden Problemen potenziert.
Steigen Unternehmen zeitnah in diesen Prozess ein, können Sie von innen heraus ihre Innovationskraft (ob im großen oder kleinen) steigern, die wesentlichen Transformationsthemen wie die Digitalisierung gelingen leichter und als Nebeneffekt verbessern sie u.a. ihr Employer Branding, um nur ein paar der Vorteile zu nennen.
In jedem Fall sorgt der aktiv involvierte „Mitarbeiter-long-tail“ für weniger Risiken und mehr Erfolg.
19.07.16 | Allgemein, Blog
Keine Frage, die Welt in der wir leben ist Veränderung pur. Sie verändert sich kontinuierlich und wir mit ihr. Gleichzeitig gehen 2/3 aller geplanten Veränderungsinitiativen in Organisationen schief. Aus Unternehmenssicht ein „No go“, denn das kostet Geld, Zeit, bringt Frust und schadet am Ende zu oft mehr als das es nützt.
Kein Wunder also, dass viele Unternehmen um das Damoklesschwert „Digitalisierung“ und dem damit verbunden „Change“ herum einen weiten Bogen schlagen. Die heutigen Rahmenparameter scheinen eher für ein bewusstes Abwarten als ein aktives „ran an den Wandel“ zu sprechen. Die Anforderungen, sowohl an die Führung als auch an die Mitarbeiter sind extrem hoch. Vor allem, wenn man sich klar macht, dass die Entwicklung hin zu mehr technischer Unterstützung gleichzeitig Veränderungen der sozialen, hierarchischen und Entscheidungsstrukturen nach sich ziehen. Dies alles auf einmal zu durchlaufen lässt nach heutiger Logik eine erfolgreiche Umsetzung nur als Utopie erscheinen.
Woran liegt das?
Die von Changeinitiativen direkt Betroffenen sind erschreckend oft mehr Getriebene als Treiber, das trifft sowohl für die Veränderten als auch für die Verändernden (Führungskräfte) zu. Sie sind weder gestalterisch, noch konzeptionell und schon gar nicht emotional involviert. Entscheidungen werden häufig noch immer am grünen Tisch getroffen, ohne das der Masse der Betroffenen überhaupt Mitsprachemöglichkeiten eingeräumt wird. Zu groß ist das Misstrauen, der Glaube, dass „die“ das nicht beurteilen können und vielleicht auch die Unsicherheit, dass da jemand mit wirklich cleveren Lösungsansätzen um die Ecke kommt. Ganz ehrlich – oft wäre das auch sicher so.
Da wird das Potenzial dann lieber nicht genutzt und ganz nebenbei das Risiko zu scheitern potenziert. Das ist unternehmerischer Irrsinn, der auch von einigen meiner Beraterkollegen, trotz besserer Wissensbasis, unterstützt wird, ist doch auch heute noch die Fachliteratur voll mit solchen Ansätzen und vor allem der Kunde, dem eigentlich auch in diesem Kontext eine gute, vielleicht zunächst auch kontroverse Beratung zustehen würde, „will es ja so“.
Dabei längst ist bekannt, erprobt und bestätigt, dass auch eine womöglich nicht perfekte aber umfassende, mindestens involvierende Kommunikation, besser eine echte Partizipation, noch besser Partnerschaft im Change der eigentliche Schlüssel zu einer optimalen Erfolgsquote ist.
Wenn man 1und 1 zusammenzählt, die Herausforderungen der Digitalisierung und das Risiko im Change zu scheitern, dann ist klar: Digitalisierung als „einfachen“ Veränderungsprozess anzugehen ist unternehmerisches Russisch Roulette, mit mindesten vier, mit scharfer Munition gefüllten Kammern im sechsschüssigen Revolver.
Was also muss sich ändern?
Das „alte“ Veränderungsmanagement, wie es zum Beispiel von John P. Kotter oder Kurt Lewin beschrieben wurde, wird heute vielfach als Prozess gelebt, der wesentlich „von oben“ gedacht, geplant und umgesetzt wird. Die Unternehmensführung (allein?!) erkennt Handlungsbedarf, entwickelt Strategien und steuert die Mobilisierung und Motivation der Mitarbeiter. Die Beteiligung der Betroffenen geht sowohl in der Theorie, wie auch in der Praxis selten über das kottersche „Vermitteln von Dringlichkeit“ hinaus.
Insbesondere Lewins „Handeln – Beobachten – Reflektieren“ wird als Managementaufgabe verstanden. Beide, und viele der übrigen üblichen Change-Ansätze, greifen hier zu kurz, insbesondere im Kontext Digitalisierung. Die Digitalisierung erfordert und bedingt ein anderes Vorgehen, denn sie führt fast zwangsläufig zu einer, manchmal expliziten, doch immer impliziten Organisationsentwicklung, da mit der neuen technischen Unterstützung nicht nur die Kommunikation mit den digitalen „Helferlein“ auf eine neues Niveau gehoben wird. Die Mitarbeiter, und das zeigt das Beispiel Internet ganz deutlich, verändern auch die Art wie, und worüber sie miteinander, mit Kunden, Geschäftspartnern, aber auch der Unternehmensführung kommunizieren. Wer dabei agnostisch Social Media auf Katzenbilder oder Augmented Reality auf Pokemon Go reduziert, verkennt leichtfertig die Möglichkeiten. Im Internet ist heute schon nicht nur die Masse des Weltwissens verfügbar. Social Media, VR-Tools und einfache Videokonferenzen lassen Experten rund um den Globus dieses Wissen austauschen und vertiefen. Das führt zu mehr (geografisch verteilter) Fachkompetenz und zu einer weiteren Beschleunigung der Wissensvermehrung. Vereinfachte globale und oftmals sehr zielgerichtete Kommunikation ist der Schatz, zu dem das Internet und die Digitalisierung den Schlüssel darstellt.
Doch wie kann man eine solche grundlegenden Transformation dann gestalten?
In vielen Unternehmen herrschen auf allen hierarchischen Ebenen Grund- und Glaubenssätze vor, die einen Wandel von innen heraus – und dieser wäre für das oben angerissen Konstrukt eines zeitgleichen technischen und sozial kulturellen Wandels notwendig – schlichtweg verhindern. Misstrauen und intransparente Geheimnistuerei statt Vertrauen und einer offenen Kommunikation auf Augenhöhe sind die Folgen. Ein Fundament auf dem kein kritischer und wichtiger Wandel erfolgreich gedeihen kann. Neben der Intuition sagt auch die Erfahrung, dass dies vollständig kontraproduktiv für einen weitreichenden Wandel ist.
Einen bewussten Kontrapunkt setzt da zum Beispiel, dass von Lukas Michel propagierte und definierte diagnostische Mentoring, indem hier am Anfang einer möglichen Entwicklung das System, das im Unternehmen und um die Menschen darin wirkt, in einem breit aufgestellten Reflexion visualisiert wird. Dabei wird – auch ganz bewusst – der Führung (und auf Wunsch auch den Mitarbeitern) Raum gegeben den Erkenntnisprozess selbst zu durchlaufen, statt die Ergebnisse vom dem begleitenden Mentor vorgebetet zu bekommen. Das alleine erzeugt häufig ein neues Verständnis für die gemeinsamen Möglichkeiten.
In eine Veränderung ohne eine solch umfassende Reflexion zu starten ist so, als würde man nach Lesen einer Fachzeitschrift für Koronarerkrankungen eine Operation am offenen Herzen durchführen zu lassen, allein im Glauben eines der Symptome einer Herzklappeninsuffizienz an sich erkannt zu haben. Womit wir wieder beim Russisch Roulette wären.
Eine bewusste Reflexion des Unternehmens im Innern wie auch von außen erlaubt auch im Kontext der Digitalen Transformation einen ersten gewaltigen Schritt zu gehen. Sie hilft zu klären, welcher Entwicklungsbedarf besteht und wie entwicklungsfähig die Organisation zur Zeit überhaupt ist. Sie zeigt auf, wo Verhalten Haltung behindert und damit wo Raum für organisationale wie auch persönliche Veränderung ist. Eine Organisation, die seit Jahren mit 120% Leistung und inzwischen auf dem Zahnfleisch läuft geht einen Wandel naturgemäß anders an, als eine, die schon lange auf den bewussten Wechsel zwischen Leistungs- und Ruhephasen setzt.
Gut gemacht bewirkt sie, dass die Mitarbeiter sich gehört und abgeholt fühlen, und dass sie merken, dass sie als Teil des Unternehmens wirksam und wichtig sind. Das, bezogen auf den (notwendigen Wunsch) digitaler zu werden, lässt die erste der (mindestens) 4 Kugeln aus dem Revolver verschwinden.

Abb1: Reflexionsstruktur / © ZUKUNFTheute / Guido Bosbach 2016
Auch die übrigen drei Patronen lassen sich entfernen, wenn es gelingt die Mitarbeiter nicht nur zu mobilisieren und ihnen die Dringlichkeit vorzuturnen oder gar vorzuschreiben. Es geht darum sie abzuholen, einzubinden, sie teilhaben zu lassen und sie auf Augenhöhe einzubinden. Den Mitarbeitern im weiteren Verlauf des Wandels aktive vertrauensvollen Aufgaben und Rollen zu geben ist, was den Wandel, insbesondere den hin zu optimalen Nutzung digitaler Hilfsmittel, zu einem echten, kontinuierlichen und von allen getragenen Organisationsentwicklungsprozess werden lässt. Allerdings reicht es nicht punktuell, hier und da mal ein bisschen zu fragen, ob’s denn passt, was man vorhat. Es geht darum von der Ideenfindung, über die konkrete Umsetzung bis hin zum abschließenden Review eines solchen Ablaufs die Mannschaft zu 100% aktiv mit am Drücker zu haben. Zwar ist es für viele Führungskräfte schwer, die eigenen und vor allem die institutionellen Glaubenssätze zu überwinden, andererseits ist es für alle Beteiligten immer wieder beeindruckend, wie viele Ideen und Talente in einem solchen offenen Prozess sichtbar werden. Vieles kann dabei aus eigener Kraft gestemmt werden, ohne externe Hilfe in Anspruch zu nehmen, die – da sie die in der Organisation vorhandenen formalen und informellen Netzwerke nicht kennen – meist ohnehin nur wenig Einfluss auf das tatsächliche Geschehen haben und zu oft nur Reports schreibend dafür sorgen, dass….. ja, dass am Ende halt doch selten das passiert was passieren sollte.

Abb. 2: Orga-Entwicklungsprozess | © ZUKUNFTheute / Guido Bosbach 2016
Bei all dem „Die Mannschaft wird’s schon wissen“ bleibt dennoch ausreichend Arbeit für die Führung. Denn zum einen will auch ein solcher Prozess vermittelt werden, es gibt Konflikte zu moderieren, Dialoge zu führen, regelmäßige Reviews zu organisieren, die Zielsetzung mit allen Beteiligten abzustimmen, Stakeholder mit einzubinden und vor allem für ausreichende Phasen der Stabilität zu sorgen. Zum anderen ist es die wohl wichtigste Aufgabe der Unternehmensführung externe Unterstützung für den Reflexionsprozess sicherzustellen. Dies bezieht sich sowohl auf die einflussreichsten Stakeholder als auch auf Menschen die eine unabhängige Außenperspektive einbringen können. Denn schon zu oft sind gute und richtige Ansätze zur Standortbestimmung an zwei Dingen gescheitert: Zum einen daran, dass niemand daran gedacht hat, den Blick über den Tellerrand hinaus zu wagen oder gar eine Außenperspektive einzuholen und zum anderen weil auch auf dem teller selbst ganz natürlich blinde Flecken entstanden sind, die mit „Bordmitteln“ allein nicht mehr zu finden sind. Auch und gerade hier braucht es unabhängige, bewusst neutrale und vertrauensvolle Hilfe.
Ein zielführendes Bild ergibt sich, wenn man diesen – idealerweise kleinschrittigen Entwicklungsprozess – mit dem Paradigma der Großen Transformation von Malik kombiniert.
Fredmund Malik beschreibt als grundlegendes Paradigma großer Transformationen zwei sich überlagernde S-Kurven, in deren Überschneidungsbereich beim Paradigmenwechsel Turbulenzen auftreten. Das ist ziemlich genau, dass, was Führungskräfte immer wieder erleben, wenn es darum geht wesentliche Entwicklungsschritte zu gehen. Diese werden immer schwieriger zu erläutern und zu überstehen, je dichter sich Veränderungen aneinanderreihen.
In der Kombination des von ZUKUNFTheute entwickelten Konzepts mit dem von Malik beschriebenen Modell entsteht ein, die Gemeinschaft im Unternehmen deutlich stärker involvierender und damit insgesamt mehr Veränderungsenergie freisetzender Ablauf.

Abb. 3: Neuer Entwicklungsprozess
Wie Anfangs gesagt führt die Digitalisierung in vielen Bereichen auch zu einer beachtlichen und vor allem nicht zu unterschätzenden sozialen Entwicklung und einer neuen Perspektive auf tief verankerte Glaubenssätze. Eine Entwicklung, die nicht nur in der Zusammenarbeit innerhalb von Teams sondern auch im Kontext von Führungsstrukturen, Prozessen und Entscheidungen zu neuen Grundsätzen führen wird. Dies wiederum führt zu einem Gesamtbild organisationaler Entwicklung, dass auch gerade beim Versuch Veränderungsprozesse neu zu gestalten anzuschauen lohnt.
Wenn man den hier kurz angerissenen Ablauf konsequent weiterdenkt lassen sich analog zu Philosophien und Strukturmustern, wie sie bei Spiral Dynamics, Tribal Leadership oder in Reinventing Organizations auftauchen. Mit Mitarbeitern, die Raum erhalten sich bzgl. ihrer Möglichkeiten des Mitsprache, ihrer Interaktion bis hin zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit (auch persönlich) zu entwickeln, lassen sich insbesondere unternehmerisch schwierige Situationen, auch neben der vermehrten Nutzung digitaler Technologien, leichter bewältigen.
Dabei ist auch dieser Entwicklungsprozess einer, der bewusst, reflektierend, stufenweise und in kleinen Schritten erfolgen sollte. Im Ergebnis gibt er, so zumindest der aktuelle Stand der Erkenntnis, Unternehmen viel der Handlungsfähigkeit (zurück) die sie in einer sich ausweitenden VUCA Welt verloren haben und nun um so besser gebrauchen können.

Abb.4 : Organisations-Entwicklungsstufen / © ZUKUNFTheute 2016
Wie kann man das jetzt umsetzen – braucht man dafür nicht Unmengen an Zeit und Ressourcen?
Die gute und die schlechte Nachricht vorweg. Die gute ist, dass ohnehin vieles aus der Organisation selbst kommen sollte. Die externe Hilfestellung bezieht sich weniger auf Change-Lehrbuchwissen, als auf die Fähigkeit Kommunikation im Netzwerk zu moderieren und ein Gefühl dafür zu haben, zu welchem Zeitpunkt welcher Impuls angebracht und richtig ist. Klingt vage, muss es gewissermaßen auch sein, um organisatioonsindividuell geeignet (re)agieren zu können.
Die schlechte: Natürlich belastet der auch dieses Vorgehen – wie jeder Change – die internen Ressourcen zusätzlich. Anders als beim Top-down Prozess ist aber die grundsätzliche Bereitschaft sich für die Veränderung einzusetzen größer, was wiederum jene Energien freisetzt, die sonst in den Widerstand fließen. Zudem wächst Leistungsbefähigung der Mitarbeiter, die ihre Potenziale ohne Hemmnisse nutzen können und die sich damit mittelfristig veränderte Haltung, die Bereitschaft sich einzubringen. Denn, die Entwicklung des Unternehmens wird um so mehr mit der eigenen Entwicklung verknüpft, je mehr Begeisterungs- und Identifikationsraum sich öffnet. Alles gemeinsam ebnet den Weg zu einer besseren Zusammenarbeit. Damit sind 10-20% zusätzliche Ressourcen verfügbar, ohne in Personal zu investieren.
Dennoch wird es immer Mitarbeiter geben, die sich gegen den Wandel stellen, weshalb es auch hier darauf ankommt, auf welchen Teil der Belegschaft die Führung setzen und welchem sie Raum geben will.
Was dann noch notwendig ist, um Wandel anders und damit zeitgemäßer zu gestalten ist Mut. Mut Neues zuzulassen, trotz der schlechten Erfahrung (mit dem alten Prozess) und der Verzweiflung wegen des von außen zunehmenden Veränderungsdrucks.

Nie war die Gelegenheit besser, im Unternehmen gemeinsam mit den Mitarbeitern an der Nutzbarmachung der technischen und menschlichen Potenziale zu beginnen.
Soviel zur praxisnahen Theorie.
Wer gleich über die Praxis nachdenken möchte, dem möchte ich hier ein paar Impulse mit auf den Weg geben, zum einen bezogen auf eine grundsätzliche Weiterentwicklung hin zu einem stärkeren Partnerschaftlichen Umgang im Unternehmen, zum anderen mit einem Fokus auf den digitalen Wandel.
Probieren Sie doch als Einstieg einfach mal einer der folgenden Ideen aus:
Für den Schritt von „Command & Control“ zu „Command, Control & Listen“
- Starten Sie einen Wettbewerb im Unternehmen, um Konzepte zu entwickeln wie und mit welchen Produkten sich ihr Unternehmen selbst kanibalisieren kann.
Wirkung: Sie entdecken die Potenziale ihrer Mitarbeiter und geichzeitig Chancen ihr Geschäftsmodell anzupassen, die sonst ihre Wettbewerber nutzen werden.
- Fokus Digitalisierung: Konkretisieren Sie die Frage nach dem Kanibalisierungspotenzial auf die Aufgaben der Mitarbeiter. Welche (Routine-)Aufgaben könnten aus Sicht der Mitarbeiter digital unterstützt werden.
Wirkung: Sie erhalten eine Wahrnehmung für di digitale Kompetenz im Unternehmen und erste Impulse in welchen Bereichen Offenheit in Bezug auf digitale Unterstützung herrscht.
- Vorsicht: Sie werden Im ersten Schritt wahrscheinlich kein vollständiges offenes Feedback erhalten, da einige Mitarbeiter fürchten werden, dass es um die Wegrationalisierung ihres Aufgabenbereiches geht und sie an selbst an den Ast sägen sollen auf dem sie sitzen. Sollte das Ihre Absicht als Führungskraft sein, holen Sie sich besser externe Berater. Erwarten Sie dann aber keine Leistungssteigerung im Unternehmen, auch bezogen auf kleine Innovationsansätze.
Für den Schritt von „Command, Control & Listen“ zu „Interaction“
- Fragen Sie ihre Mitarbeiter regelmäßig nach dem bürokratischen Hemmnis des Monats, das sie im Unternehmen erleben.
Wirkung: Sie identifizieren schnell und einfach Zeit- und Ressourcenfresser und geben ihren Mitarbeitern Raum sich aktiv einzubringen.
- Fokus Digitalisierung: Befragen Sie die Mitarbeiter nach Social Media Tools, die diese im privaten Umfeld nutzen.
Wirkung: Sie werden eine Liste von Social Media Tools erhalten, die Hinweis gibt, welche Kommunikationsstrukturen ihre Mitarbeiter bevorzugen (lange Nachrichten, kurze Nachrichten, Bilder, Videos). Daraus lässt sich im ersten Schritt auf die bevorzugten Interaktionsformen der im Unternehmen Mitwirkenden schließen und unterstützt damit die Auswahl geeigneter Hilfsmittel zur Kommunikation unter den Mitarbeitern.
Für den Schritt von „Interaction“ zu „Involvement“
- Übertragen Sie die Verantwortung für wichtige Entscheidungen im Unternehmen bewusst (und tatsächlich!) an Mitarbeiter, die bereit sind sich dafür zu engagieren. Unterstützen Sie den Prozess durch die Nutzung eines Entscheidungsprozesses, der zur Aufgabe und Unternehmensgröße passt. (z.B.: Konsens, Konsent, konsultativ. Einzelentscheid, …)
Wirkung: Sie erkennen, wer bereits willens ist Verantwortung zu übernehmen und können aus dem Ergebnis und der Reaktion der übrigen Organisation erste Rückschlüsse auf die weitere Entwicklungsbereitschaft gewinnen.
- Fokus Digitalisierung: Geben Sie den Mitarbeitern Raum ihren Arbeitsplatz mit geeigneten Tools zu optimieren. Diskutieren Sie aktiv welche Sensorik, Robotik oder Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz Sinn macht, um die Abläufe zu verbessern und zu beschleunigen.
Wirkung: Sie heben die Potenziale der Mitarbeiter, die meist ein gutes Gespür dafür haben, was ihnen bei der Bearbeitung ihrer Aufgaben tatsächlich hilft.
Für den Schritt von „Involvement“ zu „Participation“
- Identifizieren die die aktivsten Multiplikatoren und Kommunikatoren in ihrem informellen Netzwerk und laden Sie sie zum Austausch über die größten Störungen und zu den besten Entwicklungschancen ein.
Wirkung: Sie stärken die Vernetzung im Unternehmen und schaffen eine erste Basis für eine aktive Partizipation.
- Fokus Digitalisierung: Beziehen Sie die Mitarbeiter zu Entscheidungen aktiv mit ein, zum Beispiel indem Sie diese in Foren zu wesentlichen Entscheidungen befragen und so die Weisheit der Vielen wirken lassen können.
Wirkung: Wieder aktivieren Sie die Potenziale der Mitarbeiter und erleichtern ihnen sich einzubringen.
Für den Schritt von „Participation“ zu „Partnering“
- Etablieren Sie einen Kontakt und echten Austausch zwischen Mitarbeitern und Kunden, die entweder sehr enttäuscht oder sehr begeistert vom Unternehmen sind.
Wirkung: Mitarbeiter und Kunden erleben die (emotionalen) Reaktionen der anderen Seite beim Austausch über das Unternehmen.
- Fokus Digitalisierung: Geben Sie den Mitarbeitern vollständige Freiheit in Bezug auf die Art der digitalen oder analogen Interaktion mit Kunden. Nutzen Sie die im Unternehmen etablierten Kommunikationskanäle, um sich über neue Wege der Interaktion auszutauschen und diese zu verbreiten und zu optimieren.
Wirkung: Sie bringen Mitarbeiter und Kunden näher zusammen, lassen Feedback erlebbar machen und erhalten ganz einfach und nebenbei wichtige Hinweise auf Produktverbesserungen und den sich veränderndes Bedarf der Kunden aus erster Hand.
Quellen & weitere Informationen:
13.07.16 | Allgemein, Blog |
Have you ever seen a tree start growing beside its parent or have you ever seen trees grow alone in the middle of nowhere in a challenging environment?
Both are results of natural entrepreneurial thinking. Both follow very similar rules and principles that organizations (and start-up founders) follow when they try to explore new business opportunities.
The core vision of a tree is not just, as it may seem from a straight forward and efficiency driven human perspective, to grow strong and live long and prosper. Neither is it to use energy and carbon dioxide to produce wood, energy and, as a by-product, oxygen. All that is just the core imperative to fulfill its main reason for existence, its vision, to create new life and so secure the survival of its species. The production of seed, in business terms the exploration of new opportunities, is what it is all about.
Trees reproduce by producing seeds or offshoots. Seeds may settle nearby or far away, whilst offshoots only thrive close to the tree. There are obviously pros and cons for both ways as an entrepreneurial method.
The cuttings and seeds that fall close to the tree use the same environmental resources. That allows them to participate in the resources of the older tree, which in most cases will supply sugar and viable information about pests and other stress factors. At the same time, they are overshadowed and under close control of the mother tree which at the same time prevents the young tree from using the full energy of the environment for its own success.
The big moment for all those slow growing new trees only starts when the old tree – or one of its neighbors – dies and opens up the space for sunlight and water to reach that budding entrepreneur. Only then there is sufficient energy available to allow the young one to successfully grow. Only then can stakeholders like wildlife and humans benefit from the by-products like shelter, wood, and oxygen.
To keep the young tree in such a stand-by position is a good strategy for the old tree, as it can be sure that its reproduction strategy has succeeded.
But those young trees, although supported and regulated, are already competing with all the many different cuttings and seeds that try to survive in the area. If they are lucky they can now still make use of the limited resources the old tree has stored in its roots. Nevertheless, they need to find their route to success and growth whilst keeping themselves flexible in order to deal with the dynamics and complexity of their environment. Now is the time for them to invest in their own root system to provide sufficient stability to grow.
There are some strong analogies to the situation corporate-start-ups that are closely bonded to their mother company face. They have to grow and survive in their parent’s environment. They use existing resources, which may protect them from some issues.
But they remain in the shadow of their parent and live in a state of energetic and systemic dependency. Their moment of truth starts when they are freed from the protective shelter and they are left alone. Few succeed in finding enough space next to the old structure.
Then there are the other ones, those entrepreneurial seeds that start to colonize new ground. By doing that they leave behind access to previously developed resources but also to any limiting dependencies. They start to explore to what extent their new site enables and allows them to growth. They are exposed to the environment so they either need a strong root system and a flexible stem, or they crouch close to the ground, ready to flourish or fail completely.
They will do well if they can live their work-life in heterogeneous groups aiming to conquer their environment. Like the old trees, who have giant root systems which act as information channels, young trees can gain positive benefits from that kind of network.
What is it that we can learn from nature and where can we leverage human capabilities to maximise the success of both intra-/entrepreneurs and their mother companies?
Start-ups are not about winning a beauty contest or immediately optimizing KPIs and mother companies should avoid acting like a tree nursery, where roots and branches are cut out to shape the tree in a certain way. They should instead partner with the start-up at their level, recognising the start-up as a method of getting a perspective on their own behavior.
Entrepreneurs are the best source for cross-learning and vivid perspectives on new markets, click here for new opportunities, with different perspectives on old problems. For both sides, there’s an opportunity to initiate a strong network of cooperation, knowledge sharing that both entrepreneur and mother company can profit from.
The key is to leverage the unique human capability of open and direct communication. The old companies should initiate intense dialogues not only at board level but amongst people at all levels including entrepreneurs and start-ups. The broader the dialogue, the more open are the discussions on failure and success, and the bigger are the opportunities to extend personal networks. People that celebrate and talk about failure and success are more involved and open new ideas and start up activity. The more and easier employees can inform themselves about any kind of activity, the more they feel connected and the more they support each other. To drive optimal connection one-month internships in the start-ups are great opportunities for managers to get inspiration and new views.
As with high-performance teams, interdisciplinary collaboration is key. The more open minded people, who don’t follow the rules but stick to their vision and principles, the better. Bring in only the best, most committed, most enthusiastic you can find inside and outside the old structures and remain focussed on establishing personal relationships.
Entrepreneurs and mother companies that initiate intense communication and collaboration across mental boundaries start leveraging capabilities that are unique to humans and gain opportunities for long lasting profits far beyond pure financials.
This post has initially been published on the Blog of the Global Peter Drucker Forum.
11.07.16 | Allgemein, Blog |

Joshua Brown war Anfang Mai Opfer eines tödlichen Verkehrsunfalls, der es „unter normalen Umständen“ niemals geschafft hätte, weiter als in die Lokalpresse zu kommen. Und doch beschäftigt der Unfall die Presse nicht nur in den USA, wo der Unfall geschah, sondern auch hier bei uns in Deutschland.
Joshua Brown ist mit seinem Tesla S unter einen LKW-Anhänger gefahren. Ein Unfallgeschehen, wie es ähnlich allein in der letzten Woche auf der A6 bei zwei anderen Tragödien 3 weitere Menschenleben gekostet hat. Allerdings spricht kaum jemand über diese drei Toten.
Joshua Browns Unfall ist so bemerkenswert, weil er seinem Auto mehr vertraute, als es wohl angeraten gewesen wäre. Ähnlich wie wir oft unseren Fahrkünsten mehr vertrauen als es angeraten wäre. Sein Vertrauen in die Technik hat ihn das Leben gekostet. So zumindest kann man es derzeit an vielen Stellen lesen. Gerade bei uns geht die Kritik an Tesla, die das teilautonome Fahren so sehr fördern und propagieren, wie sonst noch kein Automobilhersteller, sehr stark in diese Richtung. Doch andererseits war es doch wahrscheinlich eher seine Unvorsichtigkeit, die auch diesen, wie 85% der Unfälle im „normalen“ Straßenverkehr, verursacht hat.
Der Stalin Effekt
Stalin soll einmal gesagt haben: „Der Tod eines Menschen ist eine Tragödie, der Tod tausender ist Statistik.“ Die derzeit so intensiv geführte Diskussion spiegelt dies für mich wider.
Doch ein Blick in genau diese Statistik spricht für mich auch ein anderes Bild. Im Grunde wäre es doch für Tesla schon ein Erfolg, wenn teilautonomes Fahren, mindestens so sicher wäre, wie ein menschlicher Fahrer. Das würde bedeuten, dass lt. der US-amerikanischen Verkehrsstatistik sich der erste Unfall bereits vor ca. 40 Millionen (40.000.000) Meilen (ca. 64 Mio km) ereignet hätte. Tatsächlich waren es 130 Mio Meilen, die ohne tödlichen Unfall teilautonom gefahren wurden. Statistisch müsste längst zusätzlich 1/3 Mensch gestorben sein.
Was die Statistik zudem nicht erfasst sind die vielen Unfälle, die durch die Unterstützung der Technik vermieden wurden.
Und – und das ist der statisch relevanteste Kritikpunkt an der gesamten Diskussion: Die Zahlen sind bei weitem nicht repräsentativ.
Aber – die Diskussion ist repräsentativ!
Die sich derzeit um diesen Unfall weiter aufbauende Diskussion ist dagegen leider insofern absolut repräsentativ, als sie Argumente anführt, wie ich sie analog im Kontext der Digitalen Transformation, Arbeiten 4.0, Industrie 4.0 wahrnehme. Darin lese ich, manchmal sehr explizit und oftmals zwischen den Zeilen, ganz viel Angst vor der Technik, Angst vor der Veränderung und ganz viel zu Moral und Ethik. Wie im Kontext autonomes Fahren diskutiert wird, ob Maschinen entscheiden sollten, wie viele Opfer ein Unfallgeschehen hat (wer sagt eigentlich, dass ein Mensch „richtig“ entscheidet, wenn er vor Schreck oder weil er Gas und Bremse verwechselt in eine Menschenmenge steuert), höre ich im Zusammenhang von Selbstorganisation und Selbstverantwortung, dass dies niemand will und kein „normaler Mitarbeiter“ kann. Bei der Digitalisierung lese ich viel Angst vor Technik, die uns Arbeit wegnimmt und beim Thema Führung viel Angst vor Macht und Kontrollverlust.
Wir vergessen dabei, dass der Macht- und Kontrollverlust schon längst durch die Außenwelt ausgeübt wird. Wir vergessen, dass die Technik schon seit Anbeginn der Zeit immer neue Betätigungsfelder für uns schafft. Und wir vergessen, das Angst der wohl schlechteste Ratgeber überhaupt ist.
Zurück zur Statistik
Die Unternehmen, die mit weniger Angst und mehr Offenheit für Veränderung Arbeit gestalten, sind heute die Gewinner mit mehr Umsatz und einem stabileren Geschäftsumfeld. Sie haben zufriedenere Mitarbeiter, höhere Produktqualität und bringen mehr Innovation hervor.
Das sind die Tausende, die die Statistik ausmachen.
Sicher ist der ultimative Glaube an die Technik weiterhin und auf absehbare Zeit fehl am Platz, ABER Technik verbessert unsere Leistungsfähigkeit im (Arbeits-)leben und im Kontext Automobil auch deutlich unsere Überlebenschance.
Doch was ist mit dem einen, der Tragödie?
Der Tod Joshua Browns ist ohne Frage eine Tragödie für seine Angehörigen und sein Umfeld. Diese haben, aus meiner persönlichen Erfahrung, mein volles Mitgefühl, auch wenn ich hier wenig daran tun kann, ihnen bei der Überwindung des Geschehenen zur Seite zu stehen.
Die Tragödie, die wir täglich in der Wirtschaft und an Millionen von Arbeitsplätzen erleben, weil Potenziale verschwendet, Hemmnisse auf- statt abgebaut werden und unsere Wirtschaftsleistung im einzelnen, wie im gesamten dadurch weit hinter den Möglichkeiten zurückbleibt, bekommt mein Mitgefühl NICHT. Hier kann ich nur mit Unverständnis und teilweise auch Wut darauf reagieren, wie wenig sinn- und zielführend wir, die „Krone der Schöpfung“, hier miteinander umgehen und wie verblendet wir argumentieren. Noch selten jedenfalls, werden Erwachsene erwachsen behandelt. Eher wird erwartet, dass die Zahnräder im Getriebe des Unternehmens reibungslos funktionieren.
Dafür aber kann ich (selbst) etwas tun. Ich kann mich dafür einsetzen, dass das Verständnis für ein Umdenken und eine Selbstreflexion langsam steigt. Ich kann helfen, die enormen Reibungsverluste zu minimieren und so unterstützen entstehen zu lassen, was ich als optimale Zusammenarbeit bezeichne. Was, nebenbei bemerkt der Grund für mein diesjähriges „Sommerloch Special“ Angebot ist. Aber vielleicht konnte ich ja auch schon hier dazu anregen, über die tieferen Beweggründe für das eigene Handeln und Argumentieren nachzudenken.
Dann hätte der Tod Joshua Browns vielleicht einen ganz unerwarteten und in gewisser Weise auch ein wenig positiven Effekt.
P.S: Wenn Sie in einem Impulsdialog gemeinsam mit mir reflektieren möchten und gleichzeitig durch Bewegung Angst abbauen (oder auch frische Luft genießen) wollen, so sprechen Sie mich auf ein Impulsge(h)spräch an.